• 12.09.2013, 13:57:59
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Unterinntaltrasse: 16.000 Güterzüge der ÖBB verlagert

Höchstes Zugsicherungssystem ist Pflicht - Private Eisenbahnunternehmen sind gefordert rasch umzurüsten - ÖBB bieten dabei Unterstützung an

Utl.: Höchstes Zugsicherungssystem ist Pflicht - Private
Eisenbahnunternehmen sind gefordert rasch umzurüsten - ÖBB
bieten dabei Unterstützung an =

Innsbruck (OTS) - Bei der Sicherheit im Bahnverkehr gibt es seitens
ÖBB keine Abstriche und genau deshalb wurde auf der 40 km langen
Hochleistungsstrecke im Tiroler Unterinntal das modernste
Sicherungssystem Europas, ETCS Level 2 (European Train Control
System) eingebaut. ETCS ist als Sicherungssystem seitens der
Europäischen Union zwingend für Neubaustrecken vorgesehen. Allen
Eisenbahnunternehmen wurde diese Grundvoraussetzung zur Nutzung
dieser neuen unterirdischen Strecke bereits 2008 - also fünf Jahre
vor Inbetriebnahme - mitgeteilt. Die ÖBB haben mittlerweile über 300
Loks auf das erforderliche System umgerüstet und nahezu alle
Güterzüge der Rail Cargo Austria (Gütersparte der ÖBB) nutzen diese
unterirdische Trasse erfolgreich und zum Wohle der Anrainer. So
wurden seit Jahresbeginn bereits 16.000 ÖBB-Güterzüge unterirdisch
gefahren, insgesamt sogar 26.000 Züge. Die ÖBB tragen damit erheblich
zu weniger Lärm und Emissionen und damit zu mehr Lebensqualität im
Unterinntal bei. Zusätzlich bietet die Trasse einen weiteren Anreiz
zur Verlagerung des Straßenverkehrs auf die Schiene.

Insgesamt ist es im Detail gelungen zwei von drei Güterzügen in der
Nacht auf die Tunnelstrecke zu verlagern, ehrgeiziges Ziel ist es,
dass es bis Ende des Jahres sogar drei von vier sein werden. Seitens
ÖBB-Infrastruktur wurde zudem ein Rabatt beim Trassenentgelt auf der
unterirdischen Strecke eingeführt um einen zusätzlichen Anreiz für
die Verlagerung zu schaffen.

Seitens des Verkehrsministeriums wurde für die Kosten der Umrüstung
von Lokomotiven auf das moderne Zugsicherungssystem ein Fördertopf
mit rund 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Alle
Verkehrsunternehmen konnten dies in gleichem Maße nutzen.
Zusammengefasst bedeutet dies, dass die ÖBB größtes Interesse an der
weiteren Verlagerung von Güterzügen haben und Verständnis zeigen für
die Anliegen der Bürgermeister. Fakt ist aber auch, dass vor Jahren
vereinbarte Spielregeln für alle Unternehmen gleich gelten. Insofern
werden die privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen aufgefordert ihre
Umrüstung voranzutreiben um möglichst bald Zugtrassen auf der
unterirdischen Strecke verwenden zu können. Die ÖBB bieten hier jede
Unterstützung an und machen zudem das Angebot Lokomotiven mit dem
höchsten Sicherungssystem auf Mietbasis zur Verfügung zu stellen. Die
Kritik an der Verlagerung ist an jene zu richten die ihre
Hausaufgaben noch nicht fertig gemacht haben, und nicht an die ÖBB
die bereits zum Wohle der Bürger unterirdisch unterwegs sind.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Die ÖBB gehören zu den pünktlichsten Bahnen Europas und
bieten ihren Kunden die höchste Pünktlichkeit in der EU. Mit
konzernweit 39.833 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (davon 35.990 in
Österreich, 3.843 im Ausland, zusätzlich 1.814 Lehrlinge) und
Gesamterträgen von rd. 6,27 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein
wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Strategische
Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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