- 12.07.2013, 09:00:33
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Caritas Kampagnenstart /Augustsammlung "Für eine Zukunft ohne Hunger"
Küberl: "Das Beispiel Äthiopien zeigt, dass Helfen hilft!"
Utl.: Küberl: "Das Beispiel Äthiopien zeigt, dass Helfen hilft!" =
Wien (OTS) - Es regnet in Äthiopien. Und das ist gut so, denn wenn
die Regenzeit ausfällt oder auch nur zu spät kommt, sind Tausende
Menschen in Lebensgefahr. In den Jahren 2008 und 2011 war das der
Fall - die Dürre hat damals die Ernten zerstört und allein im Bezirk
Siraro Woreda, im Süden Äthiopiens, waren 44.000 Menschen auf akute
Nothilfe angewiesen.
Franz Küberl war vergangene Woche auf Projektbesuch in Äthiopien.
Über die Entwicklungshilfe der Caritas sagt ihr Präsident: "Derzeit
gibt es 587 Projekte weltweit, die von der Caritas unterstützt
werden, viele davon in Afrika. 587 Beispiele, wie man in einer
schwierigen Situation Zukunftsmomente erzeugen kann. Denn der
Entwicklungswille ist bei den Menschen da und dafür braucht es
Unterstützung." 875 Millionen Menschen leiden weltweit an Hunger.
Küberl: "Armut und Hunger sind Zwillinge; wir sind überzeugt davon,
dass die Güter der Erde für alle zugänglich sein müssen. Der Zugang
zu ausreichend Nahrung ist ein Menschenrecht."
Rehabilitation
Nach der Nothilfe und der Dürrekatastrophe von 2011 ging es darum,
den erneut drohenden Hungerkrisen entgegenzuwirken: Durch Spenden aus
Österreich erhielten tausende alleinerziehende Frauen Ziegen, um das
Haushaltseinkommen zu stabilisieren. Weitere 2.000 Familien bekamen
Saatgut, damit sie ihre Felder wieder bestellen konnten. Diese Form
der Rehabilitation ist ein wichtiger Schritt, um die betroffenen
Menschen zu unterstützen.
Küberl: "Hunger ist keine Naturkatastrophe. Hunger hat
wirtschaftliche und politische Ursachen. Ein Drittel aller
vorhandenen Lebensmittel weltweit werden vernichtet. Wie wir in
Äthiopien sehen, ist auch das Fehlen von Infrastruktur wie Straßen
usw. einer Entwicklung nicht gerade förderlich."
Vorsorge und Nahrungsmittelsicherung
Die Schaffung geeigneter Lagermöglichkeiten für Getreide ist eine
effiziente Hilfe. So müssen die Bauern unmittelbar nach der Ernte
ihre Produkte nicht zu niedrigen Preisen verkaufen und es wird eine
Reserve für Krisenzeiten geschaffen. Bei der Gründung von
Genossenschaften wirken die Bauern von Anfang an direkt bei der
Umsetzung des Projektes mit und übernehmen eigenverantwortlich
Produktion und Vermarktung ihrer Produkte. Gleichzeitig werden durch
"Getreidebanken" (genossenschaftlich verwaltete Getreidespeicher,
hierzulande als "Lagerhäuser" bekannt) die Voraussetzungen
geschaffen, die Bauern besser gegen Wetter- oder Preisschwankungen zu
wappnen.
Franz Küberl: "Die Caritas ist im Feld von Nothilfe bis
Vorsorgemaßnahmen tätig und wir sehen, besonders auch am Beispiel
Äthiopien, dass Entwicklung möglich ist. Dafür braucht es aber auch
Unterstützung. Daher fordere ich von der österreichischen Regierung,
dass sie endlich die versprochenen 0,7 Prozent des BIP für
Entwicklungshilfe umsetzt und das Finanzrahmengesetz novelliert.
Gleichzeitig hoffe ich, dass das nächste Parlament mehr
Eigenverantwortung in Sachen Entwicklungspolitik übernimmt und sich
nicht nur der Vorgabe der Parteien unterwirft. Und Österreich muss
sich dafür stark machen, dass in Entwicklungsländern Gegenwertfonds
zur Entschuldung eingerichtet werden. Diese Fonds müssen eingesetzt
werden, um Hunger zu bekämpfen und um Kinder in die Schule zu
schicken. Den Ländern einfach nur Schulden erlassen - ohne jegliche
Auflagen - bringt keine Entwicklung. Wir leben in einem globalen Dorf
und das ist nicht mehr zurückzudrehen. Es kann uns daher nur gut
gehen, wenn es auch dem Nachbarn gut geht. Daher mein Appell an die
Österreicherinnen und Österreicher um Unterstützung denn: Helfen
hilft!"
Kampagne "Für eine Zukunft ohne Hunger" Start Freitag, 12. Juli 2013.
Seit 40 Jahren ruft die Caritas im Rahmen der Augustsammlung zur
Unterstützung für notleidende Menschen in Afrika, Asien und
Lateinamerika auf.
So können Sie helfen: 25 Euro = Saatgut und Werkzeug für eine
Bauernfamilie
Caritas- Spendenkonto: PSK 7.700.004 (BLZ 60.000)
Kennwort: Hungerhilfe, Online-Spenden: www.caritas.at
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