Darabos: ÖVP will Frauenpensionsalter weiterhin früher als vereinbart anheben

Spindelegger-ÖVP verunsichert hunderttausende Betroffene - Tag 11: Noch immer keine Klarstellung des Vizekanzlers

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos übt scharfe Kritik am Zick-Zack-Kurs der ÖVP beim Thema Frauenpensionsalter. "Erst spricht sich VP-Obmann Spindelegger auf Basis mehrerer ÖVP-interner Papiere klar für eine schnelle Anhebung schon ab 2014 und damit für eine Verschlechterung für die Frauen aus. Dann bekommt er massiven Gegenwind aus der eigenen Partei und schweigt sich seitdem aus. Nunmehr können sich die ÖVP-Senioren mit Andreas Khol eine Anhebung schon ab 2018 vorstellen. In der ÖVP herrscht permanentes Chaos", machte Darabos heute, Dienstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Offenbar habe, so Darabos, die ÖVP alle Vereinbarungen und Beschlüsse vergessen oder ignoriert diese bewusst: "Der Regierungsbeschluss lautet, dass es eine schrittweise Anhebung ab 2024 geben wird. Ein Vorziehen um sechs Jahre wird es mit der SPÖ nicht geben", betonte der Bundesgeschäftsführer. Es sei zudem verantwortungslos, jeden Tag mit neuen Jahreszahlen zu hantieren und so 315.000 Frauen über 45 Jahren täglich vor den Kopf zu stoßen. Immerhin bleibt die ÖVP in dieser Hinsicht ihrer Verunsicherungslinie treu."

Es sei auch kein Wunder, dass sich die ÖVP just an dem Tag, an dem der AMS-Chef Kopf im Kurier eine frühzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters forderte, prominent auf ihn beziehe. "Kopf wird so zum Kronzeugen für die ÖVP, der das ausspricht, was längst ÖVP-Linie ist: eine vorzeitige Anhebung des Pensionsalters zu Lasten der Frauen. Die Warnungen vieler Expertinnen und Experten ignorieren diese Herrschaften offenbar nicht einmal."

Vizekanzler Spindelegger befindet es offensichtlich noch immer nicht für wert, sich auf den selbstproklamierten "Nebenschauplatz" zu begeben. "Wir schreiben den elften Tag dieser Debatte - und Spindelegger hat seine Aussagen noch immer nicht dementiert. Er muss hier endlich klare Worte finden und die Verunsicherung hunderttausender Betroffener beenden", forderte Darabos. (Schluss) sn/ps

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