- 20.06.2013, 10:12:11
- /
- OTS0081 OTW0081
Haubner: ÖGB-Forderung gefährdet Versorgung von 20.000 pflegebedürftigen Menschen
Verbot der 24-Stunden-Betreuung auf selbständiger Basis führt zu Mehrkosten und lässt System zusammenbrechen - ÖGB-LEID-Antrag gehört eingestampft - Auch Hilfswerk alarmiert
Utl.: Verbot der 24-Stunden-Betreuung auf selbständiger Basis führt
zu Mehrkosten und lässt System zusammenbrechen -
ÖGB-LEID-Antrag gehört eingestampft - Auch Hilfswerk alarmiert =
Wien, 20. Juni 2013 (OTS) - "Auch das Hilfswerk hat bereits
festgestellt, dass es sich bei dem ÖGB-Leitantrag um einen
LEID-Antrag handelt. Denn zu den dubiosen Belastungsideen gehört die
Forderung nach der Abschaffung der 24-Stunden-Betreuung auf
selbständiger Basis. Damit wäre auf einen Schlag die Versorgung von
rund 20.000 pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen in Österreich
gefährdet. Das versteht der Gewerkschaftsbund also unter
'Gerechtigkeit'", so die scharfe Kritik des Generalsekretärs des
Österreichischen Wirtschaftsbunds, Abg.z.NR Peter Haubner, der dieser
Forderung eine klare Absage erteilt und unmissverständlich betont:
"Dieser ÖGB-LEID-Antrag gehört eingestampft! Wir haben jetzt schon
einen Engpass bei der Pflegebetreuung. Doch der ÖGB stellt
Forderungen, die die Pflege noch teurer machen, den Menschen nichts
bringen und auch keine neuen Arbeitsplätze schaffen. Diese Idee ist
Teil des 22 Milliarden Euro schweren Belastungspaketes. Bis jetzt hat
der ÖGB hauptsächlich die Unternehmer als das 'Feindbild Nummer 1'
gehabt. Nun trifft es auch die schwächsten der Gesellschaft. Das ist
ein Armutszeugnis." ****
Der ÖGB hat anscheinend Nachholbedarf, was die Pflegesituation
betrifft, darum gibt Haubner gerne Nachhilfe: "Die
24-Stunden-Betreuung auf Angestelltenbasis gibt es bereits. Da sie
fast doppelt so viel kostet, wird sie kaum in Anspruch genommen."
Haubner verweist weiters auf die Warnung von Hilfswerk-Präsident
Othmar Karas, der durch diese ÖGB-Forderung den Zusammenbruch des
Systems befürchtet, wodurch etwa 10.000 zusätzliche Pflegeheimplätze
notwendig wären. "Das alleine würde Investitionskosten von mind. 1
Mrd. Euro erfordern - ich nehme, an, dass das nicht die Gewerkschaft
zahlen wird", schließt Haubner.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NWB






