Frauenministerin Heinisch-Hosek: "Wir haben in den unterschiedlichen Lebensbereichen von Frauen viel erreicht"

Bilanz über frauenpolitischen Maßnahmen der vergangenen fünf Jahre

Wien (OTS) - "Wir haben in den vergangenen fünf Jahren in den Bereichen Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gewaltschutz und Gesellschaftspolitik viel erreicht. Aber sind wir schon am Ende des Weges? Ich kann nur sagen: Noch nicht, aber wir sind ein Stück weiter", bilanzierte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute, Montag, bei der Pressekonferenz über die wichtigsten frauenpolitischen Maßnahmen der vergangenen Jahre in Wien.

"Leitmotiv meiner fünf Jahre frauenpolitischer Arbeit waren 'aufzeigen, einmischen, verändern'. Die Dinge aufzeigen, die noch nicht passiert sind, aber notwendig sind. Österreich ist noch kein frauenpolitisches Paradies, umso wichtiger ist es daher auch, wertkonservative und veraltete Rollenbilder aufzudecken und aufzubrechen. Dort, wo Handlungsbedarf besteht, wollen wir neue Wege beschreiten und Dinge verändern", so die Ministerin.

Gabriele Heinisch-Hosek betonte, dass die überwiegende Zuständigkeit für frauenpolitisch relevante Legistik in anderen Ministerien angesiedelt sei. "Die Arbeit einer Frauenministerin besteht zu einem Großteil darin, Frauenpolitik zum Thema zu machen und sich einzumischen - und zwar so oft und so viel wie möglich. Ich bin lediglich für das Bundesgleichbehandlungsgesetz zuständig, und das auch nur, weil ich auch Ministerin für den öffentlichen Dienst bin. Die intensive Zusammenarbeit mit anderen Ministerien ist daher unerlässlich. Das bedeutet beispielweise, mit dem Gesundheitsministerium zusammenzuwirken, wenn es um Frauengesundheit, mit dem Sozialministerium, wenn es um soziale Themen und Arbeitsmarkt geht; genauso wie die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft und Familie in Bezug auf den Ausbau der Kinderbetreuung wichtig ist. Wenn es um Maßnahmen für Schülerinnen geht, kooperiere ich mit dem Unterrichtsministerium, und wenn es um Frauen in der Technik geht mit dem Verkehrsministerium. Mit dieser Strategie der Zusammenarbeit haben wir viel erreicht und in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen von Frauen und Männern etwas weitergebracht", so die Ministerin.

Aufgrund der Fülle an gesetzlichen Neuerungen und Maßnahmen zeigte die Ministerin anhand eines praktischen Beispiels einige erfolgte Schritte auf: Eine 30-jährige Frau aus Niederösterreich mit einem 2-jährigen Kind und neuem Partner ist auf Jobsuche. Mit Hilfe eines Frauen-Berufszentrums, dem Online-Gehaltsrechner und Gehaltsangaben in Stelleninseraten kann sie sich gut orientieren und findet schließlich eine Stelle in Wien. Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird sie mit einem der 30.000 neuen Kinderbetreuungsplätze genauso unterstützt wie durch die Möglichkeit, dass der 'Patchwork-Papa' des Kindes die Möglichkeit hat, Pflegefreistellung zu nehmen. Aus finanzieller Sicht stellen für die junge Familie zudem PendlerInnen-Pauschale, einkommensabhängiges Kindergeld und später das Gratis-Kindergartenjahr eine Erleichterung dar. "Wir haben jedoch nicht nur für intakte Familien wie diese Maßnahmen getroffen. So haben wir Notwohnungen für Mädchen und junge Frauen, die von Zwangsheirat betroffen sind, durchgesetzt und das Betretungsverbot für Gewalttäter auf Schulen und Kindergärten ausgeweitet und die Strafen erhöht, wenn sich jemand nicht an eine Einstweilige Verfügung hält", so Heinisch-Hosek.

Auch wenn bereits viele Maßnahmen umgesetzt werden konnten, würden noch viele Aufgaben bevorstehen: "Die Top-3-Ziele auf meiner Liste sind, erstens die Einkommensschere zu schließen und zweitens die Familienförderung neu zu gestalten. 100 Millionen Euro sollen dabei den Ausbau der Kinderbetreuung ermöglichen, überdies soll die Familienbeihilfe massiv erhöht werden. Drittens braucht es mehr Väterbeteiligung bei Karenz, Kindererziehung und im Haushalt. Der Papamonat hat sich mittlerweile im öffentlichen Dienst als Erfolgsmodell etabliert, daher wäre ein solcher auch für die Privatwirtschaft wünschenswert. Es liegt also noch viel Arbeit vor uns, bis wir eine gerechte Gleichstellung in allen Lebensbereichen erreicht haben", so die Frauenministerin abschließend.

Bilder von der Pressekonferenz sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.

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