• 25.06.2013, 14:52:36
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Kärnten: Aufsichtsrat beruft KABEG-Vorständin Manegold ab

LH Kaiser und LHStv.in Prettner: KABEG muss zum Wohle der Kärntner Gesundheitsversorgung wieder in ruhiges Fahrwasser kommen

Utl.: LH Kaiser und LHStv.in Prettner: KABEG muss zum Wohle der
Kärntner Gesundheitsversorgung wieder in ruhiges Fahrwasser
kommen =

Klagenfurt (OTS/LPD) - Ines Manegold wurde vom Aufsichtsrat der
Krankenanstalten Betriebsgesellschaft als KABEG-Vorstand mit
sofortiger Wirkung abberufen. Das wurde heute, Dienstag, in einer
Pressekonferenz von Landeshauptmann Peter Kaiser, Gesundheits- und
Krankenanstaltenreferentin LHStv.in Beate Prettner sowie vom
KABEG-Aufsichtsrat Michaela Moritz (Vorsitzende) und Gottfried Haber
(Stellvertreter) nach der KABEG-Aufsichtsratssitzung in Klagenfurt
bekannt gegeben. Es sei eine rechtskonforme unumgängliche Maßnahme,
bei der die eindeutige Regelung vorgegeben gewesen sei. Die
Abstimmung sei unmissverständlich und klar ausgefallen.

"Die KABEG ist mit 6.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
größte Arbeitgeber Kärntens und muss wieder ihre volle
Handlungsfähigkeit sichergestellt bekommen", betonte der
Landeshauptmann. Als erster Schritt wurde der Leiter der
KABEG-Finanzabteilung und bisherige Manegold-Stellvertreter Martin
Payer als interimistischer Vorstand eingesetzt. In weiterer Folge
werde die heute unterbrochene Sitzung am 3. Juli fortgesetzt, da noch
viele wichtige Tagesordnungspunkte abzuhandeln wären.

"Die schweren Vorhalte gegen Manegold haben keine andere
Schlussfolgerung und Vorgangsweise zugelassen als die sofortige
Abberufung", sagte Kaiser. Es sei aus der Verantwortung heraus eine
deutliche und unmissverständliche Entscheidung, die gut vorbereitet
gewesen sei. "Diese klare Entscheidung ist das wichtigste, was wir
für die KABEG tun können, in weiterer Folge wird die Prokura
festgelegt und die Aufarbeitung der vergangenen Ära erfolgen", so der
Landeshauptmann. Im Mittelpunkt würden aber die Gesundheitsreform
sowie die Patientinnen und Patienten stehen. "Wir werden alles tun,
damit diese personelle Entscheidung keine negativen Auswirkungen hat
und die KABEG wieder in ruhige Gewässer kommt", kündigte der
Landeshauptmann an.

Für Krankenanstaltenreferentin Prettner war es wichtig zu
betonen, dass diese Entscheidung keinerlei Auswirkungen auf den
Betrieb haben werde. "Die KABEG ist voll handlungsfähig, die
qualitätsvolle Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird
fortgeführt", sagte Prettner. Es würden nun die nötigen Handlungen
gesetzt, um die KABEG in ruhiges Fahrwasser zu bringen. "Im
Mittelpunkt muss wieder die Medizin und das Wohl aller Patientinnen
und Patienten stehen", so die Gesundheitsreferentin.

In aller Kürze informierte Moritz als Vorstand des Aufsichtsrates
der KABEG, dass Fakten bekannt geworden und überprüft worden seien,
die zu einem schwerwiegenden Vertrauensverlust geführt hätten. "Daher
sah sich der Vorstand gezwungen, umgehen zu handeln und Manegold mit
sofortiger Wirkung abzuberufen, das Dienstverhältnis aufzulösen sowie
weitere Schritte vorzubehalten", so Moritz.

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Haber betonte, dass
es wichtig gewesen sei, für Ruhe und Ordnung zu sorgen und die
gesetzlichen Pflichten zu erfüllen. "Die KABEG ist nicht nur
wirtschaftlich das größte Unternehmen, sondern hat eine enorm
wichtige Aufgabe in der Gesundheitsversorgung des Landes", sagte
Haber.
(Schluss)

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