- 16.08.2013, 11:10:08
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Ärztinnen und Ärzte arbeiten auf höchstem Niveau
99,99 Prozent aller ärztlichen Behandlungen in Wien verlaufen ohne Fehler - Unnötige Verunsicherung von Patienten
Utl.: 99,99 Prozent aller ärztlichen Behandlungen in Wien verlaufen
ohne Fehler - Unnötige Verunsicherung von Patienten =
Wien (OTS) - Als "unnötige und populistisch motivierte Verunsicherung
von Patienten" bezeichnete Wiens Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres
die heute, Freitag, von Patientenanwalt Gerald Bachinger
veröffentlichten angeblichen "Horror-Zahlen" von ärztlichen
Behandlungsfehlern. "Unsere Ärztinnen und Ärzte arbeiten höchst
professionell, 99,99 Prozent aller ärztlichen Behandlungen in Wien
verlaufen fehlerfrei", so Szekeres. ****
Wer die Zahl von Fehlbehandlungen heranziehe, müsse gleichzeitig
immer auch einen Blick auf die Gesamtzahl ärztlicher Behandlungen
werfen. "In Wien beispielsweise gibt es jährlich ungefähr 33
Millionen Patientenkontakte in den Spitälern sowie im
niedergelassenen Bereich. Das bedeutet, dass es lediglich bei 0,01
Prozent aller ärztlichen Behandlungen zu Fehlern kommt." Dies sei
eine Zahl, die äußerst gering sei und keinen internationalen
Vergleich zu scheuen brauche.
Trotzdem, so Szekeres weiter, sei jeder einzelne Behandlungsfehler
"einer zu viel". Daher sei es der Ärztekammer auch ein wichtiges
Anliegen, sich in sämtlichen Gremien zur Qualitätssicherung intensiv
einzubringen. Eines werde man aber nie erreich können, nämlich
ärztliche Behandlungsfehler zu 100 Prozent zu eliminieren: "Wo
Menschen arbeiten, da können auch Fehler passieren. Daher muss es
unser gemeinsames Ziel sein, auch in Österreich eine entsprechende
Fehlerkultur zu entwickeln und so die Zahl von Fehlern so weit wie
möglich zu senken."
Szekeres wirft Bachinger vor, die gesamte österreichische
Ärzteschaft bewusst in ein schlechtes Licht zu rücken, anstatt sich
für die Bekämpfung gesundheitspolitische Missstände im Land
einzusetzen. "Von einer Patientenanwaltschaft wünsche ich mir mehr
konstruktive Beiträge zur Gesundheitspolitik, vor allem um drohende
Versorgungsengpässe zu verhindern." Szekeres spielt hier vor allem
auf die Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die Nuklearmedizin an, wo
speziell in Wien eine akute Mangelversorgung herrscht.
Für einen Patientenanwalt gebe es jedenfalls genügend lohnende
Betätigungsfelder. Statt unqualifizierter Angriffe auf die
Ärzteschaft solle Bachinger lieber "konstruktiv an der Lösung von
gesundheitspolitischen Problemen mitwirken und sich damit um das Wohl
der von ihm vertretenen österreichischen Patienten kümmern", so
Szekeres abschließend. (ssch)
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