- 27.06.2013, 14:29:57
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Verkehrsdienstevertrag NÖ: hohe Qualität, mehr Fahrgäste
Positive Zwischenbilanz zum Verkehrsdienstevertrag NÖ: Mehr Angebot, hohe Pünktlichkeit und 10 % mehr Fahrgäste in der Ostregion
Utl.: Positive Zwischenbilanz zum Verkehrsdienstevertrag NÖ: Mehr
Angebot, hohe Pünktlichkeit und 10 % mehr Fahrgäste in der
Ostregion =
St. Pölten (OTS) - Vor rund einem Jahr wurde zwischen dem Land NÖ und
den ÖBB ein neuer Verkehrsdienstevertrag mit fixen Qualitätsstandards
abgeschlossen. Mit dem Verkehrsdienstevertrag bestellte das Land
Niederösterreich zusätzlich zu dem vom Bund bestellten Grundangebot
Zugverkehre in Niederösterreich. Neben der Absicherung des
bestehenden Nahverkehrsangebots brachte der Vertrag auch eine
deutliche Angebotsausweitung. So bestellte das Land NÖ 62 zusätzliche
Züge pro Werktag oder 10.100 zusätzliche Sitzplätze. Bei einem
Pressgespräch zogen der niederösterreichische Verkehrslandesrat, Mag.
Karl Wilfing, und der Vorstand der ÖBB-Personenverkehr AG, Birgit
Wagner, heute eine positive Zwischenbilanz.
"Mit dem vor einem Jahr unterzeichneten Verkehrsdienstevertrag haben
wir das Angebot bis 2019 gesichert und zusätzliche Pendlerzüge
bestellt. Besonders wichtig ist für uns, dass dabei maßgebliche
Qualitätsziele - wie beispielsweise Sauberkeit und Pünktlichkeit -
erreicht werden. Die ÖBB haben die vereinbarten Ziele erreicht - aus
diesem Grund wird ein Bonus von rund 80.000 Euro ausbezahlt", stellt
Wilfing fest. Darüber hinaus sind die neu etablierten Taktknoten in
St. Pölten und Amstetten eine wesentliche Angebotsverbesserung.
Wilfing: "Wer heute am Taktknoten umsteigt, der hat innerhalb von
Minuten seinen Anschlusszug. Damit fügen sich beide Taktknoten
bestens in das NÖ Gesamtverkehrskonzept ein."
"Der Verkehrsdienstevertrag garantiert unseren Fahrgästen ein
stabiles, öffentliches Verkehrsangebot. Unsere Kunden profitieren von
mehr Angebot und hoher Qualität. Allein von 2011 auf 2012 sind die
Fahrgastahlen in der Ostregion um 10 % gestiegen", so Birgit Wagner,
Mitglied des Vorstandes der ÖBB-Personenverkehr AG.
Mehr Angebot
Der neue Verkehrsdienstevertrag NÖ brachte neue Zugangebote für die
niederösterreichischen Pendler. Zusätzlich zu den stündlich
verkehrenden REX- und Regionalzügen sind erstmals im Nahverkehr 200
km/h schnelle Regionalexpresszüge (REX200) zwischen Wien -
Tullnerfeld - St. Pölten Hbf. - Loosdorf - Melk - Pöchlarn -
Ybbs/Donau - Amstetten und teilweise bis St. Valentin unterwegs.
Dadurch konnte die Fahrzeit um bis zu 19 Minuten verkürzt werden. Ein
REX200-Zugpaar pro Tag bringt auch eine noch schnellere
Direktverbindung zwischen Wien und Krems. Die Züge sind zusätzliche
Verkehrsdienstbestellungen der Länder Niederösterreich und Wien in
Zusammenarbeit mit der Verkehrsverbund Ostregion (VOR) GmbH.
Zwischen Unter Purkersdorf und Rekawinkel fahren als Verlängerung der
S15 von Wien Hütteldorf nach Unter Purkersdorf 20 Züge zusätzlich. 24
Züge mehr kommen zwischen Unter Purkersdorf und der Landesgrenze
NÖ/Wien zum Einsatz. Auf der Südachse sind mehr Züge zwischen
Deutschkreutz und Wr. Neustadt unterwegs. Pendler aus dem Süden
Niederösterreichs haben seit der Teilinbetriebnahme des Hauptbahnhofs
Wien neue Umsteigemöglichkeiten zur U-Bahn. So können Fahrgäste aus
Richtung Bruck/Leitha nun über den Hauptbahnhof direkt bis Meidling
zur U6 fahren.
