- 24.06.2013, 11:00:31
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20jähriges Jubiläum der Wiener Weltmenschenrechtskonferenz
Wien (OTS) - 2013 ist das 20-jährige Jubiläum der Wiener
Weltmenschenrechtskonferenz, die damals vom neugegründeten Ludwig
Boltzmann Institut für Menschenrechte mitbetreut wurde. Aus diesem
Anlass findet am 27. und 28. Juni 2013 in Wien die
ExpertInnenkonferenz "Vienna +20 Advancing the Protection of Human
Rights" statt. Hochkarätige ExpertInnen aus allen Teilen der Welt
werden dabei auf Basis der Errungenschaften der Weltkonferenz
erörtern, wie das internationale Menschenrechtssystem weiter gestärkt
werden kann.
Bereits zugesagt haben unter anderem der Amnesty International
Generalsekretär Salil Shetty, sowie die Friedensnobelpreisträgerin
Tavakkol Karman, Sanji Mmasenono Monageng (Richterin, Internationaler
Strafgerichtshof), die Frauenrechtsaktivistin Charlotte Bunch sowie
der Sonderberater des UN-Generalsekretärs für die Verhütung von
Völkermord Adama Dieng.
Die Wiener Weltkonferenz für Menschenrechte, die bahnbrechende
Fortschritte für den internationalen Menschenrechtsschutz brachte,
fand vom 14. bis 25. Juni 1993 mit über 10.000 VertreterInnen von
Regierungen, den Vereinten Nationen und der Zivilgesellschaft in Wien
statt. Die bei der Konferenz verabschiedete "Wiener Erklärung und
Aktionsprogramm" bekräftigte die Universalität und Unteilbarkeit der
Menschenrechte, stellte Förderung und Schutz der Menschenrechte in
den Mittelpunkt und war ein wichtiger Impuls für die Stärkung der
Frauenrechte.
Diese führte 1994 zudem zur Errichtung des Amts des Hohen
Kommissars für Menschenrechte, das seit dem für den
Menschenrechtsschutz und die Menschenrechtspolitik der Vereinten
Nationen zuständig ist.
Das kurz zuvor von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft gegründete
Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) organisierte das
parallel zur Weltmenschenrechtskonferenz stattfindende NGO-Forum, an
dem mehr als 3.000 VertreterInnen von 1.500 NGOs teilnahmen. Das BIM
koordinierte auch über 400 Parallelveranstaltungen von NGOs, die
wesentlich zum Erfolg der UN-Weltmenschenrechtskonferenz beitrugen.
20 Jahre später ist es Zeit, den Blick zurück, vor allem aber nach
vorn zu richten. Dies soll die ExpertInnenkonferenz "Vienna +20
Advancing the Protection of Human Rights" gewährleisten. Die
Konferenz wird vom Bundesministerium für europäische und
internationale Angelegenheiten in Zusammenarbeit mit dem Büro der
Hochkommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, sowie dem
Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) und dem
Europäischen Trainings- und Forschungszentrum für Demokratie und
Menschenrechte (ETC) organsiert. Eröffnet wird die Konferenz die in
der Wiener Hofburg stattfindet von Hochkommissarin für
Menschenrechte, Navanethem Pillay, und Vizekanzler Michael
Spindelegger.
Im Rahmen von drei Arbeitsgruppen, sollen praxisorientierte
Empfehlungen erarbeitet werden, die Staaten und andere relevante
Akteure ermutigen sollen, sich für eine Verbesserung des
internationalen und nationalen Menschenrechtsschutzes einzusetzen:
1. Rechtsstaatlichkeit
2. Frauen im öffentlichen und politischen Leben
3. Entwicklung und Menschenrechte
Die praktische Umsetzung von Menschenrechten stellt dabei den
gemeinsamen Kern dieser Themenkomplexe dar. Österreich wird die
Empfehlungen im Herbst 2013 vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten
Nationen sowie der Generalversammlung der Vereinten Nationen
präsentieren. Darüber hinaus organisiert die österreichische und
internationale Zivilgesellschaft anlässlich des Jubiläums vom 24. bis
28. Juni 2013 die Aktionswoche Vienna+20.
Über das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte:
Das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) ist ein
Institut der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und wird von Prof. Dr.
Manfred Nowak und Prof. Dr. Hannes Tretter geleitet. Das
interdisziplinäre Team des BIM arbeitet an der wissenschaftlichen
Erforschung unterschiedlichster Aspekte der Menschenrechte und will
durch politische Bildungsarbeit sowie praktisches Engagement zu einer
verstärkten Umsetzung der Menschenrechte in der Politik sowie zur
Sensibilisierung der Bevölkerung für die Idee der Menschenrechte
beitragen.
Über die Ludwig Boltzmann Gesellschaft:
Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine außeruniversitäre
Forschungsorganisation mit Sitz in Wien und betreibt
Forschungsinstitute (Ludwig Boltzmann Institute) in den Bereichen der
Humanmedizin / Life Sciences sowie der Geistes-, Sozial- und
Kulturwissenschaften. Sie initiiert gemeinsam mit akademischen und
anwendenden Partnern innovative Forschungsthemen und ist
spezialisiert auf translationale Forschung - die Brücke zwischen
Grundlagenforschung und Anwendung. In den geistes- und
sozialwissenschaftlichen Instituten werden die interdisziplinär
erarbeiteten Forschungsergebnisse in Konferenzen und
wissenschaftlichen Veranstaltungen dem Fachpublikum kommuniziert
sowie mittels publikumswirksamer Aktivitäten der breiten
Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Derzeit betreibt die LBG 17 LBI und 5 Cluster mit rund 380
MitarbeiterInnen. Die Einrichtung von Ludwig Boltzmann Instituten
(LBI) für eine befristete Laufzeit erfolgt aufgrund von
Ausschreibungen mit internationalen Begutachtungsverfahren.
Menschenrechtskonferenz
"Vienna+20: Advancing the Protection of Human Rights"
Datum: 27. - 28.6.2013, jeweils 10:00 - 13:00 Uhr
Ort: Großer Redoutensaal der Hofburg Wien (Eingang Josefsplatz)
Josefsplatz, 1010 WienOTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | LBG






