KONSUMENT: Unfallversicherungen für Sportler - nicht alles automatisch abgedeckt

Versicherte Aktivitäten variieren von Anbieter zu Anbieter

Wien (OTS/VKI) - Ein Unfall in der Freizeit kann nicht nur gesundheitlich, sondern auch finanziell gravierende Folgen haben. Zwar trägt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Therapie und Rehabilitation. Sie ersetzt jedoch nicht Berge- und Rückholkosten, den Verdienstausfall bei Dauerinvalidität oder einen eventuell nötigen Wohnungsumbau. Wer sich für solche Fälle absichern möchte, kann eine private Unfallversicherung abschließen. Doch nicht jede Sportart ist dabei automatisch miteingeschlossen. Manche riskantere Aktivitäten können nur bedingt oder gar nicht versichert werden. Die Definition von "riskant" variiert von Versicherer zu Versicherer, wie eine aktuelle Erhebung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zeigt. Einem einheitlichen Schema folgen die Assekuranzen dabei nicht. Die Ergebnisse im Detail gibt es unter www.konsument.at und ab dem 29.8. in der September-KONSUMENT.

Während viele weniger unfallträchtige Sportarten automatisch mitversichert sind, ist bei riskanteren Aktivitäten Versicherungsschutz oft nur mit Einschränkungen - etwa mit höheren Prämien oder Selbstbehalt - zu haben. Welcher Sport als "Risikosport" gilt, wird von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich bewertet. Kletterer genießen häufig bis zum vierten Schwierigkeitsgrad Versicherungsschutz, darüber hinaus jedoch nicht mehr. Ähnlich auch bei den Tauchern, die oft ab einer Tauchtiefe von 30 bis 40 Metern keine Versicherung mehr abschließen können. Bedenken haben viele Versicherer zudem bei Bungee-Jumping oder Kampfsportarten wie Vollkontakt-Karate, Boxen oder Kickboxen.

Andere Sportler werden von den Assekuranzen von vornherein ausgeschlossen. Dazu zählen etwa Piloten oder Besatzungsmitglieder von Segelflugzeugen oder Heißluftballons, aber auch Teilnehmer von Motorsportwettbewerben. Auch Downhill-Mountainbiken ist oft nicht versicherbar.

KONSUMENT-Tipps:

- Angebote vergleichen: Wer eine riskante Sportart betreibt und sich absichern möchte, sollte Angebote von verschiedenen Versicherern einholen. In einigen Fällen kann es auch hilfreich sein, einen unabhängigen Berater oder Makler zu konsultieren, da man auf diese Weise oft günstigere Konditionen bekommt.

- Geändertes Risiko melden: Hat man bereits einen bestehenden Vertrag und entscheidet sich neu für eine risikoreiche Sportart, muss die Versicherung darüber informiert werden. Sie ist dann berechtigt, den Vertrag zu ändern oder auch zu kündigen. Verschweigt man der Versicherung risikoreiche Sportarten, zahlt diese im Ernstfall eventuell nicht.

SERVICE: Den ausführlichen Bericht zu Unfallversicherungen für Sportler gibt es online unter www.konsument.at sowie ab dem 29.8. im September-KONSUMENT.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
amorawetz@vki.at
www.konsument.at

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