• 06.09.2013, 14:59:38
  • /
  • OTS0205 OTW0205

Seniorenbund-Bundestag IV: Khol: Die Erfolgsbilanz des Österreichischen Seniorenbundes 2009 - 2013

Bericht des Bundesobmannes zum 14. o. Bundes-Seniorentag

Utl.: Bericht des Bundesobmannes zum 14. o. Bundes-Seniorentag =

Wien (OTS) - Nach der begeisternden Rede von ÖVP-Bundesparteiobmann
Dr. Michael Spindelegger (Anm.: PA Seniorenbund-Bundestag III mit
Zitaten aus Dr. Spindeleggers Rede folgt in Kürze), folgte beim 14.
o. Bundes-Seniorentag des Österreichischen Seniorenbundes unter dem
Motto "Nur mit uns ist ein Staat zu machen" der Bericht von
Bundesobmann Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol über die Bilanz der
Seniorenbund-Jahre 2009 bis 2013:

Khol: "Flotte" Senioren in nur 10 Jahren von 7 auf 76 Prozent!
"Zurückgezogen" in derselben Zeit von 32 Prozent auf nur noch zwei
Prozent gesunken! Gesellschaftlicher Wandel im Seniorenbereich so
stark, dass die Sozialforschung neue "Senioren-Typen" erarbeiten wird

"Der Österreichische Seniorenbund beauftragt seit mehreren Jahren
GfK-Austria mit den großen Seniorenstudien 'Generation 60plus' -
jeweils mit wechselndem Themenschwerpunkt. Schon zwei Mal, nämlich
2003 und 2006 wurde die soziologische Senioren-Typologie bei jeweils
mehr als 1.000 Personen über 60 abgefragt. Dabei entsprach von Beginn
an nur die Gruppe der 'Zurückgezogenen' den alt hergebrachten
Klischees über Senioren - also wenig mobil, gesundheitlich
eingeschränkt, ohne persönliche Interessen und oft vereinsamt",
beschreibt Khol die Ausgangslage.

"Für 2013 wollten wir, auch zur Vorbereitung des heutigen
Bundes-Seniorentages, die Senioren-Typen wieder abgetestet haben: Was
hat sich seit 2006 getan? Sind die Senioren aktiver, mobiler
geworden, haben sie neue Interessen für sich aufgetan? Das Ergebnis
ist verblüffend: Die Zahl der 'Zurückgezogenen' lag 2003 bei 32
Prozent, 2006 bei 25 Prozent und 2013 bei nur noch zwei Prozent.
Umgekehrt die Entwicklung eines anderen Senioren-Typs, nämlich der
'Flotten': 2003 waren es sieben Prozent, 2006 schon zehn Prozent -
2013 sind es nun 76 Prozent. Die Folge: Bei einem so starken
gesellschaftlichen Wandel muss die Sozialforschung neue
Senioren-Typen erarbeiten. Ein Ergebnis wird in den nächsten Wochen
vorliegen. Diese zahlenmäßig belegte positive Veränderung ist wohl
der beste Beweis, wie erfolgreich wir in unserer Arbeit sind", führt
Khol zu den überraschenden Ergebnissen der Studie von GfK-Austria und
seinen damit verbundenen Schlussfolgerungen aus.

Khol: Der Seniorenbund hat bewiesen, dass nicht die Senioren
die Blockierer und Reformmuffel sind!

"Viele Generationen in Österreich waren und sind gewohnt, dass es
ausgehend von den schwierigen Zeiten zur Gründung unserer Republik,
Jahr für Jahr zumindest ein wenig besser wurde, dass es der
nachfolgenden Generation besser gehen solle als der eigenen. Diese
Entwicklung ist durch diese internationale Finanzkrise erstmals in
Frage gestellt worden. Nach großen Kraftanstrengungen ist es in
Österreich gelungen, die direkten Auswirkungen der Krise auf die
Menschen in möglichst kleinem Rahmen zu halten. Besonders wichtig
dabei: In Österreich wurde keine einzige staatliche Pension gekürzt -
weder brutto noch netto" leitete Khol den umfassenden Bericht zur
Bilanz des Österreichischen Seniorenbundes für die Jahre 2009 bis
2013, also die Zeit seit den letzten statutengemäßen Obmann-Wahlen
des Seniorenbundes, ein.

