• 15.07.2013, 11:35:08
  • /
  • OTS0077 OTW0077

Frauenministerin Heinisch-Hosek: "Wir haben in den unterschiedlichen Lebensbereichen von Frauen viel erreicht"

Bilanz über frauenpolitischen Maßnahmen der vergangenen fünf Jahre

Utl.: Bilanz über frauenpolitischen Maßnahmen der vergangenen fünf
Jahre =

Wien (OTS) - "Wir haben in den vergangenen fünf Jahren in den
Bereichen Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit von Beruf und Familie,
Gewaltschutz und Gesellschaftspolitik viel erreicht. Aber sind wir
schon am Ende des Weges? Ich kann nur sagen: Noch nicht, aber wir
sind ein Stück weiter", bilanzierte Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek heute, Montag, bei der Pressekonferenz über die
wichtigsten frauenpolitischen Maßnahmen der vergangenen Jahre in
Wien.

"Leitmotiv meiner fünf Jahre frauenpolitischer Arbeit waren
'aufzeigen, einmischen, verändern'. Die Dinge aufzeigen, die noch
nicht passiert sind, aber notwendig sind. Österreich ist noch kein
frauenpolitisches Paradies, umso wichtiger ist es daher auch,
wertkonservative und veraltete Rollenbilder aufzudecken und
aufzubrechen. Dort, wo Handlungsbedarf besteht, wollen wir neue Wege
beschreiten und Dinge verändern", so die Ministerin.

Gabriele Heinisch-Hosek betonte, dass die überwiegende Zuständigkeit
für frauenpolitisch relevante Legistik in anderen Ministerien
angesiedelt sei. "Die Arbeit einer Frauenministerin besteht zu einem
Großteil darin, Frauenpolitik zum Thema zu machen und sich
einzumischen - und zwar so oft und so viel wie möglich. Ich bin
lediglich für das Bundesgleichbehandlungsgesetz zuständig, und das
auch nur, weil ich auch Ministerin für den öffentlichen Dienst bin.
Die intensive Zusammenarbeit mit anderen Ministerien ist daher
unerlässlich. Das bedeutet beispielweise, mit dem
Gesundheitsministerium zusammenzuwirken, wenn es um Frauengesundheit,
mit dem Sozialministerium, wenn es um soziale Themen und Arbeitsmarkt
geht; genauso wie die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für
Wirtschaft und Familie in Bezug auf den Ausbau der Kinderbetreuung
wichtig ist. Wenn es um Maßnahmen für Schülerinnen geht, kooperiere
ich mit dem Unterrichtsministerium, und wenn es um Frauen in der
Technik geht mit dem Verkehrsministerium. Mit dieser Strategie der
Zusammenarbeit haben wir viel erreicht und in ganz unterschiedlichen
Lebensbereichen von Frauen und Männern etwas weitergebracht", so die
Ministerin.

Aufgrund der Fülle an gesetzlichen Neuerungen und Maßnahmen zeigte
die Ministerin anhand eines praktischen Beispiels einige erfolgte
Schritte auf: Eine 30-jährige Frau aus Niederösterreich mit einem
2-jährigen Kind und neuem Partner ist auf Jobsuche. Mit Hilfe eines
Frauen-Berufszentrums, dem Online-Gehaltsrechner und Gehaltsangaben
in Stelleninseraten kann sie sich gut orientieren und findet
schließlich eine Stelle in Wien. Für eine bessere Vereinbarkeit von
Familie und Beruf wird sie mit einem der 30.000 neuen
Kinderbetreuungsplätze genauso unterstützt wie durch die Möglichkeit,
dass der 'Patchwork-Papa' des Kindes die Möglichkeit hat,
Pflegefreistellung zu nehmen. Aus finanzieller Sicht stellen für die
junge Familie zudem PendlerInnen-Pauschale, einkommensabhängiges
Kindergeld und später das Gratis-Kindergartenjahr eine Erleichterung
dar. "Wir haben jedoch nicht nur für intakte Familien wie diese
Maßnahmen getroffen. So haben wir Notwohnungen für Mädchen und junge
Frauen, die von Zwangsheirat betroffen sind, durchgesetzt und das
Betretungsverbot für Gewalttäter auf Schulen und Kindergärten
ausgeweitet und die Strafen erhöht, wenn sich jemand nicht an eine
Einstweilige Verfügung hält", so Heinisch-Hosek.

Auch wenn bereits viele Maßnahmen umgesetzt werden konnten, würden
noch viele Aufgaben bevorstehen: "Die Top-3-Ziele auf meiner Liste
sind, erstens die Einkommensschere zu schließen und zweitens die
Familienförderung neu zu gestalten. 100 Millionen Euro sollen dabei
den Ausbau der Kinderbetreuung ermöglichen, überdies soll die
Familienbeihilfe massiv erhöht werden. Drittens braucht es mehr
Väterbeteiligung bei Karenz, Kindererziehung und im Haushalt. Der
Papamonat hat sich mittlerweile im öffentlichen Dienst als
Erfolgsmodell etabliert, daher wäre ein solcher auch für die
Privatwirtschaft wünschenswert. Es liegt also noch viel Arbeit vor
uns, bis wir eine gerechte Gleichstellung in allen Lebensbereichen
erreicht haben", so die Frauenministerin abschließend.

Bilder von der Pressekonferenz sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBU

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel