- 21.07.2013, 12:39:23
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Csörgits: Ohne Gleichstellung am Arbeitsmarkt keine Erhöhung des Pensionsantrittsalters
Mit der SPÖ wird es keine Politik der Ungerechtigkeit geben
Utl.: Mit der SPÖ wird es keine Politik der Ungerechtigkeit geben =
Wien (OTS/SK) - SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits unterstützt
Gabriele Heinisch-Hosek und Doris Bures und lehnt die immer wieder
aufflackernde Forderung nach einer verfrühten Anhebung des
Pensionsantrittsalters von Frauen in Österreich ab: "Die ÖVP entpuppt
sich in der Wahlkampfstimmung als Partei gegen Frauen. Die SPÖ kämpft
klar an der Seite von Frauen und wird das vor, während und nach dem
Wahlkampf tun. Mit uns wird es diese Politik der Ungerechtigkeit
gegen Frauen nicht geben, denn: Ohne Gleichstellung am Arbeitsmarkt
würde eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters von Frauen eine
weitere Schlechterstellung bedeuten." ****
Im Erwerbsleben sind die Ungleichstellungen offenkundig - und das
jedes Jahr aufs Neue: "Es gibt noch immer massive Verdienstgefälle
zwischen Frauen und Männern in Berufen, obwohl Frauen dieselbe
Tätigkeit verrichten und gleich qualifiziert sind. Frauen sind es
auch, die stärker von nicht bezahlten Überstunden betroffen sind und
die demgegenüber bei Beförderungen übergangen werden. Das sind die
Probleme, die in Angriff genommen werden müssen!", zeigt Csörgits
auf.
Erhebungen wie die von der Europäischen Kommission im Juni
präsentierte Studie zur Rollenverteilung der Geschlechter zeigen
Ungleichstellungen auch abseits des Erwerbslebens auf: Nur fünf
Prozent der Väter gehen in Österreich in Karenz, die Beteiligung an
Hausarbeit liegt bei 15 Prozent, bei der Kinderbetreuung liegt sie
bei unter einem Drittel. Auch Pflegearbeit ist nach wie vor ein
Bereich, den größtenteils Frauen in Österreich übernehmen:"Frauen
erhalten derzeit diese Gesellschaft aufrecht, indem sie Angehörige -
oft die eigenen Partner - pflegen. Das ist eine Arbeit im hohen Alter
von Frauen, die häufig übersehen wird und die sie während ihrer
eigenen Pension verrichten."
Eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters soll wie ausverhandelt ab 1.
Jänner 2024 bis zum Jahr 2033 mit Jahresbeginn um sechs Monate erhöht
werden.
"Wenn die ÖVP sich gern mit echter Gleichstellung von Männern und
Frauen befassen möchte, soll sie sich an der SPÖ und Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek ein Beispiel nehmen, die mit der Väterkarenz
und der Bekämpfung der Lohnschere essentielle Konzepte vorantreiben",
empfiehlt Csörgits abschließend. (Schluss) kg/mo
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