- 11.06.2013, 12:16:44
- /
- OTS0163 OTW0163
Klima- und Energiefonds: 8 Mio. Euro für Anschlussbahnen
Wien (OTS) -
- Rund 47 Mio. Euro Fördermittel seit 2007
- 55 unterstützte Projekte sparen kurzfristig 2,6 Mio. Tonnen CO2
ein
Heute, Dienstag, startet das Förderprogramm "Anschlussbahn- und
Terminalförderung 2013" des Klima- und Energiefonds. Mit insgesamt 8
Mio. Euro Förderbudget werden einerseits die konkrete Errichtung und
Erweiterung von Anschlussbahnen und Terminals gefördert, andererseits
auch Konzepte und Machbarkeitsstudien finanziert, die
Optimierungspotenziale für Unternehmen aufzeigen. Der Schwerpunkt
liegt hier bei Logistikkonzepten, die die gesamte Lieferkette des
Unternehmens betrachten: Wie können Leerfahrten vermieden werden,
Routen optimiert und Verkehr multimodal gestaltet werden?
Infrastrukturministerin Doris Bures: "Die Förderung für
Anschlussbahnen durch den Klima- und Energiefonds ist ein starker
Hebel für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. Damit
werden für Unternehmen Anreize geschaffen, ihre Güterlogistik
nachhaltig zu gestalten."
Der Klima- und Energiefonds fördert seit seinem Bestehen 2007
Anschlussbahn- und Terminalprojekte, die einen besonders hohen
Beitrag zur CO2-Emissionsreduktion leisten und Transporte von der
Straße auf die Schiene bringen. Bisher wurden 55 Projekte mit in
Summe knapp 47 Mio. Euro Förderbudget unterstützt. Das laut den
Verträgen vereinbarte CO2-Einsparungspotential über die gesamte
Laufzeit der Förderverträge - also bereits in den nächsten Jahren -
beträgt 2,633.558,5 Tonnen.
Klima- und Energiefonds Geschäftsführerin Theresia Vogel: "Die
realisierten Projekte zeigen, dass unsere Förderstrategie aufgeht:
Güterverkehr kann nachhaltig gestaltet werden. Wir haben es
geschafft, große Transportmengen von der Straße auf die Schiene zu
bringen - und zwar bis zum Zielort. Das verschafft auch den
österreichischen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil im Bereich
Klimakompetenz."
Das Programm in Kürze
Angesprochen werden durch das Programm die verladende Wirtschaft
und Logistikdienstleister - diese können Projekte für die Errichtung
und Erweiterung von Anschlussbahnen und Terminals einreichen.
Machbarkeitsstudien können von BetreiberInnen von Anschlussbahnen in
Kooperation mit Eisenbahnverkehrsunternehmen, KonsulentInnen,
PlanerInnen und/oder WissenschaftlerInnen eingereicht werden.
Diese werden im November 2013 durch eine ExpertInnenjury evaluiert,
die Förderentscheidung durch das Präsidium des Klima- und
Energiefonds ist für Dezember 2013 geplant. Das Förderprogramm ist
bis 10.10.2013, 24 Uhr geöffnet.
Gefördertes Projekt: Sappi Gratkorn Distributionscenter
Das Sappi Werk Gratkorn ist Österreichs größter Papierstandort für
holzfrei gestrichene Papiere mit einer Produktionskapazität von rund
1 Mio. Tonnen pro Jahr. Mit dem Bau des Distribution Service Center
"Gratkorn" (DSC) werden Logistik und Distribution von Sappi auf eine
neue Basis gestellt. Oberstes Ziel ist es, eine zentrale
Distributionsstelle innerhalb der europäischen Werke für die Märkte
in Zentral-, Süd- und Osteuropa zu erstellen. Die Rohstoffversorgung
soll weiter auf Green Logistics umgestellt werden und dadurch
CO2-Emissionen vermeiden. Durch das Projekt werden zusätzlich 200.000
Tonnen "auf die Schiene" gebracht.
Das Projekt startete im Dezember 2010 und wurde im Frühjahr 2013
fertig gestellt. Bei einem Projektvolumen von 4,97 Mio. Euro wurde
die Sappi Gratkorn GmbH vom Klima- und Energiefonds mit einer
Förderung von 1,84 Mio. Euro bei der Umsetzung ihres
Anschlussbahnprojekts unterstützt.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KEF






