- 28.06.2013, 13:57:10
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ÖAAB und Wirtschaftsbund starten Initiative "Gemeinsam gesund"
Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz steht im Vordergrund. In Wien verursachen 12 Mio. Krankenstände zwei Mrd. Euro an Kosten. Weg von Reparaturmedizin - hin zur Prävention.
Utl.: Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz steht im Vordergrund. In
Wien verursachen 12 Mio. Krankenstände zwei Mrd. Euro an
Kosten. Weg von Reparaturmedizin - hin zur Prävention. =
Wien (OTS) - Wien - OTS: "Nur gesunde Mitarbeiter sind zufriedene
Mitarbeiter - das ist für Arbeitnehmer genauso wichtig wie für
Arbeitgeber" fassten KommR Brigitte Jank, Obfrau des
Wirtschaftsbundes und Nationalrätin Gabriele Tamandl, Obfrau des ÖAAB
Wien, das Ziel der gestarteten Initiative "Gemeinsam gesund"
zusammen. Die beiden großen "Erwerbstätigen"-Teilorganisationen der
ÖVP in Wien wollen damit mehr Bewusstsein für den Nutzen von
Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz schaffen, denn "die Gesundheit
ist das höchste Gut" meinten beide übereinstimmend.
"Ein gesunder Betrieb, hat gesunde Mitarbeiter!" streicht Jank die
Bedeutung der Gesundheit der Mitarbeiter für den eigenen Betrieb
hervor. Die Unternehmer haben das erkannt und investieren daher in
ein gesundes Arbeitsumfeld und ergänzen dies mit freiwilligen
Gesundheitsleistungen, die sie den Arbeitnehmern zur Verfügung
stellen. "Dabei profitieren die Arbeitnehmer persönlich durch eine
bessere Gesundheit, die Arbeitgeber haben zufriedenere und
leistungsfähigere Mitarbeiter." zeigte sich Jank überzeugt.
12 Mio. Krankenstände zwei Mrd. Euro an Kosten
Welche volkswirtschaftliche Bedeutung die Gesundheitsförderung
spielen könnte, zeigt die hohe Anzahl an Krankenstandstagen. Jährlich
entstehen in der Bundeshauptstadt 12 Mio. Krankenstände, die zwei
Mrd. Euro Kosten sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber
hervorrufen. "Geld das sich unsere Betriebe gerne bei den
Lohnnebenkosten sparen würden und das wir unseren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter gerne für ein höheres Nettogehalt lassen würden."
stellt Jank die Faktenlage dar.
Prävention kommt dem Sozialsystem zugute
"Das Zauberwort heißt Prävention", so Gabriele Tamandl, "Es beginnt
beim gesunden Essen und geht über die Wertschätzung der geleisteten
Arbeit, bis hin zu tatsächlicher medizinischer Prävention durch
Angebote seitens der Unternehmen oder der Sozialversicherungen", so
Tamandl weiters. "Wenn im schlimmsten Fall ein Burn-Out am Ende des
Weges steht, wird ein Wiedereintritt in die Arbeitswelt langwierig
und schwer, deshalb liegt es im Interesse aller die Zeichen früh zu
erkennen und Arbeitsumfelder zu schaffen, in denen die Menschen
gesund leben und sich bei ihrer Arbeit wohl fühlen können", folgert
Tamandl.
"Arbeit ist sinnstiftend, das zeigen hohe Krankheitszahlen bei
Menschen die zu früh oder zu abrupt aus der Arbeitswelt gerissen
werden. Gesunde, zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben
eine höhere Motivation und müssen nicht in Frühpension geschickt
werden, was letztlich neben dem zufriedenen Mitarbeiter auch den
Unternehmern und dem Sozialsystem zugutekommt.", so Tamandl.
Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz
Im Zuge der Auftaktveranstaltung "Gemeinsam gesund" stellten der
Wirtschaftsbund und der ÖAAB die Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz
in den Vordergrund. Als Best Practice wurde von Arbeitsmediziner Dr.
Dieter Viehböck, die gesundheitsbildenden Maßnahmen der ERSTE Bank
vorgestellt. Dr. Thomas Mück, stellvertretender Generaldirektor der
Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft plädierte für
einen neuen Zugang - weg von der Reparaturmedizin, hin zur
Prävention. Abschließend präsentierte Mag. Georg Toifl die praktische
Umsetzung von gesundheitsfördernden Maßnahmen in seinem
Familienbetrieb. (Schluss)
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