- 28.08.2013, 12:54:11
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Ganztagsschule: Schülerunion fordert schulautonome Entscheidungen durch die Schulpartner
Neuer Schmied-Vorschlag entzieht Schulpartnern Mitbestimmungsrecht
Utl.: Neuer Schmied-Vorschlag entzieht Schulpartnern
Mitbestimmungsrecht =
Wien (OTS) - Einen neuen Abstimmungsmodus und mehr Geld in den Ausbau
der Ganztagsschulen zu investieren, forderte Ministerin Claudia
Schmied im heutigen "Ö1-Morgenjournal". Unmut kommt aus den Reihen
der Schülervertreter: Die Schülerunion befürchtet eine Einführung der
Ganztagsschule durch die Hintertür und weniger Mitspracherecht der
Schulpartner. ****
"Als Schülerunion begrüßen wir natürlich den Ausbau des Angebots der
Ganztagsbetreuung. Allerdings muss die Entscheidung an jedem Standort
auf freiwilliger Basis gefällt werden. Schulen sollen durch einen
gemeinsamen Beschluss von betroffenen Eltern, Lehrern und Schülern
das Angebot erweitern können. Wozu haben wir sonst die
Schulpartner?", fragt sich Bundesobmann Thomas Gaar.
Derzeit reicht eine Zweidrittelmehrheit der Eltern und Lehrer. Die
Schülerunion fordert, dass die Notwendigkeit einer
Zweidrittelmehrheit bestehen bleibt und die Miteinbeziehung der
Schüler gesetzlich verankert wird. Statt eine Stärkung der
Schulautonomie und Schulpartnerschaft zu fordern, gehen die letzten
Vorschläge von der Ministerin in die Gegenrichtung. Jeder
Schulstandort muss die Möglichkeit haben, individuell den Schulalltag
zu gestalten - egal, ob es um die Schulform oder die Schaffung der
passenden Rahmenbedingungen, wie Sportangebote, Lern- und
Pausenräume, geht.
"Das Konzept der ganztägigen Betreuung der Schüler kann nur
funktionieren, wenn alle - Eltern, Lehrer und Schüler - an der Schule
gemeinsam hinter der Entscheidung stehen. Wir fordern weniger Politik
und mehr Autonomie in unseren Schulen", betont Gaar.
Die Schülerunion ist die größte Interessensvertretungsorganisation
für Österreichs Schüler. Über 30.000 Mitglieder vernetzen sich, um
sich auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene für eine Verbesserung der
Schule auf Basis der Schülerinteressen einzusetzen. Entsprechende
Forderungen bringt die Schülerunion zusätzlich im Rahmen der
Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie im kommenden Schuljahr
26 von 27 Landesschulsprechern stellt.
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