- 14.08.2013, 10:35:43
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1. Halbjahr 2013: Boehringer Ingelheim weiterhin auf Wachstumskurs
Wien (OTS) -
- Umsatz währungsbereinigt um 3,1 Prozent auf rund 7,1 Milliarden
Euro gesteigert
- Wachstumstreiber PRADAXA(R), TRAJENTA(R) und SPIRIVA(R)
- Weiteres Wachstum für das laufende Geschäftsjahr geplant
Das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim ist im
ersten Halbjahr 2013 trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter
gewachsen. So stieg der Umsatz währungsbereinigt um 3,1 Prozent im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 7,1 Milliarden Euro (auf
Euro-Basis: -0,7 Prozent). Wachstumstreiber waren vor allem der orale
Gerinnungshemmer PRADAXA(R), TRAJENTA(R) gegen Typ-2-Diabetes und
SPIRIVA(R) zur Behandlung der chronisch-obstruktiven
Lungenerkrankung.
"Das erste Halbjahr war von zahlreichen Herausforderungen geprägt,
wie beispielsweise von einem kontinuierlich steigenden Kostendruck in
den Gesundheitssystemen, nicht nur in Europa. So hat der globale
Markt für verschreibungspflichtige Medikamente - der relevanteste für
Boehringer Ingelheim - im ersten Quartal nahezu stagniert*", erklärte
Prof. Dr. Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung, bei
der Vorlage der Geschäftszahlen für die ersten sechs Monate des
Jahres 2013. Dies erfordere, kontinuierlich weltweit alle Strukturen
und Prozesse zu überprüfen und anzupassen, um flexibel auf die sich
rapide verändernden Markt- und Rahmenbedingungen reagieren zu können.
"Um unsere Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich auszubauen,
investieren wir weiterhin in die zukunftsbestimmenden Bereiche
unseres Unternehmensverbandes: Über unsere erneut gestiegenen
Ausgaben in Forschung und Entwicklung hinaus verbessern wir weiter
unsere Produktionsanlagen und Qualitätsprozesse. Außerdem bereiten
wir uns auf weitere Neueinführungen vor. So soll unter anderem im
Bereich Humanpharma noch in diesem Herbst Afatinib, ein neues
Medikament für die zielgerichtete Therapie von Lungenkrebs, in den
ersten Ländern auf den Markt kommen", sagte Andreas Barner. Die
Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA für das neue Medikament unter
dem Namen GILOTRIF(R) für Patienten mit einer bestimmten Art von
Lungenkrebs wurde im Juli erteilt. Für den europäischen Markt hat die
zuständige Behörde bereits die Zulassung befürwortet, sodass diese
für die kommenden Wochen erwartet wird. Neben Diabetes soll die
Onkologie ein zweites neues Indikationsgebiet des Unternehmens
werden.
Gesamtjahr 2013: Weiteres Wachstum geplant
Hubertus von Baumbach, Mitglied der Unternehmensleitung und
verantwortlich für den Bereich Finanzen, erklärte: "Auch unter den
schwierigen Umständen gehen wir davon aus, im Gesamtjahr 2013 weiter
zu wachsen. Bei einem stagnierenden Weltpharmamarkt erwarten wir, ein
Umsatzwachstum im unteren einstelligen Bereich zu realisieren. Dies
entspricht einem Wert, der gemäß unserer langfristigen Ausrichtung
über Markt liegen wird."
Hohe Investitionen
Boehringer Ingelheim plant auch 2013 hohe Investitionen in
Sachanlagen. "Alleine in Deutschland werden wir im Jahr 2013 rund 360
Millionen Euro investieren, das werden rund 50 Prozent des
Gesamtinvestitionsvolumens weltweit sein", sagte Hubertus von
Baumbach. Boehringer Ingelheim tut sich in Deutschland - wie andere
Unternehmen auch - mit dem Marktzugang für neue Medikamente besonders
schwer. So hat Boehringer Ingelheim im ersten Halbjahr in Deutschland
mit verschreibungspflichtigen Medikamenten nur rund 5,6 Prozent des
globalen Gesamtumsatzes in diesem Bereich erwirtschaftet.
