• 15.07.2013, 12:15:33
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Schwierige Zeiten für KMU?

Wien (OTS) - Schwache Nachfrage, schlechte Auslastung, anhaltend
scharfer Preiskampf, geringe Ertragskraft, zunehmende
Finanzierungsprobleme: Ja, es sind schwierige Zeiten für viele
kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Aktuelle Daten der KMU Forschung Austria zeigen z. B. für das
Gewerbe und Handwerk einen Rückgang der Aufträge um 3 %, die Umsätze
im Einzelhandel lagen im 1. Quartal 2013 um 4,3 % unter dem Niveau
des Vorjahres. Das betriebswirtschaftliche Ergebnis der
österreichischen KMU liegt im Durchschnitt bei bescheidenen 2,9 % der
Betriebsleistung. 35 % der Betriebe arbeiten mit Verlust und 25 %
haben kein Eigenkapital. Wichtigster Geldgeber sind die Banken, die
30 % des Betriebsvermögens finanzieren - eine Quote, die angesichts
der sich abzeichnenden Entwicklung im Kreditwesen nicht ganz
unbedenklich ist.

Diese Problemlandschaft trifft zwar auf viele, aber nicht alle KMU
zu. Knapp 20 % der Betriebe haben weder Auslastungs-, noch Ertrags-
oder Finanzierungsprobleme. Mit Umsatzrenditen von mehr als 5 % und
Eigenkapitalquoten von über 30 % sind sie erfolgreicher, weil sie
entweder über Kostenvorteile oder Attraktivitätsvorsprünge gegenüber
Mitbewerbern verfügen. Beide Erfolgsfaktoren haben oft eine
gemeinsame Grundlage, die Innovationsintensität. Für Walter Bornett,
Direktor der KMU Forschung Austria sind Innovationen der Schlüssel
zum Erfolg auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Kleine Betriebe
haben natürlich nicht die Ressourcen für eigene F+E-Aktivitäten, aber
sie können kooperieren: z. B. mit Universitäten, Fachhochschulen oder
den anwendungs- und praxisorientierten Forschungsinstituten aus dem
Netzwerk der Austrian Cooperative Research (ACR), meint Bornett.

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