Taktknoten etabliert
Neben der Angebotsausweitung auf der Weststrecke bringen auch die neu
etablierten Taktknoten St. Pölten und Amstetten optimale
Anschlussverbindungen von Wien bzw. Linz ins Most- und Waldviertel.
So gibt es in St. Pölten um die Minute 30 den InterCity-Taktknoten
aus Richtung Wien und Linz, der optimale Anschlüsse nach Pöchlarn,
Traisen, Tulln oder Krems bietet. In Amstetten gibt es stündlich um
die Minute 00 einen InterCity-Knoten. Der Knoten bietet eine
stündliche Anbindung der Rudolfsbahn Richtung Waidhofen/Ybbs sowie
stündliche REX-Verbindungen nach St. Valentin bzw. St. Pölten und
einen Regionalzug-Stundentakt von/nach Blindenmarkt.
Hohe Pünktlichkeit und saubere Züge
Im Rahmen des Verkehrsdienstevertrags wurden Qualitätsziele mit einem
Bonus-/ Malussystem in den Bereichen Pünktlichkeit, Sauberkeit,
Sicherheit und Fahrgastinformation festgelegt. Die Zielerreichung
wird regelmäßig durch stichprobenartige Qualitätsprüfungen sowie die
Befragung von ÖBB-Kunden durch den VCÖ überprüft. 2012 ergab sich
daraus eine Bonuszahlung von 80.000 Euro für die ÖBB. Die
Pünktlichkeit im Nahverkehr konnte in NÖ gegenüber dem hohen Niveau
im Jahr 2011 weiter auf 96,3 % gesteigert werden. Von Jänner bis Mai
2013 beträgt die Pünktlichkeit in Niederösterreich bisher 96, 4 %.
Von den Kunden wird die Pünktlichkeit mit der Note 1,6
(Schulnotenprinzip) bewertet. Die Sauberkeit im Zug bekommt die Note
"Gut" und die Sicherheit im Zug liegt bei 1,9. Verbesserungspotential
gibt es bei der Information im Störungsfall: Diese bewerten Kunden
mit der Note 2,5. Die ÖBB arbeiten bereits an Verbesserungsmaßnahmen.
+10% mehr Fahrgäste
Die Fahrgastzahlen bestätigen den gemeinsamen Weg von ÖBB, Bund und
Land. In der Ostregion waren von 2011 auf 2012 um mehr als 10% mehr
Reisende unterwegs. Der positive Trend setzt sich auch im Jahr 2013
fort. So nutzten von Jänner bis Mai 2013 im VOR-Raum um 3,6% mehr
Fahrgäste die Angebote der ÖBB als im Vergleichszeitraum des
Vorjahres.
Neue Nahverkehrszüge
Bis 2016 beschaffen die ÖBB 100 neue barrierefreie und klimatisierte
Züge vom Typ Desiro Mainline (ML) für den Nah- und Regionalverkehr.
Davon kommen 30 Züge im S-Bahn-Verkehr in Niederösterreich und Wien
zum Einsatz. Der Bund und die Länder Wien, Niederösterreich,
Oberösterreich und die Steiermark leisten dazu einen
Finanzierungsbeitrag über erhöhte Abgeltungen aus den
Verkehrsdiensteverträgen. Niederösterreich trägt dazu ab 2015 zwei
Mio. Euro jährlich bei. Die ersten neuen Züge werden voraussichtlich
2016 in Niederösterreich eingesetzt.
Fakten zum Verkehrsdienstevertrag NÖ
Der Verkehrsdienstervertrag NÖ wurde im Auftrag des Landes NÖ
zwischen der VOR GmbH und der ÖBB-Personenverkehr AG abgeschlossen.
Der Vertrag läuft von 2012 bis 2019 und hat die Option auf
Verlängerung bis 2020. Das Auftragsvolumen umfasst jährlich 1,9 Mio.
Zug-km im Wert von 29 Mio. Euro. Vor allem das Angebot für Pendler
von und nach Wien wird damit verdichtet. Darüber hinaus gibt es mit
Fertigstellung des Hauptbahnhofs Wien die Option auf weitere
Zusatzbestellungen, wie etwa die Verdichtung der S-Bahn auf der Achse
Gänserndorf bis Landesgrenze NÖ/Wien, die Verdichtung der S7 zwischen
Wien und dem Flughafen Wien oder ein zusätzliches Zugpaar von Krems
nach Wien.
ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Die ÖBB gehören zu den pünktlichsten Bahnen Europas und
bieten ihren Kunden die höchste Pünktlichkeit in der EU. Mit
konzernweit rd. 40.800 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (davon
37.050 in Österreich, 3.750 im Ausland, zusätzlich 1.750 Lehrlinge)
und Gesamterträgen von rd. 6,25 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein
wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Strategische
Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
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