Großteil des Umsatzes mit verschreibungspflichtigen
Medikamenten
Der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, dem
wichtigsten Geschäftsfeld von Boehringer Ingelheim, stieg
währungsbereinigt um 3,5 Prozent auf 5.341 Millionen Euro an und
machte damit rund 75 Prozent des Konzernumsatzes aus. Das
umsatzstärkste Präparat war nach wie vor SPIRIVA(R) - der Umsatz
erhöhte sich von hohem Niveau um währungsbereinigt 3,9 Prozent auf
1.826 Millionen Euro. Das neu im Markt eingeführte Diabetesmedikament
TRAJENTA(R) wächst weiter stark. Im Rahmen des AMNOG-Verfahrens wurde
dem Präparat kein Zusatznutzen zugesprochen. Daher ist TRAJENTA(R) in
Deutschland nicht erhältlich - eine Entscheidung, die sowohl Ärzte
als auch Fachverbände im Hinblick auf die Patientenversorgung
kritisch sehen. Hingegen erfährt das Präparat auf Märkten außerhalb
Deutschlands zunehmend Anerkennung. So erzielte Boehringer Ingelheim
mit TRAJENTA(R) im ersten Halbjahr 2013 Umsatzerlöse von rund 200
Millionen Euro. Mit PRADAXA(R) zur Verhinderung des Schlaganfalls bei
Patienten mit Vorhofflimmern und zur Verhinderung von Venenthrombosen
nach Knie- oder Hüftgelenksoperationen erwirtschaftete Boehringer
Ingelheim im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatz von 612 Millionen
Euro. Währungsbereinigt bedeutet dies einen Anstieg um 27,9 Prozent.
Mittlerweile liegen für PRADAXA(R) Zulassungen aus mehr als 100
Ländern vor.
Der Umsatz mit frei verkäuflichen Arzneimitteln hat im ersten
Halbjahr 2013 währungsbereinigt um 8,3 Prozent auf 712 Millionen Euro
zugenommen. Dies entspricht rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes.
Internationale Kernmarken sind BUSCOPAN(R), DULCOLAX(R),
MUCOSOLVAN(R), PHARMATON(R) und BISOLVON(R). Im Juni hat Boehringer
Ingelheim das Präparat VAPRINO(R) zur Behandlung von akutem Durchfall
in Deutschland auf den Markt gebracht. Einen Monat später folgte die
deutschlandweite Einführung von BOXAGRIPPAL(R) zur Behandlung von
Erkältungssymptomen. Boehringer Ingelheim belegt weltweit Platz
sieben der größten Unternehmen der Selbstmedikation.
Im Geschäftsbereich Tiergesundheit hat Boehringer Ingelheim im
Berichtszeitraum 526 Millionen Euro erlöst, das sind
währungsbereinigt 1,5 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten
des Vorjahres. Die Impfstoffe für Schweine aus der Produktfamilie
INGELVAC waren erneut der Hauptwachstumstreiber. Seit dem Frühjahr
ist das Präparat PEXION(R) zur Behandlung von Epilepsie bei Hunden in
Europa auf dem Markt.
Im Geschäftsbereich Biopharmazeutika ging der Umsatz in der ersten
Jahreshälfte währungsbereinigt um 21,2 Prozent zurück auf 168
Millionen Euro. Im Berichtszeitraum waren plangemäß Lieferverträge
mit Drittkunden ausgelaufen.
Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna
Das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna trägt die
Verantwortung für das Geschäft mit verschreibungspflichtigen
Medikamenten, rezeptfreien Präparaten sowie Tierarzneimitteln von
Boehringer Ingelheim in Österreich sowie in mehr als 30 Ländern der
Region Mittel- und Osteuropa. Darüber hinaus wird von Wien aus die
gesamte klinische Forschung der Region gesteuert. Wien ist Zentrum
für Krebsforschung sowie Standort für bio-pharmazeutische Forschung,
Entwicklung und Produktion im internationalen Unternehmensverband.
Auch in der Grundlagenforschung engagiert sich Boehringer Ingelheim
und ist hier mit dem Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie
Wien (IMP) vertreten. Damit zählt Boehringer Ingelheim zu den
forschungsintensivsten pharmazeutischen Unternehmen in Österreich.
Insgesamt erzielte das Regional Center Vienna im Geschäftsjahr 2012
Gesamterlöse in der Höhe von EUR 851,9 Mio und beschäftigte in der
Region Mittel- und Osteuropa 3160 Mitarbeiter, davon mehr als 1300 in
Österreich.
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