• 28.06.2013, 12:24:17
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Beatrix Karl: "Die Familiengerichtshilfe ist eine wichtige Stütze für Eltern und Richter"

100 Familiengerichtshelfer ab 1. Juli - praktische Umsetzung des Familienrechts NEU planmäßig angelaufen

Utl.: 100 Familiengerichtshelfer ab 1. Juli - praktische Umsetzung
des Familienrechts NEU planmäßig angelaufen =

Wien (OTS) - Ab Montag, dem ersten Juli, werden rund 100
Familiengerichtshelferinnen und -helfer in allen österreichischen
Ballungsräumen im Einsatz sein. Damit ist die erste Etappe in der
praktischen Umsetzung des neuen Familienrechts planmäßig
abgeschlossen. Bei der heutigen Auftaktveranstaltung zum bundesweiten
Ausbau der Familiengerichtshilfe, zu der die neuen Mitarbeiter ins
Justizministerium geladen waren, betonte Justizministerin Beatrix
Karl die Vorteile dieser Maßnahme. Nach dem Endausbau im Juli 2014
werden österreichweit dann bis zu 200 Familiengerichtshelfer an 25
Standorten eingesetzt sein.

"Die Familiengerichtshilfe ist eine wichtige Stütze für Eltern,
Kinder und Richter. Dank Ihres Einsatzes ist es künftig möglich,
schnellere und vermehrt einvernehmliche Lösungen vor Gericht zu
finden. Ich bin überzeugt, dass die Familiengerichtshilfe auf dem
besten Weg ist, ein Erfolgsmodell zu werden", richtete sich Karl an
die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei verwies die
Bundesministerin insbesondere auf die psychologischen und
sozialpädagogischen Kompetenzen dieser neuen Einrichtung. "Das
Familienrecht behandelt hochemotionale Sachverhalte; es geht um
Väter, Mütter, Kinder und ihre Beziehungen zueinander. Die
psychologischen und sozialpädagogischen Kompetenzen der
Familiengerichtshilfe sind daher ein großer Gewinn für Familien und
für die Justiz", so Karl weiter.

Die ersten Erfahrungen mit der Familiengerichtshilfe sind äußerst
positiv. So konnten bisher bei etwa einem Drittel aller Fälle durch
die Familiengerichtshilfe Einigungen oder außergerichtliche Lösungen
erreicht werden.

Zu den Hauptaufgaben der Familiengerichthilfe zählt die Anbahnung
einer gütlichen Einigung ("Clearing"); dabei wird durch Gespräche
versucht, eine einvernehmliche Lösung noch vor Verfahrensbeginn zu
finden. Familiengerichtshelfer - speziell ausgebildete Psychologen,
Sozialarbeiter und Pädagogen - unterstützen Richter auch in ihrer
Entscheidungsfindung durch fachliche Stellungnahmen und Berichte. Als
"Besuchsmittler" tragen Familiengerichtshelfer zusätzlich zur
Durchsetzung von Besuchskontakten bei, indem sie beispielsweise
Übergaben begleiten.

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