Caritas Kampagnenstart /Augustsammlung "Für eine Zukunft ohne Hunger"

Küberl: "Das Beispiel Äthiopien zeigt, dass Helfen hilft!"

Wien (OTS) - Es regnet in Äthiopien. Und das ist gut so, denn wenn die Regenzeit ausfällt oder auch nur zu spät kommt, sind Tausende Menschen in Lebensgefahr. In den Jahren 2008 und 2011 war das der Fall - die Dürre hat damals die Ernten zerstört und allein im Bezirk Siraro Woreda, im Süden Äthiopiens, waren 44.000 Menschen auf akute Nothilfe angewiesen.
Franz Küberl war vergangene Woche auf Projektbesuch in Äthiopien. Über die Entwicklungshilfe der Caritas sagt ihr Präsident: "Derzeit gibt es 587 Projekte weltweit, die von der Caritas unterstützt werden, viele davon in Afrika. 587 Beispiele, wie man in einer schwierigen Situation Zukunftsmomente erzeugen kann. Denn der Entwicklungswille ist bei den Menschen da und dafür braucht es Unterstützung." 875 Millionen Menschen leiden weltweit an Hunger. Küberl: "Armut und Hunger sind Zwillinge; wir sind überzeugt davon, dass die Güter der Erde für alle zugänglich sein müssen. Der Zugang zu ausreichend Nahrung ist ein Menschenrecht."
Rehabilitation
Nach der Nothilfe und der Dürrekatastrophe von 2011 ging es darum, den erneut drohenden Hungerkrisen entgegenzuwirken: Durch Spenden aus Österreich erhielten tausende alleinerziehende Frauen Ziegen, um das Haushaltseinkommen zu stabilisieren. Weitere 2.000 Familien bekamen Saatgut, damit sie ihre Felder wieder bestellen konnten. Diese Form der Rehabilitation ist ein wichtiger Schritt, um die betroffenen Menschen zu unterstützen.
Küberl: "Hunger ist keine Naturkatastrophe. Hunger hat wirtschaftliche und politische Ursachen. Ein Drittel aller vorhandenen Lebensmittel weltweit werden vernichtet. Wie wir in Äthiopien sehen, ist auch das Fehlen von Infrastruktur wie Straßen usw. einer Entwicklung nicht gerade förderlich."
Vorsorge und Nahrungsmittelsicherung
Die Schaffung geeigneter Lagermöglichkeiten für Getreide ist eine effiziente Hilfe. So müssen die Bauern unmittelbar nach der Ernte ihre Produkte nicht zu niedrigen Preisen verkaufen und es wird eine Reserve für Krisenzeiten geschaffen. Bei der Gründung von Genossenschaften wirken die Bauern von Anfang an direkt bei der Umsetzung des Projektes mit und übernehmen eigenverantwortlich Produktion und Vermarktung ihrer Produkte. Gleichzeitig werden durch "Getreidebanken" (genossenschaftlich verwaltete Getreidespeicher, hierzulande als "Lagerhäuser" bekannt) die Voraussetzungen geschaffen, die Bauern besser gegen Wetter- oder Preisschwankungen zu wappnen.
Franz Küberl: "Die Caritas ist im Feld von Nothilfe bis Vorsorgemaßnahmen tätig und wir sehen, besonders auch am Beispiel Äthiopien, dass Entwicklung möglich ist. Dafür braucht es aber auch Unterstützung. Daher fordere ich von der österreichischen Regierung, dass sie endlich die versprochenen 0,7 Prozent des BIP für Entwicklungshilfe umsetzt und das Finanzrahmengesetz novelliert. Gleichzeitig hoffe ich, dass das nächste Parlament mehr Eigenverantwortung in Sachen Entwicklungspolitik übernimmt und sich nicht nur der Vorgabe der Parteien unterwirft. Und Österreich muss sich dafür stark machen, dass in Entwicklungsländern Gegenwertfonds zur Entschuldung eingerichtet werden. Diese Fonds müssen eingesetzt werden, um Hunger zu bekämpfen und um Kinder in die Schule zu schicken. Den Ländern einfach nur Schulden erlassen - ohne jegliche Auflagen - bringt keine Entwicklung. Wir leben in einem globalen Dorf und das ist nicht mehr zurückzudrehen. Es kann uns daher nur gut gehen, wenn es auch dem Nachbarn gut geht. Daher mein Appell an die Österreicherinnen und Österreicher um Unterstützung denn: Helfen hilft!"
Kampagne "Für eine Zukunft ohne Hunger" Start Freitag, 12. Juli 2013. Seit 40 Jahren ruft die Caritas im Rahmen der Augustsammlung zur Unterstützung für notleidende Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika auf.
So können Sie helfen: 25 Euro = Saatgut und Werkzeug für eine Bauernfamilie
Caritas- Spendenkonto: PSK 7.700.004 (BLZ 60.000)
Kennwort: Hungerhilfe, Online-Spenden: www.caritas.at

Rückfragen & Kontakt:

Caritas Österreich
Mag. Sonja Jöchtl
Leitung Kommunikation
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