- 28.08.2013, 15:04:08
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Moser zu Grasser-Abschlussbericht: Justiz muss rasch entscheiden
Netzwerk von dubiosen Briefkastenfirmen enttarnt
Utl.: Netzwerk von dubiosen Briefkastenfirmen enttarnt =
Wien (OTS) - "Der Abschlussbericht über die Steuerakte von Karl-Heinz
Grasser zeigt ein raffiniertes, komplexes Firmengeflecht zur
Vertuschung von Zahlungsströmen, dessen einziger Zweck laut
Finanzbehörden der Abgabenhinterziehung dient", stellt die
Bautensprecherin der Grünen, Gabriela Moser, angesichts der von
Grasser geäußerten "Nichtnachvollziehbarkeit" fest. Warum wird ein
derartig aufwändiges Firmengeflecht entwickelt und Geld im Kreis
geschickt? Bereits im Frühjahr 2010 wies Moser auf die eigenartige
Konstruktion der Firmen "Mandarin" und "Ferint" hin. "Ich bin
gespannt, wann nun die Justiz über eine Anklage entscheidet. Der
Sachverhalt ist eindeutig, es fehlen im Gegensatz zum BUWOG-Akt keine
Unterlagen aus der Schweiz. Einer raschen Aufarbeitung steht also
nichts im Weg."
"Dass die verschlungenen Geldströme aus Honoraren und Provisionen
zweifelhafter Herkunft allein der Steuerhinterziehung und
Herkunftsverschleierung dienten, erscheint offensichtlich. Dadurch
dürfte Grasser dem Schicksal Al Capones nahe kommen. Es entbehrt
nicht einer gewissen Pikanterie, dass ein ehemaliger Finanzminister
vorgibt, keine Ahnung von Steuerregelungen zu haben und sich
praktisch zwei Luxusimmobilien steuerfrei zu erschleichen versucht.
Vor allem, wenn man bedenkt, dass Grasser eine
Anti-Korruptions-Broschüre für Finanzbeamte herstellen ließ, die vor
Offshore-Konstruktionen warnte. Jedenfalls ist nun Grassers weiße
Weste befleckt und sein Netzwerk von Briefkastenfirmen für dubiose
Geldflüsse enttarnt", meint Moser.
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