- 02.09.2013, 12:49:54
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Mit wärmster Empfehlung: Eigenes Netzwerk entscheidend bei der Wahl der Weiterbildung
Wien (OTS) - Nach welchen Kriterien wird Weiterbildung für
Mitarbeiter und Führungskräfte ausgewählt? Der aktuelle Hernstein
Management Report beleuchtet das Entscheidungsverhalten von
Führungskräften zum Thema Weiterbildung. Um die Qualität eines
Weiterbildungsanbieters vorab beurteilen zu können, greifen 53% der
befragten Führungskräfte auf Empfehlungen aus dem Arbeits- und
Freundeskreis zurück. Die eigenen Erfahrungen mit dem
Bildungsanbieter spielen für 47% eine wichtige Rolle.
Empfehlung als Qualitätsmerkmal
"Exzellente Qualität des Angebots von Weiterbildungsanbietern
macht sich bezahlt und wird belohnt, denn zufriedene TeilnehmerInnen
geben ihre positiven Erfahrungen weiter. Persönliche Empfehlungen von
Freunden und Arbeitskollegen wirken besonders glaubwürdig und
vertrauenswert", ist Eva-Maria Ayberk, Leiterin des Hernstein
Instituts für Management und Leadership überzeugt.
Ein Viertel aller Befragten nennen nationale oder internationale
Zertifizierungen des Anbieters, ebenso viele vertrauen auf
unternehmensinterne Rankings, insbesondere in Deutschland (37%). 23%
achten auf den kommunikativen Auftritt des Anbieters, die Anbindung
an Wissenschaft und Forschung ist nur für 6% relevant.
Informationsvorsprung durch Internetrecherche
Informationen über passende Weiterbildungsangebote beziehen 45%
der Führungskräfte in Österreich und 46% in der Schweiz aus dem
Internet. In Deutschland wird das Internet von 38% genannt, an erster
Stelle steht hier mit 45% die eigene Personalabteilung. In Österreich
nennen 37% die Personalabteilung als Anlaufstelle, in der Schweiz
32%.
31% aller Befragten nutzen den internen Weiterbildungskatalog, 24%
setzen auf die Erfahrungswerte von KollegInnen. Inhouse Akademien
werden an letzter Stelle mit 20% genannt.
Themenrelevanz ausschlaggebend
Maßgeblich bei der Auswahl geeigneter Weiterbildungen ist der
thematische Bezug. Für 64% der Führungskräfte in Österreich, 70% in
der Schweiz und 48% in Deutschland ist die Themenrelevanz
ausschlaggebend. Die Qualität des Anbieters nennen 34%, 27% achten
auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Auf das Renommee der
Trainer, das Image des Bildungsanbieters und Internationalität setzen
vor allem deutsche Führungskräfte.
Verantwortung für Weiterbildung in der Personalabteilung
Mit steigender Mitarbeiteranzahl verschiebt sich die Verantwortung
für Weiterbildungsfragen von der Geschäftsführung oder den direkt
Vorgesetzen hin zur Personalabteilung. In 46% der befragten
Unternehmen ist die Personalabteilung erster Ansprechpartner in Bezug
auf Weiterbildung. Für je ein Viertel ist es die Geschäftsführung
bzw. der direkte Vorgesetzte. In lediglich 5% der Unternehmen ist die
Weiterbildungszuständigkeit nicht klar geregelt. Auch hier gilt: Je
größer das Unternehmen, desto höher ist der Grad der
Institutionalisierung.
"Die Umfrage zeigt, dass die meisten Unternehmen Weiterbildung
ernst nehmen und die zentrale Steuerung in der Personalabteilung
verankert haben. Dennoch ist es wichtig, dass auch direkte Vorgesetze
den Weiterbildungsprozess ihrer MitarbeiterInnen begleiten und
unterstützen", merkt Hernstein Institutsleiterin Eva-Maria Ayberk an.
Hernstein Management Report
Der Hernstein Management Report ist eine jährlich durchgeführte
Studie zu aktuellen Leadership- und Managementtrends. Die Abwicklung
und Auswertung der Studie erfolgt durch OGM Österreichische
Gesellschaft für Marketing, Wien.
Befragt wurden insgesamt 301 Führungskräfte von Großbetrieben aus
Österreich, Deutschland und der Schweiz (ab 100 Beschäftigten). Pro
Land fand jeweils ein Drittel der Interviews statt.
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