Moser zu Grasser-Abschlussbericht: Justiz muss rasch entscheiden

Netzwerk von dubiosen Briefkastenfirmen enttarnt

Wien (OTS) - "Der Abschlussbericht über die Steuerakte von Karl-Heinz Grasser zeigt ein raffiniertes, komplexes Firmengeflecht zur Vertuschung von Zahlungsströmen, dessen einziger Zweck laut Finanzbehörden der Abgabenhinterziehung dient", stellt die Bautensprecherin der Grünen, Gabriela Moser, angesichts der von Grasser geäußerten "Nichtnachvollziehbarkeit" fest. Warum wird ein derartig aufwändiges Firmengeflecht entwickelt und Geld im Kreis geschickt? Bereits im Frühjahr 2010 wies Moser auf die eigenartige Konstruktion der Firmen "Mandarin" und "Ferint" hin. "Ich bin gespannt, wann nun die Justiz über eine Anklage entscheidet. Der Sachverhalt ist eindeutig, es fehlen im Gegensatz zum BUWOG-Akt keine Unterlagen aus der Schweiz. Einer raschen Aufarbeitung steht also nichts im Weg."

"Dass die verschlungenen Geldströme aus Honoraren und Provisionen zweifelhafter Herkunft allein der Steuerhinterziehung und Herkunftsverschleierung dienten, erscheint offensichtlich. Dadurch dürfte Grasser dem Schicksal Al Capones nahe kommen. Es entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie, dass ein ehemaliger Finanzminister vorgibt, keine Ahnung von Steuerregelungen zu haben und sich praktisch zwei Luxusimmobilien steuerfrei zu erschleichen versucht. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Grasser eine Anti-Korruptions-Broschüre für Finanzbeamte herstellen ließ, die vor Offshore-Konstruktionen warnte. Jedenfalls ist nun Grassers weiße Weste befleckt und sein Netzwerk von Briefkastenfirmen für dubiose Geldflüsse enttarnt", meint Moser.

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