• 18.06.2013, 09:17:09
  • /
  • OTS0033 OTW0033

FFG: Startschuss für Forschungsoffensive gegen seltene Krankheiten

Durch zusätzliche Gelder des Wirtschaftsministeriums wird Biotechnologiestandort Österreich gestärkt

Utl.: Durch zusätzliche Gelder des Wirtschaftsministeriums wird
Biotechnologiestandort Österreich gestärkt =

Wien (OTS) - Rund 400.000 Menschen in Österreich sind von einer
seltenen Erkrankung betroffen, etwa die Hälfte davon sind Kinder. Die
Erforschung und Entwicklung von Therapien gegen diese Krankheiten -
dazu zählen etwa Mukoviszidose, Morbus Crohn oder die
"Schmetterlingskrankheit" (Epidermolysis bullosa) - sind kompliziert
und aufwändig. "Um den Betroffenen besser helfen zu können und
gleichzeitig den Biotechnologiestandort Österreich zu stärken, stellt
das Wirtschaftsministerium alleine für das laufende Jahr über die
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG bis zu 27
Millionen Euro für entsprechende Forschungsprojekte zur Verfügung",
so die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. Auch
in den nächsten beiden Jahren sind weitere Mittel vorgesehen.

Rund 6.000 bis 8.000 seltene Erkrankungen sind heute weltweit
bekannt. Davon sind etwa vier Fünftel genetisch bedingt, die genauen
Ursachen sind aber häufig noch nicht erforscht. Aufgrund der geringen
Fallzahlen der einzelnen Erkrankungen und der kosten- und
zeitintensiven Entwicklung von Therapien gibt es zu wenig
Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind. "Mit den zusätzlichen
Geldern wollen wir erreichen, dass heimische
Biotechnologie-Unternehmen in diesem Nischensegment ihre Chancen
wahrnehmen", so FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth. Besonders
kleine und mittlere Unternehmen stehen im Fokus der Initiative.

Im laufenden Jahr sollen Projekte mit zusätzlich fünf Millionen
Euro an Zuschüssen und bis zu fünf Millionen Euro an Darlehen nach
dem Schema der FFG-Basisprogramme unterstützt werden. Damit können
bis zu 70% der jeweiligen Projektkosten gefördert werden, erwartet
werden etwa zehn Projekte pro Jahr. Parallel dazu wird auch in der
aktuellen, vierten Ausschreibung im Programm "Research Studios
Austria", die mit bis zu 16,8 Millionen Euro dotiert ist, ein
Schwerpunkt "Life Sciences & Medizintechnologie" gesetzt. Research
Studios Austria sind kleine, flexible Forschungseinheiten - meist
angedockt an bestehende Einrichtungen -, die sich speziell der
Anwendung und Umsetzung von Forschungsergebnissen widmen. Projekte
können in beiden Programmen seit dem 17. Juni eingereicht werden.

In Österreich sind mehr als 110 Unternehmen mit über 23.000
Beschäftigten im Bereich Biotechnologie aktiv. "Die
Lebenswissenschaften machen auch einen wesentlichen Teil der
FFG-Projekte aus", berichtet FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. "Seit
dem Jahr 2000 haben die FFG und ihre Vorgängerorganisationen
insgesamt rund 420 Millionen Euro in die Life Science-Forschung
investiert, davon entsprechen rund zwei Drittel biotechnologischer
Forschung im engeren Sinne."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FFG

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel