• 03.09.2013, 15:01:57
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Greenpeace warnt: ÖVP-naher Lobbyist setzt in EU Fracking durch

Ehemaliger Schüssel-Mitarbeiter Beyrer betreibt intensives Lobbying für Schiefergas-Förderung

Utl.: Ehemaliger Schüssel-Mitarbeiter Beyrer betreibt intensives
Lobbying für Schiefergas-Förderung =

Köln/Brüssel/Wien (OTS) - Greenpeace kritisiert die heutigen Aussagen
von Energiekommissar Günther Ottinger im Rahmen einer
Energiekonferenz in Köln. Im Interesse der Industrie macht sich der
CDU-Politiker dafür stark, die Förderung von Schiefergas als "Option
offen zu halten" und "Geologen und Ingenieuren ihre Arbeit machen zu
lassen."

"Der ÖVP-nahe Lobbyist Markus Beyrer setzt sich als mächtigster
Industrievertreter in Brüssel offenbar durch. Die
Industriellenvereinigung muss aufklären, welche Rolle sie bei diesem
Lobby-Vorstoß spielt", fordert Greenpeace-Energiesprecherin Julia
Kerschbaumsteiner.

Greenpeace liegt ein persönlicher Brief von Beyrer an die irische
Ratspräsidentschaft vom Mai vor, in dem er forderte, die Politik in
Europa solle sich "neu fokussieren und die technologische Entwicklung
und Investitionen z.b. in die Schiefergas-Förderung unterstützen."

Beyrer wechselte nach seinen Tätigkeiten als wirtschaftspolitischer
Berater im Kabinett von Ex-Bundeskanzler Schüssel, Generalsekretär
der Industriellenvereinigung und Chef der ÖIAG, als Generaldirektor
zur einflussreichen Brüsseler Lobbyingorganisation BusinessEurope.
Einziges österreichisches Mitglied von BusinessEurope ist die
Industriellenvereinigung.

"Die Risiken für das Grundwasser und damit für die Menschen sind klar
bekannt. Fracking ist keine Lösung für Europas Energiezukunft", ist
Kerschbaumsteiner überzeugt.

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