- 12.08.2013, 14:39:38
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LH Kaiser bei Euregio-Präsident Luca Zaia
Erstes offizielles Arbeitsgespräch in Venedig - Euregio "Senza Confini - ohne Grenzen" soll rasch operativ werden
Utl.: Erstes offizielles Arbeitsgespräch in Venedig - Euregio "Senza
Confini - ohne Grenzen" soll rasch operativ werden =
Venedig, Klagenfurt (OTS/LPD) - Heute, Montag, kam es in Venedig zum
ersten offiziellen Zusammentreffen und Arbeitsgespräch zwischen
Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser und dem Präsidenten des Veneto,
Luca Zaia, der derzeit auch amtsführender Präsident der Euregio
"Senza Confini - ohne Grenzen" ist. Besprochen wurden weitere
Schritte und Schwerpunkte der Euregio sowie ihre Weiterentwicklung
bzw. Erweiterung. Derzeitige Partner sind Kärnten, Friaul-Julisch
Venetien und der Veneto, dazukommen sollten noch Slowenien und
Regionen Kroatiens.
In einer gemeinsamen Pressekonferenz im Palazzo Balbi hoben der
Landeshauptmann und sein italienischer Amtskollege das sachlich
konstruktive Gesprächsklima hervor. Gemeinsam setze man auf mehr
Kooperation und werde die Beziehungen weiter ausbauen. Ein Thema
bildete die Einberufung der ersten Versammlung der Euregio durch
Präsident Zaia. Die Geschäftsordnung solle rasch in Kraft gesetzt
werden. "Wir wollen rasch operativ werden, wobei die Politik die
Strategien vorgibt, so Zaia.
Betont wurde zudem die große Wichtigkeit der
Baltisch-Adriatischen-Verkehrsachse mit den Herzstücken Koralmbahn
und Semmeringtunnel. Sie werde große wirtschaftliche und logistische
Chancen eröffnen, damit die Wirtschaft stärken und neue Arbeitsplätze
schaffen, betonten Kaiser und Zaia. Der Korridor wird Priorität durch
die TEN-Verordnung seitens der EU bzw. des Europäischen Parlamentes
erhalten, womit EU-Förderungsmittel verbunden sind. Mit der
endgültigen Entscheidung dafür rechnet Kaiser im Herbst. Zaia verwies
auf die dadurch entstehende Direktverbindung zwischen den Häfen der
Nordsee und der Adria, was einen enormen zeitlichen Vorteil schaffen
werde.
Kaiser hob weiters hervor, dass Kooperationen und Investition in
Bildung von extremer Bedeutung seien. In diesem Sinne werde man den
Bildungsaustausch forcieren, z.B. durch das von Kärnten,
Friaul-Julisch Venetien und Slowenien gegründete trilaterale
Bildungsnetzwert "drei-tre-tri". Hauptziele seien die nachhaltige
Etablierung grenzüberschreitender, mehrsprachiger
Bildungskooperationen im Sinne trilateraler Unterrichts- und
Schulentwicklung, die Vernetzung länderübergreifender Projekte und
der Informationsaustausch. Eng zusammenarbeiten wolle man auch im
Gesundheits- und Sozialbereich, dabei den Know-how-Austausch fördern
und EU-Mittel für neue Projekte lukrieren.
Bei der Pressekonferenz von Kaiser und Zaia herrschte großes
Journalisteninteresse. Es wurden auch Fragen zu den steuerlichen
Rahmenbedingungen in Österreich gestellt. Kaiser konnte in diesem
Zusammenhang das Gerücht entkräften, dass italienische Unternehmen
scharenweise nach Kärnten abwandern würden. Er klärte außerdem
darüber auf, dass die Entwicklungsagentur Kärnten (EAK) in den
Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) integriert wurde. Dies
solle eine Verbesserung der Strukturen in Abstimmung mit der Politik
bringen. Zudem solle dadurch die Vernetzung der Informationen und
Schritte bei Betriebsansiedlungen verstärkt werden.
An den Gesprächen in Venedig nahmen aus Kärnten auch
Landtagspräsident Reinhart Rohr und Nationalratsabgeordnete Christine
Muttonen teil. Teilnehmer seitens des Veneto waren Generalsekretär
Tiziano Baggio, Kabinettschef Fabio Gazzabin und Stefano Beltrame als
diplomatischer Berater.
(Schluss)
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