"Trotz dieses schwierigen Umfeldes konnte der Österreichische
Seniorenbund 2009 bis 2013 viele seiner Anliegen erfolgreich
umsetzen, von denen ich hier nur einige in aller Kürze anführen will:
Mit umfassenden Reformen konnten wir die Pensionen langfristig
sicher. Abschaffung der 'Hackler-Regelung', Umsetzung des
Pensionskontos für alle ab 1955 Geborenen, ein höherer Bonus für
längeres Arbeiten, Schließen von Schlupflöchern in die Frühpension
z.B. bei den ÖBB - all das konnte erledigt werden. Da soll noch
einmal jemand behaupten, es seien 'keine' Reformen passiert! Die
nötigen Einsparungen wurden nicht alleine durch die heutigen
Pensionsbezieher erbracht - sie wurden durch diese Reformen
gleichmäßig auf die Schultern aller Generationen verteilt. Dabei
haben wir Ausgleichszulagen immer ausnehmen konnten. Wir haben in den
vergangenen Jahren ganz klar bewiesen: Nicht wir Senioren sind die
Blockierer und Reformmuffel!", konzentrierte sich Khol besonders auf
das Thema der sicheren Pensionen.

Khol: Alle Reformen im sozialpartnerschaftlichen Konsens
beschlossen. Kein Verständnis für Wahlkampf-Getose!

Khol nimmt allerdings auch zu aktuellen Wortmeldungen politischer
Mitbewerber sehr deutlich Stellung:

"Alle Pensionsreformen und alle Vereinbarungen zu den
Pensionsanpassungen bis 2016 haben der Österreichische Seniorenrat,
als gesetzliche Interessenvertretung, und die gesamte Österreichische
Bundesregierung gemeinsam im Konsens beschlossen. Ich habe absolut
kein Verständnis für Regierungsmitglieder, die jetzt im Wahlkampf
diesen Konsens negieren - und Dinge fordern, die längst Gesetz sind!
Als konkretes Beispiel ist hier die volle Pensionsanpassung 2015 und
2016 zu nennen. Diese ist Gesetz und ist im Budgetrahmen (Anm.: 2013
- 2017) voll ausfinanziert. Man muss diese volle Anpassung also nicht
fordern - sie ist längst sozialpartnerschaftlich verhandeltes und
gemeinsam beschlossenes Gesetz!"

Khol zu weiteren Seniorenbund-Erfolgen und einem Ausblick in
die Zukunft

"Trotz der Finanzkrise und klammer Staatskassen konnten wir
erreichen, dass Finanzministerin Fekter mehr als eine Milliarde
zusätzlich in das Pflege- und Betreuungssystem investiert hat. Das
ist wirklich keine Selbstverständlichkeit - in ganz Europa nicht! Und
auch am Arbeitsmarkt hat sich für die Älteren einiges getan: Die
Beschäftigungsquote aller 55- bis 64jährigen (Männer + Frauen) stieg
von 2009 auf 2012 von 41,1% auf 43,1%. Und 2012 arbeiteten in
Österreich zehn Prozent mehr über 60-jährige als noch 2011. Das ist
eine Trendumkehr - diesen Weg wollen wir weitergehen", so Khol
weiter.

Nun gelte es den Blick nach vorne zu richten, die Zukunft aktiv
mit zu gestalten. Dazu habe der Seniorenbund-Bundesvorstand einen
umfassenden Leitantrag erarbeitet, der im späteren Verlauf des
Bundes-Seniorentages auch zur Diskussion und Abstimmung stehe. Khol
dazu: "Es geht in den kommenden vier Jahren darum, dass wir Senioren
auf allen Ebenen gleichberechtigt und selbstbestimmt die Zukunft des
Landes mitgestalten! Eben wie es unser heutiges Motto klar ausdrückt:
Nur mit uns ist ein Staat zu machen!"

SERVICE: Den gesamten Bericht mit allen politischen Erfolgen, Zahlen,
Daten und Fakten zur Organisation finden Sie im Laufe des
Nachmittages auf www.seniorenbund.at zum Nachlesen.

(Forts.)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SEN

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel