• 30.07.2013, 15:54:38
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Caritas: "Vorwürfe sind umgehend zu prüfen"

Caritas ob der nun bekannt gewordenen Schlepper-Vorwürfe schockiert. Schwertner: "Große Sorge, dass jetzt einzelne schwarze Schafe allen Flüchtlingen schaden."

Utl.: Caritas ob der nun bekannt gewordenen Schlepper-Vorwürfe
schockiert. Schwertner: "Große Sorge, dass jetzt einzelne
schwarze Schafe allen Flüchtlingen schaden." =

Wien (OTS) - In einer ersten Reaktion zeigt sich die Caritas
schockiert angesichts der Vorwürfe, die nun seitens des
Bundeskriminalamts gegenüber drei Bewohnern des Servitenklosters
erhoben werden. Demnach werden drei Bewohner der Schlepperei
verdächtigt. "Die Vorwürfe der Behörde sind auch für die Caritas
neu", sagt Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der
Erzdiözese Wien. " Wir haben jedes Interesse an einer raschen und
vollständigen Aufklärung und sichern den Behörden volle Kooperation
zu." Und so Schwertner weiter: "Wir sind extrem verärgert, falls die
Caritas hier von Einzelnen ausgenutzt wurde. Denn klar ist: Wenn mit
der Not von Menschen Geschäft gemacht wird, ist das völlig
inakzeptabel und aufs Schärfste zu verurteilen. Sollten wir hier
tatsächlich von Einzelnen hintergangen worden sein, darf uns das als
Caritas trotzdem nicht unaufmerksam machen für die Not der Menschen,
die sich in einer schwierigen und verzweifelten Situation nach einer
Flucht an uns wenden."

Die Caritas wird sich auch weiterhin für Menschen in Not unabhängig
von Religion, Herkunft und sozialer Stellung engagieren. "Das gilt
selbstverständlich auch für jene Flüchtlinge, die noch immer im
Servitenkloster wohnen und die sich zum Teil noch immer in laufenden
Asylverfahren befinden", so Schwertner abschließend.

Österreichweit betreut die Caritas mehrere tausend AsylwerberInnen,
allein in Wien sind es 700 Menschen, die in Häusern der Caritas
wohnen. Seit Anfang März diesen Jahres dient das ehemalige
Servitenkloster als Grundversorgungshaus für jene Asylwerber, die
diesen Winter in der Votivkirche betreut wurden. Nach der Festnahme
und Abschiebung von acht Bewohnern am Wochenende, waren zuletzt 39
Personen im Kloster gemeldet - 17 von ihnen befinden sich noch immer
im laufenden Asylverfahren.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | CAR

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