• 18.07.2013, 12:00:31
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AMA startet mit Gütesiegel für Fisch

Ganzheitliches System für kontrollierte Produktion und nachvollziehbare Herkunft

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4367 Im Bild
v.l.n.r. Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing,
Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich und Martin Greßl, Leiter
des AMA-Qualitätsmanagements

Utl.: Ganzheitliches System für kontrollierte Produktion und
nachvollziehbare Herkunft =

Wien (OTS) - Immer mehr Konsumenten entdecken Fisch als wertvolles
Lebensmittel. Die Selbstversorgung Österreichs mit Süßwasserfischen
beträgt derzeit rund 35%. Mit einem eigenen Gütesiegel-Programm für
Fische nimmt die AMA ein weiteres wichtiges Lebensmittel in das
Portfolio der Qualitäts- und Herkunftssicherung auf. "Die Einführung
des AMA-Gütesiegels für Süßwasserfische ist angesichts der enormen
Herausforderungen im Bereich der Produktion von Qualitätsfisch ein
entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Die Nachfrage nach
Produkten aus einer nachhaltigen und umweltbewussten Fischerei und
Fischzucht wächst kontinuierlich. Österreich hat dies bereits
frühzeitig erkannt und mit der 'Aquakultur 2020'-Strategie die
notwendigen Weichen gestellt. Unser Ziel lautet: Mehr Fische im
Wasser, Nachhaltigkeit im Blick und Qualität auf dem Teller. Dadurch
soll eine neue Dynamik in den Sektor gebracht und die
Selbstversorgung mit Fisch langfristig gesteigert werden", erklärte
Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich anlässlich der heutigen
Pressekonferenz zum Start des AMA-Gütesiegels für Fisch.

Fisch komplettiert Gütesiegel-Familie

Für die Zertifizierung von Fischen aus nachhaltiger Fischerei gibt
es bereits verschiedene Systeme wie GLOBAL GAP oder ASC. Diese
erstrecken sich hauptsächlich auf Aspekte in der Haltung. "Mit dem
AMA-Gütesiegel gibt es erstmals ein schlüssiges Konzept, das sowohl
die Vorgaben in der Produktion als auch die Herkunft transparent
abbildet", erklärt Michael Blass, Geschäftsführer der AMA Marketing.

"Das Lebensmittel Fisch passt perfekt in unsere
Gütezeichen-Familie, denn es steht für Frische, Natürlichkeit und die
authentische Kulinarik unserer Küche. Mit dem AMA-Gütesiegel können
sich die Konsumenten nun auch beim Fischeinkauf darauf verlassen,
dass eine streng kontrollierte, qualitätsorientierte Produktion
dahintersteckt, deren Herkunft nachvollziehbar ist. Wir wollen damit
einen weiteren Schritt für das Vertrauen der Konsumenten in das
AMA-Gütesiegel setzen", so Blass.

Ziel der neuen Richtlinie ist eine kontinuierliche Verbesserung
der Qualität von AMA-Gütesiegel-Fischen sowie die Erhaltung eines
guten ökologischen Zustandes der Gewässer. Nicht zuletzt soll das
rot-weiß-rote Zeichen die nachvollziehbare Herkunft vom Ei bis zum
ausgewachsenen Fisch in Österreich transparent machen.

Qualitätssicherung über alle Stufen der Produktion

Wie bei allen anderen AMA-Gütesiegel-Programmen reicht auch das
Qualitätssicherungssystem für Fisch über alle Stufen der Produktion.
Die erste Stufe der Fischproduktion, die Brutanlage sowie die daran
anschließende Stufe der Aufzucht in einer Aquakultur sind in der
Richtlinie "Fischaufzucht" geregelt. Die Vorgaben zu Schlachtung,
Zerlegung und Verarbeitung werden in der darauf aufbauenden
Richtlinie "Fisch und Fischprodukte" festgelegt. Sämtliche Standards
rund um die Fütterung sind in einer separaten Richtlinie für
Futtermittel "pastus+" enthalten. Diese ineinandergreifenden Stufen
gewährleisten eine durchgehende Qualitätssicherung und -kontrolle in
jeder Phase der Produktionskette.

Zahlen und Fakten zur Produktion und zum Fischkonsum

2011 wurden in Österreich 2.909 t an Speisefischen erzeugt. Damit
können die heimischen Produzenten 35% der Nachfrage an Süßwasserfisch
abdecken. Hochgerechnet auf den Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten
insgesamt liegt Österreichs Selbstversorgung naturgemäß noch viel
niedriger, nämlich bei 5%. Regenbogen- und Lachsforellen belegen
Platz 1 in der heimischen Fischproduktion, danach folgen Karpfen und
Bachsaiblinge. 490 Unternehmen haben 2011 laut Statistik Austria
Speisefische hergestellt.

7,6 kg Fisch werden durchschnittlich pro Kopf und Jahr in
Österreich gegessen, Tendenz steigend. Laut RollAMA Motivanalyse aus
dem Jahr 2012 kauft fast die Hälfte der Befragten heute mehr Fisch
als vor zehn Jahren. 53% sind überzeugt, dass Fisch künftig noch
weiter an Bedeutung gewinnen wird; in zwei Drittel aller Haushalte
kommt er einmal pro Woche auf den Tisch, bei weiteren 30% mehrmals
pro Monat. 7% essen mehrere Fischmahlzeiten in der Woche, 4%
verzichten völlig darauf.
(Schluss)

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