• 09.08.2013, 10:09:12
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LH Kaiser auf Kosovo-Besuch

Landeshauptmann und Militärkommandant Gitschthaler bei österreichischen KFOR-Soldatinnen und -Soldaten

Utl.: Landeshauptmann und Militärkommandant Gitschthaler bei
österreichischen KFOR-Soldatinnen und -Soldaten =

Klagenfurt (OTS/LPD) - Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser befindet
sich derzeit gemeinsam mit Militärkommandant Brigadier Walter
Gitschthaler im Kosovo. Sie besuchen dort die österreichischen
Friedenssoldatinnen und -soldaten der unter NATO-Leitung stehenden
"Kosovo Force" (KFOR). Insgesamt versehen hier rund 5.000 Soldatinnen
und Soldaten aus 30 Nationen ihren Dienst. Das österreichische
Kontingent (AUTCON) ist das viertstärkste und umfasst derzeit rund
380 Personen, darunter sind rund 70 Kärntnerinnen und Kärntner.
Geführt wird das Kontingent vom Oberst des Generalstabsdienstes
Arnold Staudacher, der Kaiser und Gitschthaler gestern, Donnerstag,
freundlich empfing.

Kaiser war es wichtig, persönlich mit den Soldatinnen und Soldaten
zu sprechen und sich vor Ort ein Bild über ihren engagierten und
erfolgreichen Einsatz sowie über die Situation im Kosovo zu machen.
Die KFOR leistet Unterstützung beim Aufbau von Rahmenbedingungen im
Bereich Infrastruktur und Demokratie, um Perspektiven für die
Bevölkerung zu schaffen. Der Landeshauptmann wies darauf hin, dass
viele Kosovaren und Serben in Kärnten leben und arbeiten. Der Kosovo
hat zwar die jüngste Bevölkerung Europas, 60 Prozent sind unter 25,
aber auch eine sehr hohe Arbeitslosigkeit (65%) und einen geringen
Durchschnittsverdienst von 300 bis 400 Euro. Wie Kaiser in den
Gesprächen erfuhr, werde die Wahlbeteiligung bei den ersten
kosovoweiten Gemeinderatswahlen am 3. November als Gradmesser gesehen
- nämlich für die Akzeptanz des Übereinkommens zwischen Serbien und
der EU über den Kosovo und auch für den KFOR-Einsatz.

Kaiser und Gitschthaler besuchten verschiedene Stützpunkte, an
denen österreichische KFOR-Soldatinnen und -Soldaten im Einsatz
stehen, u.a. in Prizren oder an der nördlichen Grenze. Bei einem
Kärntnerabend im Hauptquartier in Pristina konnte der Landeshauptmann
gestern, Donnerstag, vor allen Kärntner Soldatinnen und Soldaten
sprechen: "Kärnten ist stolz auf Sie. Ich weiß, was Sie leisten und
welchen Stellenwert Ihr Einsatz für die friedens- und
demokratiesichernde Aufgabe hier hat. Namens des Landes Kärnten ein
herzliches Danke. Ich hoffe, dass Sie bald gesund nach Hause kommen."
Mit dabei hatte der Landeshauptmann ein Geschenk für Johann Klaffl,
das er ihm im Auftrag von dessen Frau mit in den Kosovo gebracht hat.
Beim Kärntnerabend dabei waren auch der Österreichische Botschafter
Johann Brieger mit Gattin und Andreas Fritz von der Kelag, die im
Kosovo ein Kraftwerk betreibt.

Militärkommandant Gitschthaler sprach von einem bewegenden Tag,
weil er selbst vor genau elf Jahren hier seinen Auslandseinsatz
absolviert habe. "In diesen elf Jahren hat sich vieles zum Positiven
entwickelt, wie z.B. der Bau der neuen Autobahn zeigt. Die Politik
kann auf die Soldaten und ihre Leistungen stolz sein", so
Gitschthaler. Oberst Staudacher drückte seine Freude über den Besuch
Kaisers aus: "Es ist wichtig, dass wir politischen Rückhalt
bekommen."

Das Hauptquartier, wo der Kärntnerabend stattfand, nennt man
übrigens "Film City". Hier war nämlich früher ein großes Filmstudio,
in dem u.a. der Hitchcock-Klassiker "Die Vögel" gedreht wurde, weil
das Amselfeld für seine vielen Vögel bekannt war. Das Amselfeld
besuchte die Kärntner Delegation heute, Freitag, und auch das dort
befindliche Denkmal, das an die "Schlacht auf dem Amselfeld" zwischen
christlichen Fürstentümern und dem Osmanischen Reich von 1389
erinnert.

Österreich engagiert sich mit einem Bundesheer-Kontingent seit
1999 im Kosovo. Die Aufgaben der KFOR liegen u.a. in der
Energieversorgung, weil die ungelöste Stromanbietersituation immer
wieder zu Stromabschaltungen führt. Zudem gewähren die Soldatinnen
und Soldaten Schutz, Sicherheit und Unterstützung in
Konfliktsituationen wie Wiederansiedlungsversuchen, Protesten
radikaler Gruppen oder interethnischen Konflikten. Ein hohes Risiko
birgt auch der Straßenverkehr im Kosovo.
(Schluss)

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