Pensionistenverband trauert um Ehrenpräsident Rudolf Pöder

Blecha: Pöder leitete neue Ära in der Seniorenpolitik ein

Wien (OTS/SK) - Der Pensionistenverband trauert um seinen langjährigen Präsidenten Rudolf Pöder. Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha sprach im Namen des gesamten Verbandes von einem besonders schmerzlichen Verlust: "Wir verlieren mit Rudolf Pöder einen visionären Seniorenpolitiker, einen Parlamentarier und Gewerkschaftsvorsitzenden ersten Ranges und erster Güte, die Stadt Wien einen ihrer Ehrenbürger, einen treuen Sozialdemokraten und vor allem einen besonders liebenswerten Freund." ****

Rudolf Pöder wurde 1991 Präsident des Pensionistenverbandes (PVÖ) und übte diese Funktion bis 1999 aus. Pöder formte aus dem PVÖ eine starke Interessensvertretung, indem er klar machte, dass Seniorenpolitik nicht nur auf das Thema Pensionen zu reduzieren ist. Er kämpfte um die Mitbestimmung der älteren Generation auf allen Gebieten der Sozial- und Gesellschaftspolitik und um die Verbesserung der sozialen Lage der Senioren. Mit großem Erfolg: 1993 wurde das vom PVÖ geforderte Pflegegeld eingeführt; Pöder etablierte den Österreichischen Seniorenrat als überparteiliche Plattform aller Pensionistenvereinigungen Österreichs und wurde sein erster Präsident. 1998 wurde das Bundesseniorengesetz beschlossen, womit es mit dem Seniorenrat auch eine gesetzliche Interessensvertretung für ältere Menschen gab. 1999 übergab Pöder die Präsidentschaft im Pensionistenverband an Karl Blecha. Die Delegierten des PVÖ-Verbandstages wählten Pöder zu ihrem Ehrenvorsitzenden. Karl Blecha damals: "Rudolf Pöder leitete eine neue Ära in der Seniorenpolitik ein."

Rudolf Pöder wurde am 3. Februar 1925 geboren. Er erlernte den Beruf eines Flugmotorenmechanikers. 1947 trat er in den Dienst der Stadt Wien ein und übte bereits kurz darauf die Funktion des Dienststellen-Vertrauensmannes aus - der Beginn einer steilen politischen Karriere. Mehr als vier Jahrzehnte bekleidete Pöder Funktionen in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, deren Vorsitzender er von 1975 bis 1991 war. Von 1979 bis 1991 war er auch Vizepräsident des ÖGB. Hand in Hand mit seiner Funktion als Gewerkschafter verlief seine Tätigkeit in der SPÖ, die 1945 in einer Wiener Sektion begann. 14 Jahre, von 1973 bis 1987 war er Vorsitzender der SPÖ-Wien-Alsergrund. Von 1969 bis 1983 gehörte Pöder dem Wiener Landtag und Gemeinderat an, dann dem Nationalrat. Von 1988 bis 1989 wirkte er als stellvertretender Vorsitzender der sozialdemokratischen Parlamentsfraktion. Von Februar 1989 bis November 1990 bekleidete Pöder eines der höchsten Ämter der Republik, nämlich das des Präsidenten des Nationalrates. 1990 würdigte die Stadt Wien Pöders Arbeit mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft.

Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha und PVÖ-Generalsekretär Andreas Wohlmuth übermittelten Pöders Witwe das tiefempfundene Beileid namens der großen Familie des Pensionistenverbandes. (Schluss) mis/mp

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