Csörgits: Ohne Gleichstellung am Arbeitsmarkt keine Erhöhung des Pensionsantrittsalters

Mit der SPÖ wird es keine Politik der Ungerechtigkeit geben

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits unterstützt Gabriele Heinisch-Hosek und Doris Bures und lehnt die immer wieder aufflackernde Forderung nach einer verfrühten Anhebung des Pensionsantrittsalters von Frauen in Österreich ab: "Die ÖVP entpuppt sich in der Wahlkampfstimmung als Partei gegen Frauen. Die SPÖ kämpft klar an der Seite von Frauen und wird das vor, während und nach dem Wahlkampf tun. Mit uns wird es diese Politik der Ungerechtigkeit gegen Frauen nicht geben, denn: Ohne Gleichstellung am Arbeitsmarkt würde eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters von Frauen eine weitere Schlechterstellung bedeuten." ****

Im Erwerbsleben sind die Ungleichstellungen offenkundig - und das jedes Jahr aufs Neue: "Es gibt noch immer massive Verdienstgefälle zwischen Frauen und Männern in Berufen, obwohl Frauen dieselbe Tätigkeit verrichten und gleich qualifiziert sind. Frauen sind es auch, die stärker von nicht bezahlten Überstunden betroffen sind und die demgegenüber bei Beförderungen übergangen werden. Das sind die Probleme, die in Angriff genommen werden müssen!", zeigt Csörgits auf.

Erhebungen wie die von der Europäischen Kommission im Juni präsentierte Studie zur Rollenverteilung der Geschlechter zeigen Ungleichstellungen auch abseits des Erwerbslebens auf: Nur fünf Prozent der Väter gehen in Österreich in Karenz, die Beteiligung an Hausarbeit liegt bei 15 Prozent, bei der Kinderbetreuung liegt sie bei unter einem Drittel. Auch Pflegearbeit ist nach wie vor ein Bereich, den größtenteils Frauen in Österreich übernehmen:"Frauen erhalten derzeit diese Gesellschaft aufrecht, indem sie Angehörige -oft die eigenen Partner - pflegen. Das ist eine Arbeit im hohen Alter von Frauen, die häufig übersehen wird und die sie während ihrer eigenen Pension verrichten."

Eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters soll wie ausverhandelt ab 1. Jänner 2024 bis zum Jahr 2033 mit Jahresbeginn um sechs Monate erhöht werden.

"Wenn die ÖVP sich gern mit echter Gleichstellung von Männern und Frauen befassen möchte, soll sie sich an der SPÖ und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ein Beispiel nehmen, die mit der Väterkarenz und der Bekämpfung der Lohnschere essentielle Konzepte vorantreiben", empfiehlt Csörgits abschließend. (Schluss) kg/mo

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