- 10.07.2013, 09:09:26
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Universitätsrat der MedUni Wien untermauert Bedenken gegen den medizinischen Universitätsstandort Linz
Wien (OTS) - Der Universitätsrat der Medizinischen Universität Wien
hat heute seine Bedenken gegen den medizinischen Universitätsstandort
Linz untermauert: "Wir bedauern nicht nur das Fehlen jeglicher
sachlicher Diskussion über einen künftigen Medizinischen
Universitätsstandort Linz, wir sind darüber vielmehr in höchstem Maße
entrüstet", erklärte Unirats-Vorsitzender Erhard Busek.
Alle Entscheidungen des Bundes in dieser Angelegenheit seien auf rein
politischer Ebene, einerseits durch den Druck oberösterreichischer
Ministerinnen und Minister, andererseits durch den Druck der nahenden
Nationalratswahlen am 29. September, gefallen, betonte Busek. "Denn
aus Fachkreisen sind die Bedenken durchgehend schwerwiegend, sowohl
vom Öster-reichischen Wissenschaftsrat, vom Rat für Forschung und
Technologieentwicklung, von der Universitätenkonferenz, als auch von
zahlreichen anderen Gremien oder Institutionen."
Der Universitätsrat der MedUni Wien kritisierte am Mittwoch auch die
am vergangenen Freitag beschlossene Novellierung des
Universitätsgesetzes 2002. Diese Novellierung, auf Basis einer durch
den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Karlheinz
Töchterle, eingebrachten Regierungsvorlage, sei außerdem nicht mit
dem Grundkonzept des Universitätsgesetzes vereinbar. Busek dazu:
"Niemand braucht das, da die Universitäten jetzt schon im Rahmen
ihrer Auto-nomie freie Hand in der Errichtung von Fakultäten oder
anderer Organisationseinheiten haben." Vielmehr sei die Novelle wohl
eher als "Erleichterung" für die Errichtung einer Medizinischen
Fakultät an der Johannes-Kepler-Universität in Linz gedacht gewesen.
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