• 08.08.2013, 12:20:32
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Caritas: "Die Sorge um die Menschen in Not bleibt"

Landau appelliert: Abrüstung der Worte und respektvoller Umgang

Utl.: Landau appelliert: Abrüstung der Worte und respektvoller
Umgang =

Wien (OTS) - Caritasdirektor Michael Landau sagt in einer ersten
Reaktion über die letzte Stellungnahme der Innenministerin im
Ö1-Morgenjournal: "Der Aufruf gegen Vorverurteilungen ist ein erster
Schritt der Innenministerin zurück zu einer Versachlichung der
Debatte. Das unterstütze ich. Ich halte aber auch fest: Der Schaden
ist angerichtet. Die Sorge um die Menschen in Not bleibt. Hier wurde
- das muss man nach Bekanntwerden des Aktes nüchtern feststellen -
seitens des Innenministeriums und des Bundeskriminalamts auf dem
Rücken der Flüchtlinge Wahlkampf gemacht. Mit dem Ergebnis, dass
Teile der Flüchtlingsbewegung des Servitenklosters kriminalisiert und
vorverurteilt wurden. Mit dem Ergebnis, dass letztlich auch alle
Flüchtlinge in ganz Österreich schuldlos in ein schlechtes Licht
gerückt wurden. Für das Klima in unserem Land war das kein Segen."

Landau weiter: "Wenn nun klargestellt wird, dass weder das
Innenministerium noch das Bundeskriminalamt all diese schwerwiegenden
Vorwürfe jemals auf die Flüchtlinge aus dem Servitenkloster bezogen
hätten, frage ich mich nur: Wieso haben Innenministerium und
Bundeskriminalamt sieben Tage verstreichen lassen, um auf diese
"falsche" Berichterstattung hinzuweisen (Anm. Zitat Sprecher des
Bundeskriminalamts)? Warum sah man eine Woche lang zu, wie hier
Menschen pauschal vorverurteilt und kriminalisiert wurden?"

Abschließend hält Landau einmal mehr fest, dass man auf die Arbeit
der unabhängigen Gerichte vertraue. "Gerade weil wir den Rechtsstaat
achten, haben wir von Anfang an betont, dass die Vorwürfe umgehend zu
prüfen sind." Und an alle Parteien richtet Landau den Appell: "Alle
Parteien sollen für die verbleibenden Wochen bis zur Wahl für eine
Abrüstung der Worte sorgen, sodass auch nach der Wahl noch ein
respektvolles Miteinander möglich ist. Gerade weil wir den
Rechtsstaat achten, machen wir als Caritas auf Unmenschlichkeit und
Ungerechtigkeit aufmerksam. Einmal mehr warnen wir vor weiteren
Abschiebungen in Länder wie Pakistan oder Afghanistan. In Länder, die
für die eigene Bevölkerung als zu gefährlich erachtet werden. Der
Wert eines Menschen darf nicht von seiner Staatsbürgerschaft
abhängen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | CAR

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