• 19.07.2013, 10:18:44
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Flussgipfel: Berlakovich will sofortigen Baustopp an der Sulm

Breite Allianz von Hainburgkämpfern und Umweltschützern

Utl.: Breite Allianz von Hainburgkämpfern und Umweltschützern =

Wien/Graz (OTS) - Bundesminister Nikolaus Berlakovich will sich beim
Kraftwerksbau an der Schwarzen Sulm für einen sofortigen Baustopp
einsetzen und das Thema am kommenden Montag in den Ministerrat
bringen. Doch der Umweltminister zögert noch mit seiner Weisung an
Landeshauptmann Franz Voves das Projekt ganz zu stoppen. Das ist das
Ergebnis des gestrigen Treffens mit Berlakovich und den wichtigsten
Vertretern der Umweltschutzszene Österreichs. Die Delegation der
Umweltschützer überreichte dem Minister 5.000 Unterschriften zur
Rettung der Schwarzen Sulm. "Wir begrüßen die Absicht des
Umweltministers. Aber die Weisung an den steirischen Landeshauptmann
durch Berlakovich ist längst überfällig. Nur so kann die Schwarze
Sulm gerettet werden", appelliert WWF-Flussexperte Christoph Walder
an den Minister.

Eine große Allianz für einen kleinen Fluss: Fast die gesamte
Umweltszene Österreichs war beim gestrigen Flussgipfel mit
Bundesminister Berlakovich im Lebensministerium vertreten. Freda
Meissner-Blau, Bernd Lötsch, Ulrich Eichelmann von Riverwatch, WWF,
GLOBAL 2000, Naturschutzbund, Umweltdachverband, Arbeitskreis zum
Schutz der Koralpe, die Initiative zur Rettung der Sulm und die
Grünen Steiermark.

Die Umweltschützer informierten den Minister dabei über die Situation
vor Ort und forderten ihn auf, das Projekt per Weisung endlich zu
stoppen. Derzeit wird an der Sulm gebaggert und das Kraftwerk ist
bereits im Bau. Erst vor wenigen Tagen war es vor Ort zu einer
Eskalation zwischen dem Kraftwerksbetreiber und Aktivisten gekommen.

Gleichzeitig prüfen die Behörden der Steiermark im Rahmen des
Wasserrechtsverfahrens, ob der ökologische Wert der Natur höher zu
bewerten ist als die zu erwartende Stromgewinnung. Die Umweltexperten
befürchten, dass das Kraftwerk erneut genehmigt wird, denn die
Prüfung des Projekts erfolgt durch dieselben Beamten, die es vor
Jahren schon einmal genehmigt und den wasserrechtlichen Bescheid
ausgestellt hatten.

Berlakovich versicherte der Umweltexpertendelegation gestern sich für
einen sofortigen Baustopp einzusetzen und das Thema am kommenden
Montag im Ministerrat mit dem Bundeskanzler und den
Regierungsmitgliedern zu besprechen. Eine Weisung an Landeshauptmann
Voves sei für ihn erst das letzte Mittel. "Ohne Weisung aber droht
eine Eskalation an der Schwarzen Sulm, hohe Strafzahlungen an die EU
und die Zerstörung einer der letzten unberührten Flüsse Österreichs",
warnt Walder.

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