Alpbach: Standortpolitik im Fokus der Tourismuswirtschaft

"Was ist wichtiger für Wirtschaftsstandort: Industrie oder Tourismus?" - Arbeitskreis der WKÖ-Bundessparte Tourismus erörtert Maßnahmen für erfolgreiche Standortpolitik "Was ist wichtiger für Wirtschaftsstandort: Industrie oder Tourismus?" - Arbeitskreis der WKÖ-Bundessparte Tourismus erörtert Maßnahmen für erfolgreiche Standortpolitik - BILD

Alpbach (OTS/PWK598) - Die branchenintern wichtigste Tourismusveranstaltung des Jahres - der Tourismusarbeitskreis der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) - fand heute, Mittwoch, in Kooperation mit der Industriellenvereinigung (IV) Tirol, in Alpbach statt. Ziel des Arbeitskreises mit dem Titel: "Was ist wichtiger für den Wirtschaftsstandort Österreich: Industrie oder Tourismus?" war es, konkrete Maßnahmen und politische Empfehlungen für eine erfolgreiche Standortpolitik Österreichs im europäischen und globalen Wettbewerb zu formulieren, zu diskutieren und der Politik ins Bewusstsein zu rufen. Angesichts der aktuellen, hitzigen Wahlkampfdebatte über den Zustand des Wirtschaftsstandortes Österreich diskutierten Experten mit mehr als 130 Teilnehmern über Zukunftspotenziale.

Im Rahmen einer hochkarätigen Expertengruppe unter der Leitung von WKÖ-Tourismusobmann Hans Schenner und IV-Tirol Präsident Reinhard Schretter diskutierten Andreas Braun (Wattens Regionalentwicklung), Birgit Pikkemaat (Institut für innovativen Tourismus), Monika Bachinger (Initiative Regionalmanagement Ingolstadt), Richard Piock (Durst AG), Petra Stolba (Österreich Werbung) und Harald Ultsch (Wirtschaftskammer Tirol). "Das Erholungs- und Tourismusland Österreich wird auch durch das Industrieland Österreich positiv beeinflusst. Dies gilt es durch ein sinnvolles Miteinander von Tourismus und Industrie abzusichern und auszubauen. Die heutige Veranstaltung ist unser konstruktiver Beitrag zur Diskussion für eine erfolgreiche Standortpolitik", erklärte IV-Tirol Präsident Schretter.

Neben der Frage der Abgrenzung von Tourismus und Industrie als Standortfaktoren wurden besonders die Chancen und Grenzen von Kooperationen in das Zentrum der Diskussion gestellt. "Wesentlich bleibt, dass wir alle von guter und gleichberechtigter Standortpolitik profitieren. Das ist - bei allem Lobbying für die eigenen Mitgliederinteressen - ein gemeinsames Ziel", betonte WKÖ-Tourismusobmann Schenner.

Wissenschaftlich begleitet wurde der Arbeitskreis durch eine Pilotstudie des Instituts für innovativen Tourismus Innsbruck, um die Fragestellung des Arbeitskreises am regionalen Beispiel Tirol zu analysieren. Studienautorin Birgit Pikkemaat stellte acht Maßnahmen für die Steigerung der Wertschöpfung am Tiroler Wirtschaftsstandort vor. Diese Vorschläge reichen von ganz konkreten Handlungsempfehlungen wie "Cross-Marketing" - so könnte beispielsweise die Industrie auf ihren Verpackungen auch das Tourismusland Österreich bewerben - bis hin zu branchenübergreifendem Management, um Regionen bei diesem Prozess zu unterstützen. Neben der regionalen Betrachtung wurden die Ansätze in einem nationalen und überregional-europäischen Kontext diskutiert.

"Die Diskussion im Arbeitskreis hat gezeigt, dass wir hier die richtige Initiative gesetzt haben, um Produktion und Dienstleistung zu vernetzen. Wir werden den 'Standortdialog Industrie-Tourismus', den wir heute vertiefen konnten, sicherlich weiterführen", so Schretter und Schenner abschließend. (ES)

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig. Die Branche erwirtschaftet eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 42 Milliarden
Euro, das sind mehr als 15 Prozent des BIP.

Nähere Informationen zur Pilotstudie "Vernetzungspotenzial Tourismus" (Institut für innovativen Tourismus) sind unter folgendem Link abrufbar:
http://portal.wko.at/wk/dok_detail_file.wk?angid=1&docid=2168414&stid
=745592

Rückfragen & Kontakt:

Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Mag. Rainer Ribing
Telefon: +43 (0)5 90 900 3567
E-Mail: rainer.ribing@wko.at
Internet: http://wko.at/bstf

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