- 23.07.2013, 10:53:33
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Caritas startet österreichweite Aktion gegen den Hunger
Weltweit hungert eine Milliarde Menschen. Landau: "Jede Spende zählt. Und: Auch Fotos können Leben retten!" Solidaritätsplattform Wall-of-Hope geht online.
Utl.: Weltweit hungert eine Milliarde Menschen. Landau: "Jede Spende
zählt. Und: Auch Fotos können Leben retten!"
Solidaritätsplattform Wall-of-Hope geht online. =
Wien (OTS) - Weltweit hungert knapp eine Milliarde Menschen. Und noch
immer stirbt alle zwölf Sekunden ein Kind an den Folgen von
Unterernährung. "Es ist ein Skandal, wenn tagtäglich 7000 Kinder
verhungern. Es ist ein Skandal, wenn hunderte Millionen Eltern nicht
wissen, wie sie ihren Kindern genügend zu essen geben können. Ein
Skandal, für den man nur schwer Worte finden kann", betonte Michael
Landau, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien, am Dienstag bei einer
Kundgebung am Stephansplatz. "Denn es sind unnötige Tode. Vermeidbare
Schicksale. Hunger ist kein Naturgesetz. Er ist Ausdruck einer
globalen Tragödie, gegen die wir gemeinsam vorgehen können und
müssen."
Gemeinsam mit Caritas-Auslandshilfechef Christoph Schweifer rief
Landau deshalb zu einer Kundgebung im Zentrum der Bundeshauptstadt.
"Denn zentral ist auch unser Anliegen: Eine Zukunft ohne Hunger!" Zum
Auftakt der österreichweiten Aktion ließ die Caritas im Schatten des
Stephansdoms 500 Luftballons steigen. Zeitgleich läuteten die Glocken
des Doms als Zeichen der Aufmerksamkeit und Sorge - so wie sie
bereits vor 40 Jahren bei der ersten Caritas-Augustsammlung geläutet
hatten.
Das Versagen der Bundesregierung
"Hunger ist eine permanente Verletzung des Menschenrechts auf
Nahrung. Alleine im Westsahel waren 2012 laut UNO 18,4 Millionen
Menschen von Unterernährung bedroht", betonte Christoph Schweifer,
Auslandshilfechef der Caritas Österreich. Beide benannten bei dem
Termin auch sehr konkrete Versäumnisse der österreichischen
Bundesregierung: "Seit 2010 werden die bilateralen
Entwicklungshilfemittel laufend gekürzt", so Schweifer. "2014 sollen
weitere 17 Millionen Euro gestrichen werden. 106 Abgeordnete des
österreichischen Parlaments hatten sich in den vergangenen Monaten in
Gesprächen mit Hilfsorganisationen gegen diese Kürzungen
ausgesprochen. Dennoch haben die Volksvertreter letzten Endes weitere
Einschnitte beschlossen. Die Bundesregierung verschließt somit ihre
Augen vor der Armut in dieser Welt. Das ist beschämend. Wir fordern
eine sofortige Rücknahme der Kürzungen und in der Folge eine
schrittweise Aufstockung der bilateralen Hilfsmittel."
Fotos retten Menschenleben
Zeitgleich mit der Kundgebung am Stephansplatz startete die Caritas
auch mit ihrer Solidaritätsplattform Wall-of-Hope
(www.wall-of-hope.at). Eine fiktive Wall im Internet, auf der
Menschen ein sichtbares Zeichen für eine Zukunft ohne Hunger setzen
können. Wer sein Facebook-Profil-Foto auf der immer länger werdenden
Mauer hinterlässt, hilft ganz konkret: Denn für jedes Bild, das
gepostet wird, spendet die BAWAG P.S.K. 25 Cent. "Geld, mit dem sich
hungernde Menschen in den betroffenen Gebieten Saatgut für einen
Quadratmeter Ackerland leisten können", betonte Landau. "Mit jedem
Bild, das Sie auf diese Weise posten, spenden Sie Saatgut und damit
Hoffnung und Zukunft. Helfen Sie uns, dass aus tausenden Fotos
tausende Quadratmeter fruchtbarer Ackerlandschaften werden!"
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