- 16.07.2013, 11:26:43
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Rundes Jubiläum: 60 Jahre Feriencamp der SOS-Kinderdörfer am Caldonazzosee
Vom urigen Zeltlager anno 1953 zum internationalen Feriencamp für 1.500 junge Menschen aus ganz Europa
Utl.: Vom urigen Zeltlager anno 1953 zum internationalen Feriencamp
für 1.500 junge Menschen aus ganz Europa =
Caldonazzo/Innsbruck (OTS) - Im Sommer 1953 war
SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner erstmals mit zwei Dutzend
Kindern aus dem ersten SOS-Kinderdorf in Imst (gegr. 1949) an den
Caldonazzosee gefahren. Die Kinder sollten ein paar unbeschwerte
Ferienwochen verbringen, während die SOS-Kinderdorf-Mütter ihren
Urlaub genießen und sich erholen konnten. Der See liegt malerisch
eingebettet zwischen Wäldern und Bergen des Val-Sugana Tales, ca. 20
Kilometer von Trient entfernt. Die Gemeinde hatte von Anfang an ein
offenes Ohr für Gmeiner und unterstützte ihn.
Vom urigen Zeltlager zum modernen Feriencamp
Die Kinder schliefen in einfachsten Zelten auf Strohsäcken,
kochten am offenen Feuer und wuschen sich im See. Was auf einer Wiese
klein begann, wurde zum Treffpunkt junger Menschen aus ganz Europa -
im Schnitt der letzten Jahre waren es rund 1.500 Kinder und
Jugendliche aus 12 bis 15 Ländern. Eines ist bis heute geblieben: Der
"Zauber von Caldonazzo", der Baden, Spielen, Spaß haben oder Freunde
finden bedeutet - und auch viele "Ehemalige" immer wieder nach
"Caldo" zieht. Im Laufe der Jahre kamen weitere Gruppen aus ganz
Österreich dazu sowie aus Deutschland, Frankreich und Italien, wo
ebenfalls SOS-Kinderdörfer entstanden waren. Die Fläche des
Feriendorfes wurde größer und größer, neben den Zeltplätzen wurden
auch schlichte fixe Bungalows gebaut und die Infrastruktur laufend
erweitert, von der Campküche und Kantine am See bis hin zur
Krankenstation, von Sport und Freizeitplätzen bis zur großen
Wasserrutsche im See.
Vielfältiges Freizeitangebot an Sport & Bewegung, Kreativität
& Kunst
Freizeitpädagogische Teams sorgen für ein attraktives
Sportprogramm mit Turnieren und Wettkämpfen im Fußball, Volleyball,
Basketball, Schwimmen, Tischtennis, Leichtathletik etc.
Outdoor-Aktivitäten, wie Mountainbike-Touren, Klettern und
Bergsteigen sind ebenfalls sehr gefragt - oder Waldpädagogik, bei der
die jungen Forscher viel Neues über Pflanzen und Tiere lernen.
Kreativ-Ateliers fördern die schöpferischen und künstlerischen
Potenziale der Kinder/Jugendlichen: Die Angebote reichen von Basteln
(mit Holz, Ton, Draht, Stein, Ziegel etc.) und Malen (Seidentücher,
Batiken) über Musik, Theater, Tanz und Kinderzirkus (Akrobatik,
Jonglieren, Einradfahren) bis hin zu Qi Gong und Trommelkursen sowie
der Gestaltung der Campzeitung "Caldo weekly".
Blitzlichter aus der Camp-Küche
Um den Hunger von 1.000 Personen zu stillen, braucht es: für
Spaghetti 80 kg Nudeln, 180 Liter Sugo und 6 kg Parmesan; für Knödel
35 kg Knödelbrot und 350 Eier; für den Salat dazu 120 kg Gurken oder
Tomaten und als Nachspeise z.B. 40 m Apfelstrudel oder 2.000
Kiacheln.
Geburtstagsfest am Samstag/Sonntag 20./21. Juli
Die Kinder und SOS-Kinderdörfer stehen im Mittelpunkt und tragen
die Feierlichkeiten. Jedes Kinderdorf bietet ein eigenes kulturelles,
musikalisches oder gastronomisches Angebot. Begegnung, Austausch und
Miteinander über Grenzen hinweg ist die Devise. Samstag gegen 20 Uhr
wird der frühere langjährige pädagogische Leiter Otmar Czihak in Bild
und Ton über die Geschichte des Feriencamps informieren. Am Sonntag
gibt es um 10 Uhr einen Gottesdienst und anschließend Grußworte, u.a.
von Helmut Kutin, Präsident von SOS-Kinderdorf Österreich, der als
eines der ersten Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Imst die Anfänge des
Feriendorfes und Weiterentwicklung bis heute erlebte. Auch sein
Nachfolger als Präsident von SOS-Kinderdorf International, Siddharta
Kaul, wird anwesend sein - genauso wie viele ehemalige
SOS-Kinderdorf-Kinder, Dorfleiter und Verantwortliche früherer
Jahrzehnte.
Mehr Infos, eine Bildergalerie und kurzes Video auf (Startseite
von): www.sos-kinderdorf.at
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