• 07.08.2013, 09:02:36
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Umweltdachverband an Faymann und Spindelegger: Warum lassen Sie Klimawandel, Hochwasser- und Hitzerekorde so kalt?

- UWD: Bundesregierung muss Aktionsplan gegen den Klimawandel vorlegen und umsetzen - auch Verkehrsministerin Bures muss endlich handeln!

Utl.: - UWD: Bundesregierung muss Aktionsplan gegen den Klimawandel
vorlegen und umsetzen - auch Verkehrsministerin Bures muss
endlich handeln! =

Wien (OTS) - Wirksamer Klimaschutz einzige Möglichkeit im Kampf gegen
Hitzewellen und Naturkatastrophen

"Hitzerekorde, wie sie für morgen Donnerstag angesagt sind, werden
künftig genauso gang und gäbe sein wie Jahrhunderthochwässer oder
Dürreperioden! Jetzt kann man auch in der Alpenrepublik die Hände
nicht mehr in den Schoß legen: Ohne wirksame Klimaschutzmaßnahmen
national und international wird sich die Lage noch weiter verschärfen
und den ÖsterreicherInnen jedes Jahr aufs Neue viel Leid und Schäden
bringen", sagt Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident des
Umweltdachverbandes.

Klimaschutzstrategie der Bundesregierung veraltet

"Österreich ist in Sachen Klimaschutz europaweites Schlusslicht.
Durch die Versäumnisse der letzten Jahre wurden massive ökologische
und ökonomische Schäden mitverantwortet. Dass Klimaschutzpolitik in
Österreich in den letzten Jahren keine Priorität hatte, dokumentiert
auch der Umstand, dass die letzte offizielle Klimastrategie 2002 der
Bundesregierung nun schon elf Jahre alt ist. Beim Hauptverursacher
des Klimawandels, dem Verkehr, tut sich überhaupt nichts;
Verkehrsministerin Doris Bures betreibt eine klimafeindliche
Verkehrspolitik. Die Energiestrategie Österreich sollte den Umbau zu
einer nachhaltigen Energieversorgung einleiten und den
österreichischen Beitrag zur Erreichung der EU 20/20/20-Ziele
leisten, ist aber kurz nach ihrer Präsentation 2010 noch vor ihrer
Umsetzung in einen Dornröschenschlaf gefallen. Das
Energieeffizienzgesetz ist überhaupt in der Schublade verschwunden.
Die nächste Bundesregierung hat somit massiven Handlungsbedarf für
eine klimagerechte Verkehrs- und Energiepolitik", erklärt
Heilingbrunner.

Hochwasser, Hitzerekorde, Muren - wann kommt endlich das
Klimaschutzpaket?

"Österreich muss endlich raus aus der fossilen Sackgasse und in
Sachen Klimaschutz und Klimawandelanpassung Nägel mit Köpfen machen.
Bei wirksamen Maßnahmen kommt man an der Abschaffung der unzähligen
umweltschädlichen Subventionen und einer Ökologisierung des
Steuersystems sowie der Verkehrspolitik nicht vorbei. Privilegien für
Dienstwägen, Vielflieger und Klein-LKW führen in die falsche
Richtung. Um dem globalen Klimawandel etwas entgegenstellen zu
können, müssen wir bis 2050 den aktuellen Endenergieverbrauch um 50 %
senken und zu 100 % aus erneuerbaren Energieträgern decken. Zudem
muss ein Fahrplan zur Reduktion von Treibhausgasen um 95 % erstellt
werden. Der UWD appelliert an BK Faymann und Vizekanzler
Spindelegger: Angesichts der sich in immer engeren Abständen
wiederholenden Naturkatastrophen müssen Sie noch vor der
Nationalratswahl ein Klimaschutzpaket mit Hauptschwerpunkt Verkehrs-
und Energiepolitik auf den Tisch legen!", so Heilingbrunner
abschließend.

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