Ärztinnen und Ärzte arbeiten auf höchstem Niveau

99,99 Prozent aller ärztlichen Behandlungen in Wien verlaufen ohne Fehler - Unnötige Verunsicherung von Patienten

Wien (OTS) - Als "unnötige und populistisch motivierte Verunsicherung von Patienten" bezeichnete Wiens Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres die heute, Freitag, von Patientenanwalt Gerald Bachinger veröffentlichten angeblichen "Horror-Zahlen" von ärztlichen Behandlungsfehlern. "Unsere Ärztinnen und Ärzte arbeiten höchst professionell, 99,99 Prozent aller ärztlichen Behandlungen in Wien verlaufen fehlerfrei", so Szekeres. ****

Wer die Zahl von Fehlbehandlungen heranziehe, müsse gleichzeitig immer auch einen Blick auf die Gesamtzahl ärztlicher Behandlungen werfen. "In Wien beispielsweise gibt es jährlich ungefähr 33 Millionen Patientenkontakte in den Spitälern sowie im niedergelassenen Bereich. Das bedeutet, dass es lediglich bei 0,01 Prozent aller ärztlichen Behandlungen zu Fehlern kommt." Dies sei eine Zahl, die äußerst gering sei und keinen internationalen Vergleich zu scheuen brauche.

Trotzdem, so Szekeres weiter, sei jeder einzelne Behandlungsfehler "einer zu viel". Daher sei es der Ärztekammer auch ein wichtiges Anliegen, sich in sämtlichen Gremien zur Qualitätssicherung intensiv einzubringen. Eines werde man aber nie erreich können, nämlich ärztliche Behandlungsfehler zu 100 Prozent zu eliminieren: "Wo Menschen arbeiten, da können auch Fehler passieren. Daher muss es unser gemeinsames Ziel sein, auch in Österreich eine entsprechende Fehlerkultur zu entwickeln und so die Zahl von Fehlern so weit wie möglich zu senken."

Szekeres wirft Bachinger vor, die gesamte österreichische Ärzteschaft bewusst in ein schlechtes Licht zu rücken, anstatt sich für die Bekämpfung gesundheitspolitische Missstände im Land einzusetzen. "Von einer Patientenanwaltschaft wünsche ich mir mehr konstruktive Beiträge zur Gesundheitspolitik, vor allem um drohende Versorgungsengpässe zu verhindern." Szekeres spielt hier vor allem auf die Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die Nuklearmedizin an, wo speziell in Wien eine akute Mangelversorgung herrscht.

Für einen Patientenanwalt gebe es jedenfalls genügend lohnende Betätigungsfelder. Statt unqualifizierter Angriffe auf die Ärzteschaft solle Bachinger lieber "konstruktiv an der Lösung von gesundheitspolitischen Problemen mitwirken und sich damit um das Wohl der von ihm vertretenen österreichischen Patienten kümmern", so Szekeres abschließend. (ssch)

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