• 01.09.2013, 19:17:16
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Anliegen der deutschsprachigen Volksgruppe werden wichtig genommen

LH Kaiser mit Präsidenten Fischer und Pahor in der Gottschee - Konstruktive Gespräche auf Augenhöhe

Utl.: LH Kaiser mit Präsidenten Fischer und Pahor in der Gottschee -
Konstruktive Gespräche auf Augenhöhe =

Gottschee/Klagenfurt (OTS/LPD) - Bundespräsident Heinz Fischer hat
heute, Sonntag, gemeinsam mit Gattin Margit seinen zweitägigen
Besuch in Slowenien begonnen. Bei einigen Terminen wird er auch von
Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser begleitet. In Laibach wurde der
Bundespräsident von seinem slowenischen Amtskollegen Borut Pahor mit
militärischen Ehren begrüßt, einen kleinen Empfang gab es auch beim
österreichischen Botschafter Clemens Koja. Danach ging es in die
Gottschee - zum ersten gemeinsamen Besuch zweier Präsidenten bei der
deutschsprachigen Volksgruppe.

Fischer und Pahor betonten beide, dass sie miteinander Gespräche
voller Respekt und auf Augenhöhe führen würden. Gemeinsam mit Kaiser
hörten sie sich in Kocevje/Gottschee die Anliegen der
Volksgruppenvertreter an, denen es um Anerkennung als autochthone
Minderheit und Unterstützung bei der Erhaltung ihrer Sprache und
Kultur geht. Fischer sagte, dass er sich viele Jahre lang für die
Rechte der slowenischen Volksgruppe in Österreich eingesetzt habe und
genauso für eine faire Behandlung der deutschsprachigen Volksgruppe
in Slowenien. Er habe schon mit dem vorigen slowenischen
Staatspräsidenten Danilo Türk über einen Gottschee-Besuch gesprochen,
mit Pahor sei nun dieser verwirklicht worden. Dieser gemeinsame
Besuch werde bestimmt einiges ermöglichen, auch aufbauend auf dem
österreichisch-slowenischen Kulturabkommen von 2001. Der
Bundespräsident betonte weiters, dass ihm Sprachförderung ein großes
Anliegen sei und Österreich diese in Zukunft verstärkt unterstützen
wolle.

Pahor unterstrich, dass er in allen seinen bisherigen politischen
Funktionen zu Gesprächen über die deutschsprachige Volksgruppe bereit
gewesen sei. Die Türen würden bei ihm offen stehen. Er signalisierte
seine Bereitschaft, im Rahmen des Kulturabkommens und der Verfassung
die deutschsprachige Volksgruppe in Slowenien noch mehr als bisher zu
unterstützen. In diesem Sinne wolle er sich einsetzen. Das Gespräch
mit Fischer in der Gottschee sei ihm sehr wichtig gewesen.

Landeshauptmann Kaiser zeigte sich nach den konstruktiven
Gesprächen sehr erfreut über die erfolgte Annäherung. "Allein das
Treffen der beiden Präsidenten zeigt, wie wichtig die Anliegen der
deutschsprachigen Volksgruppe genommen werden. Ich denke, wir gehen
in eine gedeihliche Zukunft", so Kaiser.

In der Gottschee stand noch eine geführte Besichtigung der
Dauerausstellung über die Geschichte der deutschsprachigen
Volksgruppe am Programm. Danach wurde ein Kulturprogramm mit Liedern
und Gedichten der Gottscheer geboten. Heute Abend wird noch ein
Empfang im Präsidentenpalast in Laibach stattfinden. Der Kärntner
Landeshauptmann ist dann morgen, Montag, wieder bei einem Termin in
Bled dabei. Dort findet das Strategieforum mit einer hochkarätig
besetzten Podiumsdiskussion (ab ca. 15.45 Uhr) zum Thema "A Changing
Europa in a Changing World" statt.
(Schluss)

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