- 09.09.2013, 16:42:37
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Csörgits: Einkommensschere schließen - fairer Lohn für Teilzeit gefordert
Frauen nicht noch mehr benachteiligen
Utl.: Frauen nicht noch mehr benachteiligen =
Wien (OTS/SK) - SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits betonte heute,
Montag, dass Teilzeitarbeit in Österreich gerechter gestaltet werden
müsse: "Teilzeitarbeit ist ein wesentlicher Grund für die
Einkommensschere zwischen Männern und Frauen. Teilzeit arbeitende
Frauen sind doppelt benachteiligt, wenn ihre Arbeit nicht fair
entlohnt wird und sie weniger in der Stunde bekommen als Vollzeit
arbeitende Kolleginnen und Kollegen", betonte Csörgits. Es sei daher
wichtig, für faire Bedingungen in der Teilzeitarbeit zu sorgen,
unterstrich die Sozialsprecherin. Sie begrüßt das
Sieben-Punkte-Programm für faire Teilzeit von Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek und Sozialminister Rudolf Hundstorfer. ****
"Die große Mehrheit der Teilzeitarbeitenden sind mit 84 Prozent
Frauen, rund ein Drittel davon arbeitet unfreiwillig in Teilzeit",
erläuterte Csörgits. Teilzeitarbeit gehe mit Lohneinbußen, weniger
Pension und schlechteren Karrieremöglichkeiten einher, stellte die
Sozialsprecherin klar. "Teilzeitbeschäftigte verdienen im
Durchschnitt um 24,2 Prozent weniger pro Stunde als
Vollzeitbeschäftigte." Um die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt
insgesamt zu verbessern, Einkommensunterschiede zu beseitigen und
eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen sei
der Ausbau der Ganztagskinderbetreuung "das Um und Auf" betonte
Csörgits: "Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Frauen Vollzeit
arbeiten können. Für alle, die aus verschiedenen Gründen Teilzeit
arbeiten wollen, müssen die Bedingungen verbessert werden, damit es
nicht zu weiteren Benachteiligungen kommt", forderte Csörgits.
Neben einer fairen Entlohnung müsse es etwa bessere
Umstiegsmöglichkeiten auf Vollzeitarbeit geben, Mehrarbeitszuschläge
müssten ab der ersten geleisteten Stunde ausgezahlt werden. Auch die
Einführung eines flächendeckenden kollektivvertraglichen Mindestlohns
von 1.500 bei Vollzeitarbeit wie SPÖ und Gewerkschaften ihn fordern
sei "ein ganz wesentlicher Schritt, um Ungerechtigkeiten zu
beseitigen", betonte die Sozialsprecherin. (Schluss) sc/up
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