- 27.06.2013, 08:09:21
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KONSUMENT: Autoapotheken-Check - KFG-Apotheken ungeeignet
Stichprobe zeigt: Viele Kfz-Halter unzureichend ausgestattet
Utl.: Stichprobe zeigt: Viele Kfz-Halter unzureichend ausgestattet =
Wien (OTS/VKI) - Im April 2013 veranstaltete der VKI auf dem
Parkplatz eines Wiener Einrichtungshauses eine
Autoapotheken-"Kontrolle". Die Bilanz: Fast 60 Prozent der geprüften
120 Verbandskästen waren nicht mehr aktuell, bei einem Viertel lag
das Ablaufdatum fünf Jahre oder länger (bis 1979) zurück. Damit
riskieren Fahrzeughalter nicht nur eine Verwaltungsstrafe. Im
Ernstfall können so auch Erste-Hilfe-Maßnahmen unmöglich werden.
Ganze 70 Prozent aller vom VKI geprüften Autoapotheken waren
praktisch ungeeignet - entweder weil es bei der Zusammensetzung
mangelte oder weil die Produkte abgelaufen waren.
"Wir empfehlen daher, die Autoapotheke zumindest einmal im Jahr zu
kontrollieren", rät VKI-Gesundheitsexpertin Dr. Bärbel Klepp, die 19
aktuelle Autoapotheken unter die Lupe nahm. "Wir empfehlen
Autoapotheken, die der ÖNORM- oder der DIN entsprechen. Hier ist man
auch bei Reisen mit dem Auto ins Ausland besser abgesichert." Die
Regeln über das Mitführen von Autoapotheken sind in allen Ländern
sehr unterschiedlich - da aber Normen einen guten Ruf haben, ist man
hier besser für etwaige Kontrollen gerüstet. Von Autoapotheken, die
nur dem Kraftfahrgesetz (KFG) entsprechen, rät sie dagegen ab. "Hier
gibt es keine gesetzlichen Vorschriften für den Inhalt. Daher sind
diese von den Herstellern sehr unterschiedlich - und unzureichend -
ausgestattet. Da kann es passieren, dass diese fast nur Watte enthält
und damit im Falle eines Unfalles unbrauchbar ist."
Auf Ablaufdatum achten
ÖNORM- oder DIN-Norm-Apotheken sind im Gegensatz zu KFG-Apotheken
gut bestückt - u.a. mit ausreichend Wundauflagen, Fixierbinden,
Alu-Rettungsdecke, Einmal-Handschuhen und Erste Hilfe-Anleitung.
"Schon beim Kauf des Verbandskastens ist es ratsam, einen Blick auf
das Ablaufdatum zu werfen. Einige der untersuchten Autoapotheken
haben zum Kaufdatum ein Verfallsdatum von nur zweieinhalb Jahren.
Fünf Jahre sollten es aber für die verrechneten Preise schon sein",
so Klepp. "Einige Hersteller sortieren den Inhalt mittlerweile so,
dass sterile Bestandteile mit Ablaufdatum vom Rest abgetrennt
verpackt werden - das erleichtert die Kontrolle. Gleich wie verpackt:
Bestandteile ohne Verfallsdatum, etwa die Schere oder eine
Alu-Rettungsdecke, können natürlich ohnehin länger verwendet werden."
Verblüffende Preisunterschiede
Bei den ÖNORM-Apotheken bewegen sich die Kosten zwischen 9,90 Euro
und 21,70 Euro. DIN-Produkte gab es im günstigsten Fall ab 14,90
Euro, das teuerste Modell kostete 25,99 Euro. "Das sind erstaunliche
- und nur bedingt nachvollziehbare - Unterschiede für genormte, also
inhaltsgleiche Produkte", so Klepp. Besonders negativ ist jedoch,
dass in unserem Test auch unbrauchbare KFG-Autoapotheken bis zu 15,50
gekostet haben - also merklich teurer als so manches Normprodukt.
SERVICE: Weitere Informationen zum Thema Autoapotheken gibt es im
Juli-KONSUMENT und unter www.konsument.at. KONSUMENT bietet unter
www.konsument.at/autoapotheke als weiteren Service eine genormte
Autoapotheke (DIN 13164) an (Inhalt verwendbar bis Juli 2018). Diese
enthält zusätzlich einen Einmal-Beatmungsbehelf und einen
internationalen Unfallbericht. Kosten: 15 Euro (für
KONSUMENT-Abonnenten: 9 Euro) plus Versand.
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