• 26.06.2013, 11:15:57
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GPA-djp-Jugend: Kein Zurück ins bildungspolitische Mittelalter

Weitre Reformschritte einleiten statt Retro-Politik

Utl.: Weitre Reformschritte einleiten statt Retro-Politik =

Wien (OTS/ÖGB) - "Endlich gibt es für die Neuen Mittelschulen ein
annähernd flächendeckendes Konzept und werden die Ganztagsschulen
sowohl im öffentlichen als auch im politischen Bereich diskutiert, da
werden aus den ÖVP Reihen Stimmen laut für das Gymnasium erneut
Aufnahmeprüfungen einzuführen. Dies würde ein Zurück ins
bildungspolitische Mittelalter bedeuten und alle Reformbemühungen
konterkarieren", erklärt der Vorsitzende der GPA-djp-Jugend Florian
Hohenauer zu jüngsten Äußerungen von VP-Obmann Michael Spindelegger.

Die Aufnahmeprüfungen an AHS wurden unter der Regierung Kreisky in
den Siebziger Jahren abgeschafft und waren ein wichtiger Schritt in
Richtung Öffnung und Demokratisierung des Bildungssystems, das nun
dringend weitere Reformschritte benötigt. "Wir machen seit Jahren
immer wieder darauf aufmerksam, dass sich unser Bildungssystem immer
noch unsozial gestaltet und keine fairen Bedingungen für alle Kinder
mit sich bringt. Studien beweisen, dass junge Menschen aus sozial
eher schwachen Familien, es nach wie vor extrem schwer haben, die
Hochschulreife zu erreichen geschweige denn ein Studium
abzuschließen. Aufnahmeprüfungen im Gymnasium würden diese Selektion
weiter fördern und den Fortschritt der in den letzten Jahrzehnten
erreicht wurde, schnell wieder zunichtemachen", erklärt Hohenauer.

Ob ein Kind die Reife für eine höhere Schule mit sich bringt, könne
in punktuellen Prüfungen nicht festgestellt werden und der psychische
Leistungsdruck den solche Tests mit sich bringen, sei enorm und neun
bzw. zehn jährigen Kindern nicht zuzumuten.
"Für ein sozial gerechtes Bildungssystem ist eine gemeinsame Schule
für alle zehn bis 15- Jährigen unabdingbar. Daher empfinden wir die
jetzigen Diskussionen über Eignungstests als einen Schritt in eine
komplett falsche Richtung. Wir brauchen jetzt rasch die Einleitung
weiterer Reformschritte im Bildungssystem und keine Retro-Politik a
la ÖVP, so Hohenauer abschließend.

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