• 10.06.2013, 10:25:56
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Pensionistenverband trauert um Ehrenpräsident Rudolf Pöder

Blecha: Pöder leitete neue Ära in der Seniorenpolitik ein

Utl.: Blecha: Pöder leitete neue Ära in der Seniorenpolitik ein =

Wien (OTS/SK) - Der Pensionistenverband trauert um seinen
langjährigen Präsidenten Rudolf Pöder. Pensionistenverbands-Präsident
Karl Blecha sprach im Namen des gesamten Verbandes von einem
besonders schmerzlichen Verlust: "Wir verlieren mit Rudolf Pöder
einen visionären Seniorenpolitiker, einen Parlamentarier und
Gewerkschaftsvorsitzenden ersten Ranges und erster Güte, die Stadt
Wien einen ihrer Ehrenbürger, einen treuen Sozialdemokraten und vor
allem einen besonders liebenswerten Freund." ****

Rudolf Pöder wurde 1991 Präsident des Pensionistenverbandes (PVÖ) und
übte diese Funktion bis 1999 aus. Pöder formte aus dem PVÖ eine
starke Interessensvertretung, indem er klar machte, dass
Seniorenpolitik nicht nur auf das Thema Pensionen zu reduzieren ist.
Er kämpfte um die Mitbestimmung der älteren Generation auf allen
Gebieten der Sozial- und Gesellschaftspolitik und um die Verbesserung
der sozialen Lage der Senioren. Mit großem Erfolg: 1993 wurde das vom
PVÖ geforderte Pflegegeld eingeführt; Pöder etablierte den
Österreichischen Seniorenrat als überparteiliche Plattform aller
Pensionistenvereinigungen Österreichs und wurde sein erster
Präsident. 1998 wurde das Bundesseniorengesetz beschlossen, womit es
mit dem Seniorenrat auch eine gesetzliche Interessensvertretung für
ältere Menschen gab. 1999 übergab Pöder die Präsidentschaft im
Pensionistenverband an Karl Blecha. Die Delegierten des
PVÖ-Verbandstages wählten Pöder zu ihrem Ehrenvorsitzenden. Karl
Blecha damals: "Rudolf Pöder leitete eine neue Ära in der
Seniorenpolitik ein."

Rudolf Pöder wurde am 3. Februar 1925 geboren. Er erlernte den Beruf
eines Flugmotorenmechanikers. 1947 trat er in den Dienst der Stadt
Wien ein und übte bereits kurz darauf die Funktion des
Dienststellen-Vertrauensmannes aus - der Beginn einer steilen
politischen Karriere. Mehr als vier Jahrzehnte bekleidete Pöder
Funktionen in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, deren
Vorsitzender er von 1975 bis 1991 war. Von 1979 bis 1991 war er auch
Vizepräsident des ÖGB. Hand in Hand mit seiner Funktion als
Gewerkschafter verlief seine Tätigkeit in der SPÖ, die 1945 in einer
Wiener Sektion begann. 14 Jahre, von 1973 bis 1987 war er
Vorsitzender der SPÖ-Wien-Alsergrund. Von 1969 bis 1983 gehörte Pöder
dem Wiener Landtag und Gemeinderat an, dann dem Nationalrat. Von 1988
bis 1989 wirkte er als stellvertretender Vorsitzender der
sozialdemokratischen Parlamentsfraktion. Von Februar 1989 bis
November 1990 bekleidete Pöder eines der höchsten Ämter der Republik,
nämlich das des Präsidenten des Nationalrates. 1990 würdigte die
Stadt Wien Pöders Arbeit mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft.

Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha und PVÖ-Generalsekretär
Andreas Wohlmuth übermittelten Pöders Witwe das tiefempfundene
Beileid namens der großen Familie des Pensionistenverbandes.
(Schluss) mis/mp

Rückfragehinweis: Pensionistenverband Österreichs, [email protected],
Generalsekretär Andreas Wohlmuth, Tel. 01/313 72-30

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