Eigentumssteuern treffen klein- und mittelständische Unternehmen!

Studie der KMU Forschung Austria zeigt: Massive Auswirkungen auf den heimischen Betriebsstandort zu befürchten - Beispiel 12: Elektroinstallations-Betrieb in Ostösterreich

Wien (OTS/PWK421) - Neue Vermögens-bzw. Eigentumssteuern würden die heimischen Betriebe unabhängig von Gewinn oder Verlust direkt in der Substanz treffen und Standort und Arbeitsplätze gefährden. Zwei Drittel der Eigentumssteuern müssten dabei die Betriebe leisten. Das ist der Sukkus der aktuellen Studie der KMU Forschung Austria über die Auswirkungen einer Einführung der in Diskussion befindlichen Eigentums- und Vermögenssteuern.
Österreich liegt bereits jetzt im EU-Spitzenfeld bei der Steuer- und Abgabenlast. Um den heimischen Standort zu attraktivieren, gilt es, die Steuerlast zu vermindern, denn Österreich ist eine offene Volkswirtschaft und neue Steuern sind kontraproduktiv für die weitere Entwicklung unseres Landes.

Vor diesem Hintergrund liefert die WKÖ Fakten auf Basis der Studie der KMU Forschung Austria zu den erwartbaren Auswirkungen von neuen Eigentums- und Vermögenssteuern auf Betriebe unterschiedlicher Größen und Sparten. Die Beispiele beruhen dabei auf Daten jener Betriebe, die sich in der Bilanzdatenbank der KMU Forschung Austria befinden und spiegeln damit 1:1 die betriebliche Situation wider.

Elektroinstallations-Betrieb mit bis zu 4.200 Euro Vermögenssteuer betroffen

In Ostösterreich wäre ein Kleinunternehmen im Bereich Elektroinstallationen von möglichen Eigentumssteuern betroffen. Der Betrieb beschäftigte im Jahr 2010 im Durchschnitt etwa 30 Personen. Der Jahresumsatz betrug rd. Euro 4 Mio und das Unternehmensergebnis (vor Ertragssteuern) belief sich auf rd. Euro 200.000,-. Daraus resultiert eine zu zahlende Körperschaftssteuer für diesen Betrieb von etwa Euro 50.000,-. Das Unternehmen hatte im Jahr 2010 ein Reinvermögen in der Höhe von rd. Euro 1,1 Mio. Eine Immobilie befindet sich im Betriebsvermögen.

Bei einem Steuersatz von 0,3 % und einem Freibetrag von Euro 1 Mio ergäbe sich für das Unternehmen eine jährliche Vermögenssteuer in Höhe von rd. Euro 300,-; bei einem Freibetrag von Euro 0,5 Mio läge die Steuer bei etwa Euro 1.800,-. Bei einem Steuersatz in Höhe 0,7 % würde die zu zahlende Vermögenssteuer je nach Freibetrag zwischen rd. Euro 700,- und rd. Euro 4.200,- liegen. (US)

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