Kärnten: Aufsichtsrat beruft KABEG-Vorständin Manegold ab

LH Kaiser und LHStv.in Prettner: KABEG muss zum Wohle der Kärntner Gesundheitsversorgung wieder in ruhiges Fahrwasser kommen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Ines Manegold wurde vom Aufsichtsrat der Krankenanstalten Betriebsgesellschaft als KABEG-Vorstand mit sofortiger Wirkung abberufen. Das wurde heute, Dienstag, in einer Pressekonferenz von Landeshauptmann Peter Kaiser, Gesundheits- und Krankenanstaltenreferentin LHStv.in Beate Prettner sowie vom KABEG-Aufsichtsrat Michaela Moritz (Vorsitzende) und Gottfried Haber (Stellvertreter) nach der KABEG-Aufsichtsratssitzung in Klagenfurt bekannt gegeben. Es sei eine rechtskonforme unumgängliche Maßnahme, bei der die eindeutige Regelung vorgegeben gewesen sei. Die Abstimmung sei unmissverständlich und klar ausgefallen.

"Die KABEG ist mit 6.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der größte Arbeitgeber Kärntens und muss wieder ihre volle Handlungsfähigkeit sichergestellt bekommen", betonte der Landeshauptmann. Als erster Schritt wurde der Leiter der KABEG-Finanzabteilung und bisherige Manegold-Stellvertreter Martin Payer als interimistischer Vorstand eingesetzt. In weiterer Folge werde die heute unterbrochene Sitzung am 3. Juli fortgesetzt, da noch viele wichtige Tagesordnungspunkte abzuhandeln wären.

"Die schweren Vorhalte gegen Manegold haben keine andere Schlussfolgerung und Vorgangsweise zugelassen als die sofortige Abberufung", sagte Kaiser. Es sei aus der Verantwortung heraus eine deutliche und unmissverständliche Entscheidung, die gut vorbereitet gewesen sei. "Diese klare Entscheidung ist das wichtigste, was wir für die KABEG tun können, in weiterer Folge wird die Prokura festgelegt und die Aufarbeitung der vergangenen Ära erfolgen", so der Landeshauptmann. Im Mittelpunkt würden aber die Gesundheitsreform sowie die Patientinnen und Patienten stehen. "Wir werden alles tun, damit diese personelle Entscheidung keine negativen Auswirkungen hat und die KABEG wieder in ruhige Gewässer kommt", kündigte der Landeshauptmann an.

Für Krankenanstaltenreferentin Prettner war es wichtig zu betonen, dass diese Entscheidung keinerlei Auswirkungen auf den Betrieb haben werde. "Die KABEG ist voll handlungsfähig, die qualitätsvolle Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird fortgeführt", sagte Prettner. Es würden nun die nötigen Handlungen gesetzt, um die KABEG in ruhiges Fahrwasser zu bringen. "Im Mittelpunkt muss wieder die Medizin und das Wohl aller Patientinnen und Patienten stehen", so die Gesundheitsreferentin.

In aller Kürze informierte Moritz als Vorstand des Aufsichtsrates der KABEG, dass Fakten bekannt geworden und überprüft worden seien, die zu einem schwerwiegenden Vertrauensverlust geführt hätten. "Daher sah sich der Vorstand gezwungen, umgehen zu handeln und Manegold mit sofortiger Wirkung abzuberufen, das Dienstverhältnis aufzulösen sowie weitere Schritte vorzubehalten", so Moritz.

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Haber betonte, dass es wichtig gewesen sei, für Ruhe und Ordnung zu sorgen und die gesetzlichen Pflichten zu erfüllen. "Die KABEG ist nicht nur wirtschaftlich das größte Unternehmen, sondern hat eine enorm wichtige Aufgabe in der Gesundheitsversorgung des Landes", sagte Haber.
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