Hilfe für Flüchtlingskinder aus Syrien

Hilfswerk Austria International nimmt sich insbesondere der psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen an.

Wien (OTS) - Ein Kind, das zusehen muss, wie sein Zuhause niederbrennt.
Ein Kind, das die Todesangst seiner Eltern spürt.
Ein Kind, das miterlebt, wie Nachbarn im Kugelhagel sterben. Hunderttausende Kinder müssen vor Hass und Zerstörung aus Syrien fliehen: Sie brauchen unsere Hilfe!

Hilfswerk Austria International nimmt sich insbesondere der psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen an, die aus Syrien flüchten konnten und die jetzt mit ihren Familien in Burj Hammoud, einem Vorort von Beirut, unter teils erbärmlichen Zuständen leben. In einem Gemeindezentrum bekommen derzeit über 150 Mädchen und Buben, die Gewalt erlebt und Zerstörung mitangesehen haben, professionelle Hilfe bei der Verarbeitung und Bewältigung ihrer Traumen. Es geht zuerst einmal vor allem darum, dass die Kinder und Jugendlichen Vertrauen zu den Sozialarbeiterinnen aufbauen. Sie werden ermutigt, über ihre Sorgen und Ängste zu sprechen und über das, was sie in Syrien erlebt haben. Die Kinder spüren, dass jemand ihre unsichtbaren aber tiefen Wunden sieht. Alleine dadurch, dass sie jeden Tag für einige Stunden aus der Enge ihrer Flüchtlingsunterkunft herauskommen und Aufmerksamkeit erfahren, wird ihr Schmerz gelindert.

Auch die Mütter der Kinder machen bei den Aktivitäten mit - dabei geht es vor allem um ihre Gesundheit und Sicherheit.
Der Bedarf an psychosozialer Unterstützung ist enorm. Bereits beim Start des Hilfsprojektes kamen jeden Tag 90 Kinder, die sich registrieren lassen wollten. Es gibt sehr viele weitere Anfragen. Die Kapazitäten sind derzeit allerdings begrenzt. Hilfswerk Austria International bemüht sich dennoch, so viele Kinder und Jugendliche wie möglich in das Programm aufzunehmen. Außerdem unterstützen wir die Familien mit Gütern des täglichen Bedarfs. Sie erhalten Gutscheine, die sie in den umliegenden Geschäften einlösen können. Davon profitiert auch die Wirtschaft im Libanon.
Bei einer internationalen militärischen Intervention ist davon auszugehen, dass die Zahl der Flüchtlinge rapide ansteigen wird. Schon jetzt kommen jeden Tag 3000 Menschen über die Grenze in den Libanon - einem Land, gerade einmal so groß wie Tirol. Die Grenzen für die Hilfesuchenden sind offen. Und das, obwohl zu den vier Millionen Einwohnern schon über eine Millionen Flüchtlinge dazukommen und die Infrastruktur in keiner Weise ausreicht.

SPENDEN: Hilfswerk Austria International PSK 90.001.002 BLZ 60.000 Kennwort "Syrien"
IBAN: AT716 000 000 090 001 002 BIC: OPSKATWW

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Hilfswerk Austria International, Kommunikation
Mag. Romana Klär oder Edith Hütthaler
Tel.: 01/405 75 00-13,
mailto: romana.klaer@hwa.or.at oder edith.huetthaler@hwa.or.at

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