Gemeinnützige begrüßen Sonderwohnbauprogramm

GBV können mit Eigenmittel die Errichtung von zusätzlichem Wohnraum kofinanzieren

Wien (OTS) - Als "wichtige Maßnahme zur rechten Zeit" bezeichnete Mag. Karl Wurm, Obmann des Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen, das heute von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger vorgestellte Programm zur Ankurbelung des Wohnbaus. Vorgesehen ist die Errichtung von zusätzlich 11.000 geförderten Wohnungen in den kommenden zwei Jahren. Dafür sollen 276 Mio Euro an die Länder gehen.

Die Gemeinnützigen begrüßen diese Maßnahme und hoffen, dass diese Mittel in hohem Maße der Finanzierung von preisgünstigen Mietwohnungen zu Gute kommen. Diese fehlen derzeit vor allem in den städtischen Ballungsräumen.

Die GBV würden, betonte Wurm, nach Maßgabe der ihnen zur Verfügung stehenden Mittel ihren Beitrag zu dem Sonderprogramm leisten. Bisher hätten die Gemeinnützigen als Co-Finanzier unter Ausschöpfung ihrer Eigenmittel rd. 10% der Baukosten für die Errichtung geförderter Wohnungen aufgebracht. Wenn die Finanzierung von Neubauprojekten über die Wohnbauförderung und den Kapitalmarkt so wie bisher erfolge, dann könnten die Gemeinnützigen mit ihrem Eigenkapital dazu beitragen, das in Aussicht genommene Volumen von 11.000 Wohnungen "zu stemmen", streicht der GBV-Obmann hervor.

Für eine Ausweitung der Bauleistung stehen die laufenden Erträge der Gemeinnützigen sowie Mittel aus der Auflösung des sogenannten Reservekapitals - das sind nicht im Wohnbau eingesetzte Eigenmittel -zur Verfügung. Dessen Einsatz soll im Rahmen des Konjunkturpaketes durch eine Verschärfung der Besteuerung sowie einer Ausweitung der Einsatzmöglichkeit durch wechselseitige Darlehensvergabe begünstigt werden. Dieses Reservekapital hat sich in den letzten Jahren v.a. bei kleineren GBVs durch den Rückgang der Neubauleistung auf rd. 75 Mio Euro erhöht.

Als "richtiges Zeichen an die Länder" wertet Karl Wurm auch die Bestimmung, dass die vorgesehenen 276 Mio Euro nur von Ländern "abgerufen" werden können, die 2013 und 2014 ihr gesamtes gefördertes Bauvolumen über den Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2011 heben und so auch demonstrieren, dass sie ihr Bauprogramm tatsächlich ausweiten wollen.

Jetzt gehe es vor allem darum, rasch mit den Projekten zu starten, um den gewünschten Konjunkturimpuls zu erzielen und Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft zu sichern, appelliert der GBV-Obmann an alle Verantwortlichen in der Politik und den Behörden: "An den GBV wird das sicher nicht scheitern, denn wir haben genug Projekte in der Lade, mit denen wir sofort beginnen können."

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Mag. Karl Wurm
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