• 24.07.2013, 14:04:59
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ÖGB-Oberhauser: Brauchen win-win-Situation

ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen entlasten, Konsum ankurbeln und damit die Wirtschaft stützen

Utl.: ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen entlasten, Konsum
ankurbeln und damit die Wirtschaft stützen =

Wien (OTS/ÖGB) - "Wenn die Industriellenvereinigung nicht immer die
Wettbewerbsfähigkeit krank reden würde, sondern sich konstruktiv den
Vorschlägen zur Verteilung der Arbeitszeit und zu
Arbeitszeitflexibilisierung der Gewerkschaften nähern würde, könnte
rasch eine win-win-Situation erzielt werden", sagt
ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser. Damit könnte Österreichs
Wirtschaft in den kommenden Jahren an Fahrt gewinnen. Das Institut
für Höhere Studien teilte heute mit, dass sich Österreichs Wirtschaft
in den kommenden Jahren besser entwickeln wird als in der Eurozone.

"Dazu brauchen wir auch gute Ausbildungsplätze für junge Menschen,
echte Gleichstellung für Frauen, mehr Arbeitsplätze für ältere
Arbeitnehmer und hier vor allem Arbeitnehmerinnen", fordert
Oberhauser und erteilt als ÖGB-Frauenvorsitzende einmal mehr den
Wünschen nach einem vorzeitigen Anheben des gesetzlichen
Frauenpensionsantrittsalters eine Abfuhr.

Klar zeigt sich auch, dass ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen
entlastet werden müssen: Ihnen muss mehr Netto vom Brutto übrig
bleiben. Davon könnte auch der Handel als wichtige Stütze der
heimischen Wirtschaft profitieren, nachdem der Einzelhandel ins
Stocken geriet, wie die Sparte Handel heute präsentierte. "Konsum und
Investitionen sind bedeutende Faktoren für Wirtschaftswachstum", sagt
Oberhauser.

"Zur Entlastung des Faktors Arbeit brauchen wir aber auch
entsprechende Gegenmaßnahmen, um die Staatsfinanzen auf Kurs zu
halten. Ohne eine Anpassung der Vermögenssteuern auf internationales
Niveau wird es nicht gehen", sagt Oberhauser. Was in anderen Ländern
gut funktioniere, wird bei uns die Wirtschaft nicht niederringen. Im
Gegenteil: Länder ohne gut ausgebaute Sozialsysteme stünden heute
schlechter da und jene, die den Sparstift zu Lasten der Menschen zu
stark angesetzt haben, kämpften am stärksten mit steigenden
Staatsschulden.

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