Mit gelebten Werten in eine sichere europäische Zukunft: "Europäische Sommer-Akademie für Senioren-Führungskräfte 2013" in Wien eröffnet

Personalität, Subsidiarität, Solidarität und Gemeinwohl als Wertebasis für zukunftsorientierte Europapolitik bestätigt

Wien (OTS) - Gestern Sonntag wurde in der Politischen Akademie der ÖVP in Wien die "Europäische Sommer-Akademie für Senioren-Führungskräfte 2013" eröffnet. Die Veranstaltung punktet auch heute Montag und morgen Dienstag noch mit prominenten Vortragenden. Zur Eröffnung betonte der Präsident der Europäischen Seniorenunion, StS a.D. Dr. Bernhard Worms (Deutschland) fest:

"Wenn wir uns bei der diesjährigen Sommer-Akademie für Senioren-Führungskräfte mit dem Thema der Europawahlen 2014 auseinandersetzen, so halten wir fest: Zusätzlich zum Wahlprogramm der Europäischen Volkspartei (EVP) werden wir Senioren ein eigenes Wahlprogramm der Europäischen Seniorenunion vorlegen. Und dabei werden wir die großen Werte unserer Bewegung wieder in den Mittelpunkt rücken: Personalität - und damit tägliches Bewusstsein der Eigenverantwortung, der Verantwortung des Einzelnen für sein persönliches Tun, Subsidiarität - das heißt Entscheidungen auf der richtigen Ebene zu treffen, eine Festlegung der Ebene wer welche Herausforderung zu lösen hat, Solidarität füreinander - auch über Landesgrenzen hinweg, und das Gemeinwohl als Richtschnur für alle Handlungsentscheidungen auf allen Ebenen. Dies müssen die gelebten Werte, die Grundlagen der Arbeit und Entscheidungen auch auf europäischer Ebene sein."

Seniorinnen und Senioren wollen und werden ihre Vorbild- und Unterstützungsrolle in ganz Europa leben!

Mag. Andreas Prenner, Bereichsleiter für Finanzen, Personal und Organisation der Österreichischen Industriellenvereinigung, beleuchtete in seinem Vortrag die wirtschaftliche Situation Europas. Er gab damit wichtige Inputs für die folgenden Diskussionen, deren entscheidende Schlussfolgerung lautet:

"Nur gemeinsam, insbesondere durch Zusammenarbeit der mittlerweile fünf europäischen Generationen, kann man eine positive Zukunft Europas gestalten! Seniorinnen und Senioren - auch den nationalen und internationalen Seniorenorganisationen - kommt dabei eine ganz besondere Vorbild- und Unterstützungsrolle zu. Und auch dabei stehen die Eigenverantwortung jedes einzelnen EU-Bürgers und die strikte Einhaltung des Subsidiaritäts-Prinzips im Vordergrund", sind sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus insgesamt 17 EU-Mitgliedsstaaten (Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Großbritannien, Italien/Südtirol, Malta, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Slowenien, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn) einig.

Besonders besorgt zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Zuge der Debatte zur Arbeitssituation der Jugendlichen in vielen europäischen Ländern. Hier solle das "Duale Ausbildungsmodell" Österreichs und Deutschlands als Vorbild für die Krisenländer gelten. Zudem sei es nötig, Unternehmertum, Jungunternehmer aber auch Quereinsteiger und Umsteiger von unnötigen Verwaltungshürden und übertriebenden Finanzierungsregelungen zu befreien. So könnten die Jungen in ganz Europa ihre Zukunft leichter in die Hand zu nehmen.

Ohne Senioren ist keine Wahl zu gewinnen. Dabei beschränken sich Senioren keineswegs auf die Themen Pensionen und Pflege!

Der Europaabgeordnete, Heinz K. Becker, der auch Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes ist, präsentierte im Anschluss an die lebhafte Diskussion zu inhaltlichen Themen das aktuelle Programm des "Europäischen Jahres der Bürgerinnen und Bürger 2013" und berichtete zu Fortschritten im Europäischen Parlament:

"Zuletzt haben wir zum Beispiel im Bereich des Lebensbegleitenden Lernens einen großen Fortschritt geschafft: 'Erasmus Plus', als die mit höheren EU-Budgets ausgestattete Weiterführung des Erfolgsprogrammes für LLL (Lebenslanges/Lebensbegleitendes Lernen) wird neben dem klassischen Schwerpunkt für Studenten und Schüler verstärkt auch die Weiterbildung Älterer fördern, als Arbeitnehmer aber auch noch im Ruhestand. Derzeit bin ich im Europaparlament der einzige gewählte Senioren-Vertreter, das ist viel zu wenig, denn:
Ohne Senioren ist keine Wahl zu gewinnen - das gilt für ganz Europa! Dies werden wir in unseren Mutter-Parteien in allen europäischen Ländern ganz klar machen müssen. Und das Ziel für die Europa-Wahlen 2014 ist klar: Danach muss es mehr gewählte Senioren-Vertreter im Europaparlament geben. Politik muss überall - auch in Europa - mit unserer aktiven Beteiligung geschehen!"

Über die "Europäische Sommer-Akademie für Senioren-Führungskräfte" und den weiteren Tagungsverlauf

Die "Europäische Sommer-Akademie für Senioren-Führungskräfte" geht heuer schon in die 5. Austragungsrunde, wird von der Europäischen Seniorenunion (ESU) und dem Österreichischem Seniorenbund organisiert, sowie von der Politischen Akademie der ÖVP und der Österreichischen Industriellenvereinigung unterstützt. Thematisch stehen heuer die "Wahlen zum Europäischen Parlament 2014" und die dabei einzunehmende Rolle der "Europäischen Seniorenunion und ihrer Mitgliedsorganisationen" im Mittelpunkt.

ESU-Präsident Worms zur diesjährigen Sommerakademie in Wien: "Seit unserer Gründung 1995 in Wien ist dies das erste Mal, dass von 33 Mitgliedsorganisationen 21 anwesend sind (66%). Und von 24 ESU-Mitgliedsländern (allesamt EU-Mitglieder) sind 18 Staaten vertreten (75%). Die Sommer-Akademie in Wien ist somit unsere Spitzenveranstaltung in Europa!"

Zum weiteren Programm:

Montag, 08. Juli 2013

Politische Akademie der ÖVP, Tivoligasse 73, 1120 Wien
09:00 Eröffnung, Präsident der ESU StS a.D. Dr. Bernhard Worms 09:15 "Warum Europa?", Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes NR-Präs. a.D. Dr. Andreas Khol
10:30 "Europawahlkampf 2014 in Österreich", Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka
14:00 "Europawahlkampf 2014 in Europa", Vize-Generalsekretär der Europäischen Volkspartei Christian Kremer

Dienstag, 09. Juli 2013

Politische Akademie der ÖVP, Tivoligasse 73, 1120 Wien
09:00 Eröffnung, Vize-Präsidentin der ESU, Europabeauftragte des Österreichischen Seniorenbundes, BM a.D. Dr. Marilies Flemming 09:15 "Berichte aus den einzelnen ESU-Organisationen", Vize-Präsidentin der ESU, An Hermans
Ab 11:15 Zusammenfassung der Tagungsergebnisse

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stv. Generalsekretärin Susanne Walpitscheker
Mobil: 0650-581-78-82, swalpitscheker@seniorenbund.at www.seniorenbund.at

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