- 25.06.2013, 14:48:51
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ÖH: Darlehensystem kein Weg für Soziale Absicherung
OECD attestiert Österreich Mängel im Beihilfensystem
Utl.: OECD attestiert Österreich Mängel im Beihilfensystem =
Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft weist mit
Bezug auf die heute präsentierte OECD Studie "Bildung auf einen
Blick" darauf hin, dass ein Darlehensystem nicht zum Wundermittel
gegen die schlechte finanzielle Absicherung von Studierenden
stilisiert werden darf. "Schon gar nicht können auf diesem Weg
Studiengebühren gerechtfertigt werden", so Martin Schott vom
Vorsitzteam der ÖH. "Studierende mit einem Schuldenrucksack ins Leben
starten zu lassen ist unverantwortlich. Die abschreckende Wirkung von
Schulden würde die von der OECD attestierte mangelnde Durchlässigkeit
des Österreichischen Bildungssystems nicht reduzieren sondern massiv
verschärfen."
Die Studie zeigt, dass der private Anteil an den Bildungsausgaben
in Österreich niedriger ist als in anderen Staaten. "Und das ist gut
so", kommentiert Schott. "Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche
Aufgabe. Zu behaupten, dass Studierende und ihre Eltern keinen
Beitrag leisten würden, ist schlichtweg falsch. Wir alle zahlen
Steuern und tragen damit zu einem staatlich finanzierten
Bildungssystem bei. Studiengebühren, auch wenn sie über ein Darlehen
finanziert werden können, sind nichts anderes als eine zusätzliche
Bildungsabgabe und ein weiterer großer Unsicherheitsfaktor für
Menschen aus sozial benachteiligten Schichten."
"Studieren ist auch ohne Studiengebühren alles andere als
kostenlos. Anstatt den "geringen" privaten Finanzierungsanteil zu
kritisieren, sollten zur Abwechslung auch die finanziellen
Unterstützungsleistungen für Studierende in den Blick genommen
werden", so Schott. "In Österreich werden lediglich 11 Prozent des
Hochschulbudgets für direkte Förderungen und Stipendien aufgewendet,
während der OECD Schnitt bei 19,8 Prozent liegt."
"Für ein Darlehensystem wird es in der Hochschulkonferenz auch in
Zukunft keinen Konsens geben", so Schott. "Der Minister ist gut
beraten endlich seine Pflicht zu tun und sich auf den Ausbau des
Beihilfensystems zu konzentrieren, anstatt Studierenden mit seinen
zukunftsfeindlichen Ideen immer mehr Steine in den Weg zu legen."
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