• 18.06.2013, 08:45:37
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Bundeskanzler Faymann: In Österreich zählen Respekt und Fairness

Der Kanzler beim "Heute"-Talk im Haus der Industrie in Wien

Utl.: Der Kanzler beim "Heute"-Talk im Haus der Industrie in Wien =

Wien (OTS) - "Gerade in schwierigen Zeiten, in denen innerhalb der
Europäischen Union die meisten Staaten eine Jugendarbeitslosigkeit
von über 25 Prozent und manche sogar mehr als 50 Prozent aufweisen,
müssen wir die nötigen Konjunkturimpulse setzen und in die
Realwirtschaft und Beschäftigung investieren. Dafür müssen wir nicht
nur sparsam haushalten, sondern auch zusätzliche Mittel aufbringen.
Ich sage es lieber vor den Wahlen: Ohne vermögensbezogene Steuern ab
einem Vermögen von einer Million Euro wird es nicht gehen", betonte
Bundeskanzler Werner Faymann gestern, Montag, beim "Heute"-Talk im
Wiener Haus der Industrie, mit "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand und
OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny. Selbstverständlich werde darauf
geachtet, mit einer solchen Besteuerung nicht die Realwirtschaft zu
treffen. "Aber dass es in Österreich nicht einmal eine Steuer auf
Erbschaften oder Schenkungen von über einer Million Euro gibt, ist
nicht einzusehen."

Ebenso sprach sich der Bundeskanzler für eine Fortführung der
Bankenabgabe aus: "Wir haben aus den Erfahrungen der 30-er Jahre des
20. Jahrhunderts gelernt und den Zusammenbruch der Banken und damit
schlimmere Ausmaße der Krise verhindert. Deshalb bin ich dafür, dass
nun auch der Finanzsektor seinen Beitrag zur Krisenbewältigung
leistet. Denn der kleine Steuerzahler kann gar nichts dafür", so
Faymann. "Dass sich die Banken beteiligen, ist ein Stück Fairness."

Angesprochen auf das aktuelle Thema Schule und Lehrerdienstrecht,
sagte der Bundeskanzler: "Die besten Bildungsergebnisse bringen jene
Länder, in denen es ganztägige Schulformen gibt und in denen der
Unterricht möglichst über den ganzen Tag verteilt wird. Dafür
brauchen wir aber noch mehr gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer,
die längere Zeit in den Schulen verbringen. Wenn wir jetzt eine
gemeinsame Ausbildung für alle Pädagoginnen und Pädagogen haben, ist
es nur fair, wenn diese auch gleich viel verdienen. Ich bin
zuversichtlich, dass wir beim Lehrerdienstrecht noch vor den Wahlen
zu einer Lösung kommen werden."

"Wir haben in Österreich mit den Sozialpartnern ein starkes
politisches Zentrum, das auf gegenseitigen Respekt und faire
Verhandlungen setzt. Und es ist gut, dass in Österreich Respekt und
Fairness zählen", schloss der Kanzler.

Fotos von dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
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kostenfrei abrufbar.

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