• 09.08.2013, 19:14:59
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DER STANDARD-Kommentar: "Straches Irrweg" von Elisabeth Steiner

"Turbulenzen in der Kärntner FPÖ"; Ausgabe vom 10./11. 8. 2013

Utl.: "Turbulenzen in der Kärntner FPÖ"; Ausgabe vom 10./11. 8. 2013 =

Wien (OTS) - Heinz-Christian Strache dürfte den Tag schon verflucht
haben, an dem er die doppelt gewendeten Kärntner Freiheitlichen von
ihrem "Irrweg" zurück in den Schoß der Mutterpartei geholt hat. Erst
bescherten die Kärntner ihm und sich selbst ein historisches
Wahldebakel bei der Landtagswahl. Jetzt droht in Kärnten eine weitere
ungebremste Talfahrt bei der Nationalratswahl.
Zudem sind die Kärntner Blauen in unzählige Korruptionsaffären
verwickelt, die auch schon bedrohlich in Richtung Bundeszentrale
schwappen. So wie etwa bei der jüngsten Affäre um die FPÖ-nahe
Werbeagentur Ideen.Schmiede, wo ebenfalls ein dringender Verdacht auf
Untreue, mögliche Kickbackzahlungen und illegale Parteienförderung
besteht - und in die auch FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl
verwickelt sein könnte, was er dementiert.
Es ist ja nicht so, dass Strache nicht gewarnt worden wäre vor der
Kärntner Malaise und den Herrenbauern-Brüdern Uwe und Kurt Scheuch,
die ihm Jörg Haiders verrottete Erbmasse überreicht hatten im
Glauben, dadurch selbst zu überleben. Doch Strache hat alle Warnungen
in den Wind geschlagen und mit Christian Ragger ein Relikt aus der
abgewählten FPK-Mannschaft akzeptiert, anstatt einen klaren
personellen Schnitt zu verlangen.
Die Kärntner Freiheitlichen werden wohl weiter zerbröseln. Wie es
scheint, dürfte auch Heinz-Christian Strache in Kärnten in die Irre
gelaufen sein.

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