- 21.08.2013, 14:15:23
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Grünewald: Absolute Transparenz und Aufklärung bei Datenweitergabe von Ärzten sofort notwendig
Grüne fordern offene und breite Diskussion mit Resultaten
Utl.: Grüne fordern offene und breite Diskussion mit Resultaten =
Wien (OTS) - "Dass gesundheitspolitische Entscheidungen oft ohne
ausreichende und wissenschaftlich abgesicherte Datenlage gefällt
werden, ist ein altbekanntes Problem", kritisiert der Grüne
Gesundheitssprecher Kurt Grünewald.
Es ist von hohem wissenschaftlichem Interesse welche Medikamente bei
welchen Diagnosen und Altersgruppen zur Anwendung kommen. Derartige
Daten lassen auch Rückschlüsse auf die Qualität einer Behandlung zu.
Ganz anders verhält es sich aber bei der Datenweitergabe
verschriebener Medikamente an Marktforschungsinstitute und damit wohl
letztlich auch an Pharmafirmen gegen Bezahlung. Selbst bei
ausreichend verschlüsselten und anonymisierten Daten muss hier die
mangelnde Information von PatientInnen kritisiert und der
gesundheitspolitische Nutzen stark in Zweifel gezogen werden.
"Die Weitergabe von PatientInnendaten an Firmen ist bei ELGA
gesetzlich untersagt und allein der Versuch eines diesbezüglichen
Handels mit hohen Strafen belegt", analysiert Grünewald die
derzeitige Situation. "Die genannten Summen, die Ärztinnen für diese
Datenweitergabe bekommen haben sollten, scheinen mir auch für diesen
Aufwand deutlich zu niedrig. Daher ist eine Untersuchung durch die
Korruptionsstaatsanwaltschaft notwendig. Dass es immer wieder
schwarze Schafe bei verschiedensten Berufsgruppen gibt, darf
keinesfalls zur Bagatellisierung dieses Handelns führen. In diesem
Bereich darf es kein einziges Schwarzes Schaf geben!"
"Wenn Pharmafirmen einen Ehrenkodex verfasst haben, ist der
Datenschutz auch in diesem Kodex zu verankern.
Meinungsforschungsinstitute täten gut daran auch die Art und Weise
Ihres Datenzugangs klar und transparent zu regeln. Hier sollte auch
der notwendige politische Druck nicht lange auf sich warten lassen",
schließt Grünewald.
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