Csörgits: Einkommensschere schließen - fairer Lohn für Teilzeit gefordert

Frauen nicht noch mehr benachteiligen

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits betonte heute, Montag, dass Teilzeitarbeit in Österreich gerechter gestaltet werden müsse: "Teilzeitarbeit ist ein wesentlicher Grund für die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen. Teilzeit arbeitende Frauen sind doppelt benachteiligt, wenn ihre Arbeit nicht fair entlohnt wird und sie weniger in der Stunde bekommen als Vollzeit arbeitende Kolleginnen und Kollegen", betonte Csörgits. Es sei daher wichtig, für faire Bedingungen in der Teilzeitarbeit zu sorgen, unterstrich die Sozialsprecherin. Sie begrüßt das Sieben-Punkte-Programm für faire Teilzeit von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Sozialminister Rudolf Hundstorfer. ****

"Die große Mehrheit der Teilzeitarbeitenden sind mit 84 Prozent Frauen, rund ein Drittel davon arbeitet unfreiwillig in Teilzeit", erläuterte Csörgits. Teilzeitarbeit gehe mit Lohneinbußen, weniger Pension und schlechteren Karrieremöglichkeiten einher, stellte die Sozialsprecherin klar. "Teilzeitbeschäftigte verdienen im Durchschnitt um 24,2 Prozent weniger pro Stunde als Vollzeitbeschäftigte." Um die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt insgesamt zu verbessern, Einkommensunterschiede zu beseitigen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen sei der Ausbau der Ganztagskinderbetreuung "das Um und Auf" betonte Csörgits: "Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Frauen Vollzeit arbeiten können. Für alle, die aus verschiedenen Gründen Teilzeit arbeiten wollen, müssen die Bedingungen verbessert werden, damit es nicht zu weiteren Benachteiligungen kommt", forderte Csörgits.

Neben einer fairen Entlohnung müsse es etwa bessere Umstiegsmöglichkeiten auf Vollzeitarbeit geben, Mehrarbeitszuschläge müssten ab der ersten geleisteten Stunde ausgezahlt werden. Auch die Einführung eines flächendeckenden kollektivvertraglichen Mindestlohns von 1.500 bei Vollzeitarbeit wie SPÖ und Gewerkschaften ihn fordern sei "ein ganz wesentlicher Schritt, um Ungerechtigkeiten zu beseitigen", betonte die Sozialsprecherin. (Schluss) sc/up

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