- 12.09.2013, 10:40:11
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Ökosoziales Forum präsentiert Leitfaden für nachhaltige Gemeinde- und Regionalpolitik
Pernkopf: Österreichs Gemeinden werden ökosozial
Utl.: Pernkopf: Österreichs Gemeinden werden ökosozial =
Wien (OTS) - "Ein wichtiger Partner bei der Umsetzung der
ökosozialen Idee sind die österreichischen Gemeinden und Regionen.
Auf sie kommen in den nächsten Jahr-zehnten große Herausforderungen
zu, die neue und vor allem enkeltaugliche Lösungen erfordern. Mit
unserem Gemeindekompass - einem Leitfaden für ökosoziale Gemeinde-
und Regionalpolitik - wollen wir den Verantwortlichen in den
Gemeinden einen Kompass in die Hand legen und sie motivieren, etwas
umzusetzen. Es ist das Engagement und der freiwilligen Einsatz der
Menschen, die eine Region lebenswert machen. Ich bin überzeugt, dass
das Vernetzen von Ideen und Menschen mehr bringt, als das Rad immer
wieder neu erfinden", so Stephan Pernkopf anlässlich der Präsentation
des Ökosozialen Gemeindekompasses. ****
Mehr als zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung leben im
ländlichen Raum. Verglichen mit dem europäischen Durchschnitt von 21
Prozent ist dieser Wert besonders hoch. Der ländliche Raum hat in
Österreich daher eine überdurchschnittlich wichtige Bedeutung. Was
kann eine Gemeinde tun, um die Lebensqualität am Land nachhaltig zu
verbessern? "Antworten auf diese Frage und Handlungsanleitungen
können BürgermeisterInnen und GemeinderätInnen nun in unserem
Gemeindekompass finden", so Pernkopf weiter und verweist auf die
bereits erfolgreich umgesetzten Projekte zahlreicher Gemeinden, die
im Gemeindekompass zitiert werden: "Das sind Beispiele, die belegen,
dass es möglich ist, auch mit wenig Mitteln viel zu bewegen."
Dauerhafte Arbeits- und Wirtschaftsbeziehungen unterstützen
Für den Bereich Arbeit und Wirtschaft etwa gibt der
Gemeindekompass Anregungen für eine ökosoziale Standortpolitik, die
dauerhafte und qualitätsvolle Arbeits- und Wirtschaftsbeziehungen
unterstützt. Denn kurzfristige Betriebsansiedelungen, die
ausschließlich zeitlich begrenzte Arbeitsplätze schaffen, sind nicht
das Ziel.
Lebensqualität für Jung und Alt
Um für junge Familien eine Region attraktiv zu machen, sind
Arbeitsmöglichkeiten, ein modernes Wohnumfeld und
Kinderbetreuungsplätze erforderlich. Ebenso kann die Gemeinde aktives
Altern unterstützen und die Lebensqualität der Pflegebedürftigen
verbessern.
Flächen sparen und Boden bewahren
Ein wichtiger Aspekt für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung ist
die Raumplanung. Für sie gilt der Grundsatz: Flächen sparen und Boden
bewahren. Gemeinde sollten kompakte Siedlungsstrukturen planen,
landwirtschaftlichen Vorrangflächen definieren und Gemeindeflächen
vor Versiegelung schützen.
Ökosozialer Gemeindehaushalt als Erfolgsrezept
Auch die ökosoziale Budgetpolitik - also die Balance von
ökologischer, sozialer und ökono-mischer Nachhaltigkeit - sollte sich
auf Gemeindeebene wiederfinden. Kooperationen mit anderen Gemeinden
bei Investitionen und Beschaffung sind oft der Schlüssel zum Erfolg.
Durch Einkaufsgemeinschaften können bessere Konditionen und somit
Einsparungen erzielt werden.
Pernkopf abschließend: "Dieser Gemeindekompass ist eine Landkarte
für ein attraktives Leben in unseren Gemeinden, weil es vor allem im
ländlichen Raum viele Gestaltungsmöglichkeiten gibt. Durch Kleines
entsteht oft ganz Großes."
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