- 20.06.2013, 19:46:34
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Bundeskanzler Faymann: "Investitionen in Wirtschaftswachstum und Beschäftigung sind Gebot der Stunde"
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zu Arbeitsgespräch im Bundeskanzleramt
Utl.: EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zu Arbeitsgespräch
im Bundeskanzleramt =
Wien (OTS) - "Auf dem Europäischen Rat nächste Woche wird der Kampf
gegen die hohe Arbeitslosigkeit, vor allem die
Jugendarbeitslosigkeit, im Mittelpunkt stehen. Die vorgesehenen sechs
Milliarden Euro für Jugendbeschäftigung sind ein wichtiger, erster
Schritt. Unser Ziel muss es aber sein, in Europa eine
Ausbildungsgarantie für junge Menschen zu schaffen, ähnlich wie wir
es in Österreich haben", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute bei
einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten der
Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, im Bundeskanzleramt.
Österreich werde sich weiterhin dafür einsetzen, dass für die
Ausbildung und Beschäftigung der Jugendlichen in der Europäischen
Union noch mehr Mittel aufgebracht werden.
Kommissionspräsident Barroso bekräftigte, dass eine rasche Lösung für
die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa gefunden werden müsse. Das
österreichische Modell der Ausbildungsgarantie für Jugendliche sei
ein Vorbild für andere Länder. Kanzler Faymann und
Kommissionspräsident Barroso sprachen sich beide dafür aus, die
vorgesehenen sechs Milliarden Euro nicht auf sieben Jahre
aufzuteilen, sondern gleich in den nächsten beiden Jahren zu
investieren. Der Kommissionpräsident dankte Österreich auch für seine
führende Rolle beim Einsatz für eine Finanztransaktionssteuer, die
ein fairer Beitrag des Finanzsektors zur Krisenbekämpfung sei.
"Europa braucht Investitionen für Wirtschaftswachstum und
Arbeitsplätze", betonte Barroso. Daher arbeite die Kommission
gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank an neuen
Finanzierungsmöglichkeiten für KMUs.
Auch Bundeskanzler Faymann betonte die Notwendigkeit einer
Finanztransaktionssteuer: "Bisher haben elf Mitgliedstaaten ihre
Bereitschaft erklärt, die Finanztransaktionssteuer im Rahmen einer
verstärkten Zusammenarbeit einzuführen. Um die verbliebenen Zweifler
zu überzeugen, müssen wir uns klar deklarieren und für diesen fairen
Beitrag des Finanzsektors argumentieren." Der Kanzler sprach sich
auch für die Vorbereitung einer Bankenunion aus: "Wir müssen zeigen,
dass wir die richtigen Schlüsse aus der Finanzmarktkrise gezogen
haben und für mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit in diesem
Sektor sorgen".
"Investitionen für das Wirtschaftswachstum in Europa, für mehr
Beschäftigung und in die Ausbildung unserer Jugend sind eine Gebot
der Stunde. Das muss für uns alle in Europa gelten und im Mittelpunkt
des EU-Gipfels Ende Juni stehen", so der Bundeskanzler abschließend.
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