• 04.07.2013, 11:58:40
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Keine Besetzung: Servitenkloster bleibt bis Ende Oktober Flüchtlingsquartier

Caritas und FSW beschließen gemeinsam: Servitenkloster bleibt bis Ende Oktober Grundversorgungshaus. Pläne der Caritas, das Kloster umzubauen, werden inzwischen geprüft.

Utl.: Caritas und FSW beschließen gemeinsam: Servitenkloster bleibt
bis Ende Oktober Grundversorgungshaus. Pläne der Caritas, das
Kloster umzubauen, werden inzwischen geprüft. =

Wien (OTS) - Die Caritas der Erzdiözese Wien und der Fonds Soziales
Wien (FSW) einigten sich am Mittwoch auf ein weiteres gemeinsames
Vorgehen im Zusammenhang mit dem Servitenkloster. Das Haus in
Wien-Alsergrund beherbergt seit Anfang März knapp 60 Asylwerber.
Dabei handelt es sich um jene Flüchtlinge, die zuvor bereits in der
Votivkirche Zuflucht gefunden hatten.

Konkret besteht die Einigung nun darin, dass das Kloster über Juli
hinaus bis 31. Oktober 2013 als Grundversorgungseinrichtung
weitergeführt wird. Die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten
starten erst danach. In der Zwischenzeit werden im gemeinsamen
Gespräch jene Pläne im Detail geprüft, wonach das Kloster ab 2014 als
Bleibe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) eingerichtet
werden könnte. "Auch wenn die Bauarbeiten im Kloster nun um ein paar
Monate in weitere Ferne gerückt sind, so sind wir unserem Ziel, eine
friedliche Lösung im Kloster zu erzielen, mit dieser Einigung doch
ein Stück näher gekommen", zeigt sich Klaus Schwertner,
Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien, überzeugt. "Wir
werden die Flüchtlinge in der nun gewonnenen Zeit weiter bei ihrem
Auszug aus dem Kloster unterstützen." FSW-Geschäftsführer Peter
Hacker stellte fest: "Es entspricht nicht den sozialpolitischen
Grundsätzen dieser Stadt, Flüchtlinge unversorgt vor die Tür zu
setzen. Caritas und FSW haben das von Beginn an betont, und dabei
bleibt es." Caritas und Stadt Wien arbeiten hier Hand in Hand, um
eine rechtskonforme, aber auch menschliche Lösung sicherzustellen.

In den vergangenen Wochen hatten sich einzelne Flüchtlinge bereits zu
einem Umzug in andere Häuser entschlossen. "Wir gehen davon aus, dass
weitere Flüchtlinge diesem Beispiel folgen werden. Auch wenn die
Situation für diese Menschen nicht einfach ist. Immerhin sind einige
akut von einer Abschiebung in ihr Herkunftsland bedroht." Schwertner
nutzte die Gelegenheit und dankte dem FSW für das Entgegenkommen in
den vergangenen Wochen und Monaten: "Auch wenn in den vergangenen
Tagen ein gegenteiliger Eindruck entstanden sein mag: Die Stadt Wien
war in dieser nicht immer einfachen Situation stets um Lösungen
bemüht - so ist es jetzt und so war es, als es darum ging, die
Flüchtlinge in Grundversorgung zu halten."

Abschließend hielt Schwertner einmal mehr fest. "Die Caritas teilt
die Sorge der Flüchtlinge im Servitenkloster, wonach die
österreichischen Behörden die Sicherheitssituation in Pakistan falsch
einschätzen. Die derzeitige Gefahrenlage in Pakistan rechtfertigt
unserer Ansicht nach nicht, dass Flüchtlingen aus diesem Land nur in
einem Prozent der Fälle Asyl gewährt wird. Wir fordern die
Bundesregierung erneut auf, Abschiebungen in Länder zu überdenken,
die sie für ihre eigenen Staatsbürger als zu gefährlich erachtet."

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